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Publication : Schöner wohnen in Hessen?

Eine Bestandsaufnahme der Wohnungskrise in Hessen und Vorschläge zu ihrer Bewältigung

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Series
luxemburg beiträge
Published
June 2023
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Das Thema Wohnen ist für viele in Deutschland das soziale Thema, in immer mehr Städten ist die Mietentwicklung dramatisch. Lukas Siebenkotten, Präsident des Deutschen Mieterbunds, äußerte sich Ende Mai 2023 sehr pessimistisch. „Alles, was legal ist, wird an Mietsteigerungen in den nächsten Jahren ausgenutzt werden.“ Die Mieten würden „deutlich stärker als die Löhne steigen“. Sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen, werde die Zahl der Haushalte, die 40 Prozent oder mehr ihres Einkommens für die Miete ausgeben müssen, in den nächsten Jahren „drastisch“ nach oben gehen und bald über fünf Millionen betragen.

Das gilt nicht länger nur für Wirtschaftszentren, populäre Groß- oder Universitätsstädte. Zunehmend ist auch in anderen Regionen des Landes die Lage angespannt. Während Frankfurt am Main und die Rhein-Main-Region schon länger deutschlandweit für ihre hohen Mieten bekannt sind, ist die Krise mittlerweile auch in den Städten Nord- und Mittelhessens angekommen. Schöner Wohnen ist auch in Hessen für immer mehr Menschen zu einem unerreichbaren Ziel geworden.

Inhalt:

Vorwort

Einleitung

  • 1 Hessen aus Mieter*innenperspektive
    • 1.1 Bestandsaufnahme: steigende Mieten in ganz Hessen
    • 1.2 Krisenbewältigung durch Neubau?
    • 1.3 Wohnkostenbelastung – eine Frage des Einkommens
    • 1.4 Angespannte Wohnungsmärkte in Hessen
    • 1.5 Wohnraumzweckentfremdung
  • 2 Soziale Wohnraumförderung – Ausgleich des Marktversagens?
    • 2.1 Wohnraumbedarf benachteiligter Gruppen
    • 2.2 Mehr Fördergelder für die hessische Wohnungswirtschaft
    • 2.3 Sozialwohnungsbestand in Hessen
    • 2.4 Die „Versorgungslücke“ aus Mieter*innenperspektive – eine Frage der Definition
    • 2.5 Akteure des sozialen Wohnungsbaus
    • 2.6 Sozialer Wohnungsbau in der Krise
    • 2.7 Der Handlungsspielraum öffentlicher Wohnungsunternehmen
  • 3 Klimaschutz und Wohnungsfrage
    • 3.1 Energetische Modernisierung als Verdrängungsmotor
    • 3.2 Förderprogramme des Landes Hessen
    • 3.3 Energetische Modernisierungen bei der Nassauischen Heimstätte
    • 3.4 Konflikte um bezahlbares Wohnen
    • 3.5 Potenziale für eine sozialverträgliche Modernisierungspraxis
  • Fazit
  • Literatur

Autor*innen:

Anne Göbel studiert im Master Humangeographie mit Schwerpunkt auf kritischer Stadtforschung. Sie arbeitet aktuell zu Vonovia und zur Rolle des Konzerns für die soziale Wohnraumversorgung in Dresden. Darüber hinaus engagiert sie sich in aktivistischen Projekten der Stadtteilarbeit und lebt in der Frauenwohnungsbaugenossenschaft LilaLuftschloss, wo sie im Aufsichtsrat tätig ist.

Florian Janik ist Masterstudent im Fach Humangeographie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und aktiv in der Initiative „Eine Stadt für Alle“. Seine Interessenschwerpunkte liegen in den Bereichen kritische Stadt- und Wohnungsforschung sowie Verdrängung insbesondere im Kontext von energetischen Modernisierungen.

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