Publication Analysis of Capitalism - Political Parties / Election Analyses - Educational Policy Peter Fischer: Politische Philosophie im 20. Jahrhundert - Von Max Weber bis Giorgio Agamben

Texte zur Philosophie. Neue Folge. Heft 1

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erschienen: Dezember 2018

»Die Freiheit kann nur insofern Sinn der Politik sein, als sich die Gerechtigkeit als Sinn der Geschichte bewährt.«
So lautet eine der Thesen, die in diesem Buch diskutiert werden. Anhand einer paradigmatischen Auswahl bietet es Einblicke in die
Politische Philosophie des 20. Jahrhunderts:Weber, Plessner, Arendt, Schmitt, Benjamin, Habermas, Luhmann, Rawls, Walzer, Gehlen, Foucault, Agamben u.a. 
Auf diese Weise möchte es ein solches Nachdenken über Politik anregen, das über tagespolitische Themen hinausreicht, ohne diese aus dem Blick zu verlieren.

Inhalt
Vorwort 
1. Max Weber – Herrschaftsformen und der Beruf zur Politik 
1.1. Webers Begriff der Politik 
1.2. Typen der Herrschaft 
1.2.1. Rationale Herrschaft 
1.2.2. Traditionale Herrschaft 
1.2.3. Charismatische Herrschaft 
1.3. Parteien, Minimierung der Herrschaft, Repräsentation und Parlamentarismus 
1.4. Politik als Beruf: Leidenschaft und Augenmaß, Gesinnung und Verantwortung 
1.5. Schlussbemerkungen 

2. Hannah Arendt – Was ist Politik? 
2.1. Antipolitische Gemeinplätze 
2.2. Gewalt als Herstellungskategorie 
2.3. Macht und Gewalt 
2.4. Politik als Handlungskategorie 
2.5. Schlussbemerkungen 

3. Helmuth Plessner – Die Grenzen der Gemeinschaft und die Notwendigkeit der Politik
3.1. Gemeinschaft als Idol der Zeit 
3.2. Gemeinschaften des Blutes und der Sache 
3.3. Die anthropologische Notwendigkeit der Gesellschaft und ihre vermittelnde Funktion
3.4. Die Diplomatie, der Takt und die Notwendigkeit von Souveränität und Gewalt
3.5. Schlussbemerkungen 

4. Carl Schmitt – Souveränität, Ausnahme, Feind 
4.1. Souveränität und Ausnahmezustand. Das dezisionistische Element des Rechts 
4.2. Der Begriff des Politischen
4.3. Die Dialektik der Legalität in Ermangelung von Legitimität 
4.4. Inhaltliche Legitimation durch Artgleichheit. Schmitts Akkomodation an den Nazismus
4.5. Schlussbemerkungen

5. Walter Benjamin – Kritik der Gewalt aus geschichtsphilosophischer Perspektive
5.1. Gewalt als Mittel 
5.2. Gewaltlosigkeit 
5.3. Gewalt als Manifestation 
5.4. Schlussbemerkungen 

6. Hannah Arendt – Totalitarismus 
6.1. MethodischeVoraussetzungenderBestimmungdesTotalitarismus als neuer Staatsform 
6.2. Erste Bestimmungen vonWesen und Prinzip des Totalitarismus 
6.3. Zur Kritik ideengeschichtlicher Gleichsetzungen 
6.4. Zum Charakter totalitärer Ideologien und zu ihrem Zusammenhang mit dem Terror 
6.5. Die Grunderfahrung des Totalitarismus
6.6. Schlussbemerkungen 

7. Liberalismus und Kommunitarismus 
7.1. AllgemeineCharakteristikvonLiberalismusundKommunitarismus 
7.2. Das Grundthema: Freiheit versus Gemeinschaft
7.3. Die Lebenssituation in modernen Gesellschaften 
7.4. Politische Beteiligung versus Minimalstaat 
7.5. Verteilungsgerechtigkeit und Gefahren für die Demokratie
7.6. Aspekte eines systematischen Vergleichs von Liberalismus und Kommunitarismus 
7.7. Schlussbemerkungen 

8. Jürgen Habermas – Diskurstheorie der Politik und des Rechts
8.1. Drei normative Demokratiemodelle 
8.2. Zur Kritik moderner Legitimitätskonzepte
8.3. Die Kreisförmigkeit der Begründung von Recht und Politik 
8.4. Die Institution des Rechts 
8.5. Diskursprinzip – Moralprinzip – Demokratieprinzip 
8.6. Administrative Macht und Öffentlichkeit 
8.7. Schlussbemerkungen 

9. Niklas Luhmann – Systemtheorie des Rechts und der Politik 
9.1. Was ist ein System? 
9.2. Kommunikation als Operation sozialer Systeme 
9.3. Die Funktionen von Recht und Politik 
9.4. Die Codes von Recht und Politik 
9.5. Die strukturelle Kopplung von Recht und Politik 
9.6. Schlussbemerkungen 

10. Hanna Arendt und Arnold Gehlen – Posthistoire und die politische Bedeutsamkeit des bloßen Lebens
10.1. Was ist das Posthistoire? 
10.2. Politische Grundsätze im Posthistoire 
10.3. Biopolitik als metabiologischer Prozess derTechnisierung
10.4. DerBegriff der Arbeitundder menschliche Lebensprozess 
10.5. Der technoide Naturalismus des Lebens 
10.6. Schlussbemerkungen 

11. Michel Foucault – Dispositive der Biomacht 
11.1. Foucaults Methode 
11.2. Was ist Souveränitätsmacht? 
11.3. Disziplinarmacht und Biopolitik 
11.4. Normierung und Prüfung, Normalisierung und Kalkül 
11.5. Die Biomacht als Todesmacht 
11.6. Biomacht und Neoliberalismus 
11.7. Schlussbemerkungen 

12. Giorgio Agamben – Paradigmen abendländischer Politik 
12.1. Reproduktives Leben und Lebensform 
12.2. Leben und Politik 
12.3. Politik und Sprache 
12.4. Die einschließende Ausschließung und die Methode Agambens 
12.5. Die Logik derAusnahmealsVerhältnis von Souverän und Homo sacer 
12.6. Das Paradigma des Lagers. Biopolitik in der Moderne 
12.7. Schlussbemerkungen und ein ganz kurzes Fazit 

Literatur 
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Über den Autor 

Kostenbeitrag: 6,00 Euro, für Mitglieder: 4,00 Euro

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