Vorstand / Verein

Gremien der Stiftung: Mitgliederversammlung, Vorstand, wissenschaftlicher Beirat, Rat der Landestiftungen, Satzung

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat die Form eines Vereins, dessen höchstes Organ die Mitgliederversammlung ist, welche auf der Grundlage der Vereinssatzung die Grundentscheidungen zur Arbeit der Stiftung trifft und den Vorstand wählt. Darüber hinaus ist in der Satzung die Einrichtung weiterer Gremien festgelegt, die die Arbeit der Stiftung unterstützen sollen. So besteht der Rat der Landesstiftungen (Länderrat) aus den im Stiftungsverbund zusammengeschlossenen und von der Stiftung anerkannten Landesstiftungen. Er trägt unter anderem dafür Sorge, dass die Bildungsarbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung im gesamten Bundesgebiet erfolgreich koordiniert werden kann. Mit dem wissenschaftlichen Beirat verfügt die Stiftung zudem über ein Beratungsgremium, das vor allem aus analytischer Perspektive zu einer qualitativen Weiterentwicklung der Stiftungsarbeit beiträgt.

Eine Reihe von Arbeitsgruppen und Gesprächskreisen fungieren zudem als themen- bzw. bereichsbezogene Fachbeiräte.

Mitgliederversammlung

Sie ist das oberste Organ des Vereins. Die RLS hat gegenwärtig 146 Mitglieder, darunter 131 individuelle und 15 institutionelle Mitglieder, sowie fünf weitere Ehrenmitglieder. Diese treten mindestens einmal im Jahr zu einer Mitgliederversammlung zusammen. Zu ihren zentralen Aufgaben gehört es, die inhaltlichen Schwerpunkte der Vereinstätigkeit festzulegen, den ehrenamtlichen Vorstand und die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates zu bestimmen sowie das Geschäftsführende Vorstandsmitglied zu wählen. Die Mitgliederversammlung nimmt außerdem die Berichte des Vorstandes entgegen und entscheidet über die Aufnahme neuer Mitglieder. Hier wird darauf geachtet, dass mindestens ebenso viele Frauen berücksichtigt werden wie Männer. Als passive Mitglieder gelten jene Mitglieder, die mittel- oder unmittelbar in einem festen Anstellungsverhältnis mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung stehen.

Die näheren Rechte und Pflichten der Mitgliederversammlung regelt die Vereinssatzung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. In der Mitgliederversammlung sind aktive und ehemalige Politikerinnen und Politiker der LINKEN, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Aktive aus den Landesstiftungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung und andere Persönlichkeiten einer breit verstandenen demokratisch-sozialistischen Grundströmung, die über die nahe stehende Partei hinausreicht, vertreten.

Liste der Mitglieder des Vereins

Vorstand

Von links nach rechts: Jan Korte MdB, Dr. Sabine Reiner (stellv. Vorsitzende), Sybille Stamm, Kerstin Kaiser (ausgeschieden), Dr. Dagmar Enkelmann (Vorsitzende), Heinz Hillebrand, Dr. Florian Weis (geschäftsführendes Vorstandsmitglied), Peeter Raane, Ulrike Detjen, Gabriele Gün Tank, Prof. Dr. Rainer Rilling, Prof. Dr. Dörte Putensen. Nicht abgebildet: Thomas Händel MdEP (stellv. Vorsitzender), Dr. Detlef Nakath, Dr. Barbara Höll

Der Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung wird von der Mitgliederversammlung für vier Jahre gewählt und besteht aus dem oder der Vorsitzenden, den beiden stellvertretenden Vorsitzenden, dem Geschäftsführenden Vorstandsmitglied und weiteren mindestens acht, höchstens jedoch zehn Mitgliedern. Gegenwärtig gehören dem Vorstand 14 Mitglieder, 7 Frauen und 7 Männer an, was der satzungsmäßigen Obergrenze entspricht. Er ist, bis auf das Geschäftsführende Vorstandsmitglied, ein ehrenamtliches Gremium.

Auch bei der Besetzung des Vorstandes wird auf eine ausgewogene Geschlechterverteilung geachtet. Vorrangige Aufgabe dieses Gremiums ist es, die Geschäfte des Vereins zu führen und die Grundlinien der Stiftungsarbeit zu benennen. In diesem Sinne entscheidet der Vorstand über die grundsätzliche Struktur der Stiftung und die Eckpunkte der Personal- und Finanzstruktur. Unter Berücksichtigung des Distanzgebotes dürfen Mitglieder von Vorständen politischer Parteien auf Bundes- oder Landesebene nicht gleichzeitig dem Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung angehören.

Vorstandsmitglieder:

  • Vorsitzende des Vorstandes:
    Dagmar Enkelmann, Brandenburg, Vorsitzende seit Dezember 2012, Mitglied des Vorstandes seit 2010
  • Stellvertretende Vorsitzende:
    Sabine Reiner, Brandenburg, stellv. Vorsitzende seit Dezember 2012, Vorstandsmitglied seit 2004
  • Stellvertreternder Vorsitzender:
    Thomas Händel, Bayern, MdEP, stellv. Vorsitzender seit Dezember 2007
  • Geschäftsführendes Vorstandsmitglied:
    Florian Weis, Berlin, geschäftsführendes Vorstandsmitglied seit Dezember 2008
  • Ulrike Detjen, Nordrhein-Westfalen, Sprecherin des Rates der Landesstiftungen, Vorstandsmitglied seit November 2013
  • Barbara Höll, Sachsen, Vorstandsmitglied seit November 2016
  • Dörte Putensen, Mecklenburg-Vorpommern, Vorstandsmitglied seit November 2014
  • Sybille Stamm, Baden-Württemberg, Vorstandsmitglied seit November 2013
  • Gün Tank, Berlin, Vorstandsmitglied seit November 2014
  • Heinz Hillebrand, Brandenburg, Vorstandsmitglied seit Dezember 2012
  • Jan Korte, MdB, Sachsen-Anhalt/Berlin, Vorstandsmitglied seit November 2014
  • Detlef Nakath, Brandenburg, Vorstandsmitglied seit November 2014
  • Peeter Raane, Nordrhein-Westfalen, Vorstandsmitglied seit Dezember 2008
  • Rainer Rilling, Hessen, Vorstandsmitglied seit November 2014

Wissenschaftlicher Beirat

Dieses ehrenamtliche Beratungsgremium der Rosa-Luxemburg-Stiftung wurde durch Beschluss der Mitgliederversammlung 2008 eingerichtet. Der wissenschaftliche Beirat besteht aus mindestens sechs und höchstens sechzehn Mitgliedern. Die Vereinsmitgliedschaft ist keine Bedingung für das Mitwirken im wissenschaftlichen Beirat. Analog zum Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung werden die Beiratsmitglieder für vier Jahre gewählt. Der wissenschaftliche Beirat unterstützt die Arbeit der Stiftung vor allem unter wissenschaftlich-strategischen Gesichtspunkten. Der bzw. die Vorsitzende wird von den Beiratsmitgliedern aus ihrer Mitte bestimmt.

Mitglieder:

Prof. Dr. Alex Demirović, Vorsitzender des wiss. Beirates, Senior Fellow am Institut für Gesellschaftsanalyse der Stiftung und arbeitet schwerpunktmäßig zu Fragen von Demokratie und Sozialismus.

Prof. Dr. Andreas Fisahn, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Umwelt- und Technikrecht, Rechtstheorie, Vertrauensdozent der RLS. 

Prof. Jörg Hafkemeyer, Dozent an der Universität der Künste und der Deutschen Journalistenschule in München, Mitglied der Deutschen Film- und Fernsehakademie

Dr. Stefanie Hürtgen, stellv. Vorsitzende des wiss. Beirates, Politologin und Arbeitssoziologin, Mitarbeiterin am Institut für Sozialforschung in Frankfurt a.M.

Prof. Dr. Michael R. Krätke, Professor für Politische Ökonomie an der Universität Lancaster/UK und Direktor des Institute for Advanced Studies, Mitherausgeber verschiedener Zeitschriften (u.a. SPW) und Buchreihen (Historical Materialism), Arbeitsschwerpunkte: Politische Ökonomie, Marxismus, Antikapitalismus.

Prof. Dr. Margit Mayer, Professorin für Politikwissenschaft am John F. Kennedy Institut der Freien Universität Berlin, Arbeitsschwerpunkte: Amerikanische und vergleichende Politik, Stadtpolitik, Soziale Bewegungen.

Prof. Dr. Wolfgang Methling, Professor für Tiergesundheitslehre an der Universität Rostock, Umweltminister in Mecklenburg-Vorpommern (1998-2006) und stellv. Ministerpräsident (2002-2006), zahlreiche Publikationen und Veranstaltungen mit der RLS.  

Prof. Dr. Steffi Richter, Professorin für Japanologie, Uni Leipzig. 

Prof. Dr. Birgit Sauer, Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Wien, Arbeitsschwerpunkte: Staats- und Demokratietheorie, Governance und Geschlecht, Vergleichende Geschlechterpolitikforschung, Multikulturalismus.

Prof. Dr. Wolfram Schaffar, Professor für Politikwissenschaft und Entwicklungsforschung am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien.

Sarah Schilliger, Ph.D., derzeit Co-Leitung des internationalen Forschungsprojektes „Migrant mobility,'illegality' and racialization in European agricultural labour”, 2016/17 Gastwissenschaftlerin am IMIS. 

Dr. Susanne Schultz, derzeit DFG-Projekt zur „Demografisierung des Politischen“, früher Mitarbeiterin der RLS in der Lateinamerika-Arbeit.

Dr. Thomas Seibert, Philosoph und Ethnologe, Mitarbeiter von „medico international“, Aktivist bei attac und bei der „Interventionistischen Linken“ (IL), Arbeitsschwerpunkt: Politische Philosophie (Marxismus, Existenzialismus, Dekonstruktion).

Dr. Axel Troost MdB, Volkswirtschaftler und Politiker. Ehrenamtlicher Geschäftsführer der „Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik“ (Memorandumgruppe) und Vorstandsmitglied des Instituts Solidarische Moderne. Mitglied des Bundesvorstandes DIE LINKE, Mitglied des deutschen Bundestages, finanzpolitischer Sprecher der Linksfraktion und Mitglied im Finanzausschuss.

Dr. Alexandra Wagner, Schwerpunkte Arbeitsmarkt- und Arbeitszeitpolitik, Geschäftsführerin der von ihr gegründeten FIA GmbH (Forschungsteam Internationaler Arbeitsmarkt), Gründungsmitglied der RLS. 

Prof. Dr. Markus Wissen, Professor für Gesellschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt sozial-ökologische Transformationsprozesse an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR). 

Rat der Landesstiftungen

Die 15 autonomen Landesstiftungen sind im Rat der Landesstiftungen zusammengeschlossen. Sie gestalten gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung die Bildungs- und Vernetzungsarbeit in allen Bundesländern.

Sprecherin des Rates der Landesstiftungen: Ulrike Detjen (Rosa-Luxemburg-Stiftung Nordrhein-Westfalen)

Stellvertreter: Dennis Jannack (Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt)

Auf Vorschlag des Rates der Landesstiftungen wurde Ulrike Detjen durch die Mitgliederversammlung der Rosa-Luxemburg-Stiftung 2016 zum Vorstandsmitglied gewählt. Dennis Jannack nimmt als stellvertretender Sprecher an den RLS-Vorstandssitzungen teil, wenn Ulrike Detjen verhindert ist.