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Potenziale neuer Technologien für gewerkschaftliche Organisationsmacht

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luxemburg beiträge

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Florian Butollo, Jobst Gaus,

Published

October 2021

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«Richtig angewendet können digitale Hilfsmittel wie Videokonferenzen, Chatgruppen, Organizing-Apps, Blogs oder Webseiten die Effektivität des Organizing vergrößern und es partizipativer gestalten, indem die Belegschaften etwa zentrale strategische und taktische Entscheidungen tatsächlich selbst treffen und umsetzen lernen.»

Im Zentrum des gewerkschaftlichen Organizing steht die Kommunikation. Kolleg*innen müssen angesprochen und überzeugt werden, Aktionen müssen gemeinsam geplant werden. Der Kampf um Hegemonie in Betrieb und Gesellschaft erfordert zudem die Herstellung von Gegenöffentlichkeit. Es ist daher kein Wunder, dass die rasante Entwicklung digitaler Kommunikations- und Arbeitsmedien das Terrain für gewerkschaftliches Organizing verändert. Die Frage, wie sie effektiv eingesetzt werden können, was dabei beachtet werden muss und welche Ressourcen gebraucht werden, ist Gegenstand dieser Publikation.

Inhalt:

  • Einleitung
  • Was ist «Digital Organizing»?
  • «Digital Organizing» in der Praxis
  • IG-Metall-Kampagne bei Enercon
  • BASSA versus British Airways (2009–2011)
  • OUR Walmart (2010–2015)
  • Ver.di-Kampagne bei Ryanair (2017–2019)
  • Globale (Selbst-)Organisierung von Uber-Fahrer*innen
  • Arbeitskampf der Hochschullehrer*innen in Großbritannien (2018 bis heute)
  • Dimensionen des Organizing: Wie können digitale Werkzeuge eingesetzt werden?
  • Mitstreiter*innen gewinnen
  • Wie arbeiten mit WhatsApp- oder Telegram-Gruppen?
  • Kampagnen partizipativ gestalten
  • Strategische Bündnisse eingehen
  • Den Kampf um die öffentliche Meinung führen
  • Digitale Hilfsmittel als Ergänzung und Erweiterung des gewerkschaftlichen Organizing
  • Fazit

Die Autoren:

Florian Butollo leitet die Forschungsgruppe «Arbeiten in hochautomatisierten digital-hybriden Prozessen» am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft in Berlin. Er ist zugleich Mitarbeiter in der Forschungsgruppe «Globalisierung, Arbeit und Produktion» am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). In der Reihe Analysen der Rosa-Luxemburg-Stiftung veröffentlichte er im März 2021 zusammen mit Jörn Boewe und Johannes Schulten: «Organizing Ryanair. Die transnationale Gewerkschaftskampagne bei Europas Billigfluglinie Nummer eins.»

Jobst Gaus studiert Soziologie an der Freien Universität Berlin und an der Universität Wien. Er war studentischer Mitarbeiter in der Forschungsgruppe «Arbeiten in hochautomatisierten digital-hybriden Prozessen» am Weizenbaum-Institut sowie in der Forschungsgruppe «Globalisierung, Arbeit und Produktion» am WZB und forscht zu verschiedenen Fragestellungen mit Fokus auf die Digitalisierung der Arbeit. Mit «Digital Organizing» beschäftigt er sich seit einem Forschungsprojekt zur ver.di-Kampagne bei Ryanair.