Publikation Rassismus / Neonazismus - Partizipation / Bürgerrechte Racial Profiling

Erfahrungen - Wirkungen - Widerstand

Information

Erschienen

Juni 2019

Bestellhinweis

Bestellbar

Zugehörige Dateien

Racial Profiling findet sich in alltäglichen Überprüfungsroutinen von Polizei und Grenzschutz. Der Verdacht des Illegalen steht im Raum – sei es von unterstellten kriminellen Aktivitäten, von unrechtmäßiger Teilhabe am öffentlichen Raum oder auch einfach nur, weil die Alltagswahrnehmung rassistisch unterlegt ist und sortiert, wer* als fremd – als der eigenen Gesellschaft (nicht) zugehörig – wahrgenommen wird.

Die empirische Basis der vorliegenden Untersuchung bilden Interviews mit Menschen in der Schweiz, die von diskriminierenden Polizeikontrollen betroffenen sind. Gleichwohl analysieren sie Erfahrungen, die viele Menschen auch in Deutschland und anderen Ländern in ähnlicher Weise machen müssen. Die Autor*innen zeigen mit ihrer partizipativen Forschung auf, wie wissenschaftliche Analyse und politischer Aktivismus zusammenzuführen sind, und wie dies zu verändernden Praxen und zu Selbstermächtigung führen kann.

Inhalt

Einleitung
Diskriminierungserfahrungen zu Gehör bringen
Widerstand als Ausgangspunkt des Forschungsprojekts
Kollaborative Forschungsgruppe Racial Profiling in der Schweiz
Aufbau der Studie

Erfahrungen
Verschiedene Personengruppen im Fokus der Polizei
Rassifizierung: Hautfarbe als Stigma
Kriminalisierung: Wie Menschen unter Generalverdacht gestellt werden
Physische Gewalterfahrung
Intersektionales Zusammenwirken sozialer Ungleichheiten

Wirkungen
Unmittelbare Auswirkungen
Langfristige Folgen

Widerstand
Taktiken im Umgang mit rassistischen Polizeikontrollen
Wie wird Widerstand möglich?

Theorie und Methode
Forschungsvorgehen und theoretische Grundlagen
Methodik
Rassismustheoretische Bezüge
Was ist Racial Profiling?

Fazit
Erfahrungen mit Racial Profiling anerkennen: Rassismus als Problem wahrnehmen!
Racial Profiling wirkt nachhaltig und hat tiefgreifende Folgen
Rassismuserfahrung als Impuls für Widerstand
Den öffentlichen Raum zu einem sicheren und offenen Ort für alle machen!

Interviewpartner*innen