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Sandra Quintela von der brasilianischen RLS-Partnerorganisation «Políticas Alternativas para el Cono Sur» spricht über den Widerstand gegen das ThyssenKrupp-Stahlwerk in der Bucht von Sepetiba.

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Die Companhia de Siderurgica do Atlantico (TKCSA), also das Stahlwerk von ThyssenKrupp liegt an der Bahía de Sepetiba im Bundesstaat Rio de Janeiro. Seit seinem Baubeginn im Jahre 2006 wurde die TKCSA unzähliger Rechtsverletzungen beschuldigt. Trotz fehlender Betriebsgenehmigung nahm ThyssenKrupp das Werk im Juni 2010 in Betrieb.

Seitdem kam es drei Mal zu massiven Emissionen von schwermetallhaltigem Staub, das Erdreich und das Wasser sind verschmutzt, Mangrovenwälder wurden abgeholzt. Dazu kommen wirtschaftliche Fehlschläge, die durch schlechte Planung, schlampige Bauweise, die Weltwirtschaftskrise und eine Reihe von Strafzahlungen hervorgerufen wurden. Allein im vergangenen Jahr musste ThyssenKrupp Abschreibungen von zwei Milliarden Euro auf das Werk vornehmen. Die Anwohner_innen, die durch die Verschmutzung gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden davontragen, haben in den letzten Jahren eine beispiellose Kampagne durchgeführt, die sowohl in Brasilien als auch in Deutschland dazu geführt hat, dass die Unterstützung für das hochtrabende Projekt rapide schwindet.

Angela Isphording (Referentin für Lateinamerika der Rosa Luxemburg Stiftung) spricht mit Sandra Quintela, Leiterin der brasilianischen Organisation Instituto Politicas Alternativas para o Cone Sul (PACS), einem Partner der Rosa-Luxemburg-Stiftung über die Hintergründe des Desasters.

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