Regionalbüro Mexiko

Das Regionalbüro in Mexiko-Stadt koordiniert die Arbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit Partnerorganisationen in Mexiko, Guatemala, Nicaragua, Costa Rica und Kuba.

In Mexiko und Zentralamerika ist für die Mehrheit der Bevölkerung der Alltag von Gewalt, Verfolgung und prekären Lebensumständen geprägt. In Mexiko steigt die Zahl der Verschwundenen. Nach offiziellen Angaben sind über 33.000 Menschen vermisst, dazu kommt eine hohe Dunkelziffer, insbesondere durch, dass bei Migrant*innen, deren Verschwinden nicht angezeigt wurde. Die meisten davon wurden vermutlich gewaltsam entführt und ermordet, durch Kriminelle, Polizisten oder Soldaten. Ein Beispiel sind die 43 Student*innen, die in Iguala im mexikanischen Bundesstaat Guerrero von staatlichen Sicherheitskräften an Kriminelle zum «Verschwinden» übergeben wurden. Dieser Fall zeigt, dass staatliche Organe und organisierte Kriminalität oftmals nicht nur Hand in Hand arbeiten, sondern vielerorts verschmolzen sind. Straflosigkeit und Korruption regieren, weniger als zwei Prozent der Straftaten werden in Mexiko überhaupt verfolgt.

Guatemala ist das Land mit der größten indigenen Bevölkerung in der Region. Sie stellen die Mehrheit der etwa 70 Prozent der Bevölkerung, die nach UN-Angaben als arm gelten. Repression und soziale Ausgrenzung treffen vor allem sie.

Kuba steht vor der Herausforderung, ökonomische Reformen im Kontext des Rechtstrends in der Region umzusetzen, ohne die Errungenschaften des Sozialismus und des praktischen Humanismus, die Kuba auszeichnen, aufzugeben.

Die neoliberale Offensive der vergangenen Jahre hat die soziale Ungleichheit in Zentralamerika und Mexiko noch weiter verschärft, kulturelle wie soziale Errungenschaften und Arbeitsrechte werden schrittweise demontiert. Megaprojekte und der Raubbau an Bodenschätzen bedrohen die Lebensgrundlagen. Nicht zuletzt ist die Region Ausgangsort als auch Durchreiseland von Migrant*innen in Richtung Mexiko, den USA und Kanada. Zigtausende von ihnen sind auf ihrem Weg in den Norden verschwunden, die meisten vermutlich ermordet. Andere erleben Diskriminierung und Ausbeutung.

Trotz dieser Ausgangssituation regt sich vielfältiger und kreativer Widerstand. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt Organisationen der Zivilgesellschaft, die soziale und ökologische Alternativen suchen, bei ihrer Vernetzung und öffnet Räume für einen demokratischen Diskurs von Basisaktivist*innen und linken Akteur*innen.

Regionalbüro Mexiko-Stadt

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Büroleitung: Sandy El Berr

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