Publication State / Democracy - Analysis of Capitalism - Inequality / Social Struggles - Democratic Socialism Wir können auch anders

Rosalux 3/2012 zum Thema «Alternativen für eine solidarische Gesellschaft». Mit Beiträgen von Gabi Zimmer, Michael Brie, Constanze Lindemann, Lutz Brangsch, Dieter Klein und anderen.

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Journal «RosaLux»

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Henning Heine,

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August 2012

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Der Glaube an die Stabilität und Gerechtigkeit des vorherrschenden kapitalistisch-marktwirtschaftlichen Systems hat auch in Deutschland spürbar gelitten. Warum aber bleiben Protest und Widerstand hierzulande so gering, wenn es um zentrale Fragen der Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik geht? Warum schauen Linke so intensiv und zuweilen hoffnungs-, ja sehnsuchtsvoll nach Südeuropa und Lateinamerika? Auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat sich in diesem Jahr intensiv mit sozialen Protesten in Chile, Nordafrika, Israel, Spanien und Griechenland beschäftigt, um nur einige Länder und Regionen zu nennen. Sie hat Analysen über die Gründe, Motive und Perspektiven der Protestierenden veröffentlicht und Akteurinnen und Akteure zu Bildungsveranstaltungen in vielen Städten Deutschlands eingeladen. Das Interesse an solchen Erfahrungsberichten ist groß. Ein Motiv ist Solidarität, zum Beispiel mit den Griechinnen und Griechen. Sie sind vielfach von existenziellen Kürzungen betroffen, die von der EU verordnet wurden. Ein zweites Motiv ist das Informationsbedürfnis, die Hoffnung auf Impulse auch für größere politische Aktivitäten in Deutschland wohl ein drittes.

Solidarische Alternativen zu einer Austeritätspolitik und einer zunehmend marktförmigen Demokratie zu formulieren, ist eine Aufgabenstellung, die sich die Rosa-Luxemburg-Stiftung mit dem übergreifenden Projekt «Lasst uns über Alternativen reden. Solidarität und Gerechtigkeit. Für einen demokratischen Sozialismus» gegeben hat. Der Weg zu einem kohärenten politischen Entwurf, der nicht dogmatisch abgeschlossen ist und keine alte Denkungsart in Haupt- und Nebenwidersprüchen wiederbelebt, ist noch weit. Erste Schritte dorthin, Elemente einer gesellschaftlichen Alternative, werden im Themenschwerpunkt dieses Heftes vorgestellt.

Mehr im Editorial

Inhalt

RÜCKBLICK
Initiative zum 100. Geburtstag von Stefan Heym gestartet
Macht und Freiheit – Müntzer-Symposium in Mühlhausen
Hearing beleuchtet Hintergründe des NSU-Terrors
ExpertInnen analysieren weltweite Werftindustrie in Leipzig
Argentinien, Chile, Guatemala: Nach den Militärdiktaturen
«Politik aktuell» zu Wahlchancen von US-Präsident Obama

AUSBLICK
Außenpolitische Konferenz an der Universität Potsdam
Energiepolitische Tagung in Köln
Konferenz «Netz für alle» in Berlin – Interview mit Glyn Moody
Marx-Herbstschule in Berlin
Filmtour «Catastroika» / Grundeinkommenskongress

BLICKPUNKT
Stiftung bietet Raum für queer-feministische Diskurse
Rosas Salon & Genderseminare: Angebot im Überblick

ANALYSE
Ohne greifbares Ergebnis – Rio+20-Gipfel in Brasilien
Gefahr für Europa – Fiskalpakt führt in die Depression

THEMA «WIR KÖNNEN AUCH ANDERS»
Lutz Brangsch und Michael Brie: Stunde der Alternativen
Gabriele Zimmer: Europäische Visionen
Dieter Klein: Demokratie auf allen Ebenen
Boris Kanzleiter: Solidarisch gegen die Mafia
Stefanie Götze: Aufs Gleis gesetzt
Axel Krumrey: Kommunale Rettung
Armin Osmanović: Das Beispiel Ivory Park
Constanze Lindemann: Ein Weg zu mehr Teilhabe

STUDIENWERK
Stipendiatischer Arbeitskreis zum Thema Nachhaltigkeit
Wanderausstellung mit Bildungscomics startet in Berlin

INTERNATIONALES
Tagung zur Geschichte des Jüdischen Arbeiterbundes
Nach den Wahlen in Mexiko
Neuer Arbeitskreis bringt Asieninteressierte zusammen
Ostafrika-Büro mit Konferenz zur Landfrage eröffnet
Kolloquium zu Luxemburg, Marcuse und Pedrosa in Sao Paolo

STIFTUNG
Beratender Begleiter – der Wissenschaftliche Beirat
Vorgestellt: Rosa-Luxemburg-Stiftung in Schleswig-Holstein

LESENSWERT
Rezension zu einem Sammelband über Lateinamerika
Neuerscheinungen