Publikation Geschichte - International / Transnational - Rosa Luxemburg - Revolutionen100 «Nachhall der Geschichte»

ROSALUX 1/2014 zum Thema: «Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg – um seine Deutung wird erbittert gerungen».

Information

Reihe

Journal «RosaLux»

Erschienen

März 2014

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Nur online verfügbar

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Im Fokus der aktuellen Ausgabe stehen ein katastrophaler Wendepunkt europäischer Geschichte - der Ausbruch des 1. Weltkriegs im Sommer 1914 - und die heutigen Kämpfe um die politische Deutungshoheit der Ereignisse vor 100 Jahren. Unter anderem geht es um neu entfachte Kriegsschuld-Diskussionen und die Aktualität der Analysen Rosa Luxemburgs. Zudem bietet das Heft einen Überblick über geschichtspolitische Angebote der Stiftung im In- und Ausland. Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Brasilien befasst sich das Journal darüber hinaus mit weltweiten sportlichen Großereignissen und deren Schattenseiten. Weiter im Heft: Ein Zwischenfazit des NSU-Verfahrens, eine politische Reisereportage aus Syrien sowie die Analyse von Rekommunalisierungen im Energiesektor.

Illustriert ist die Ausgabe mit Zeichnungen aus der Graphic Novel «Notre mere la guerre» (Mutter Krieg) der französischen Künstler Kris und Maël sowie mit Motiven aus einer Bilderserie des Fotografen Gustavo Germano zu verschwundenen Opfern der brasilianischen Militärdiktatur der Jahre 1964 bis 1985.

Inhalt:

Editorial

BLICKPUNKT
Sport-Großereignisse: Brasiliens Polizei rüstet zur WM auf
Rio 2016: Volkskomitees informieren über Rechtsbrüche
Olympia, WM, Commonwealth Games: Spektakel der Sponsoren
Spielstätten in Sotschi: Das Werk von MigrantInnen
Interview: Brigitte Wolf zum Münchner Olympia-«Nein»
Pro & Contra: Sport im TV – abschalten oder gucken?
Syrien: Kurdisches Gebiet zwischen Krieg und Embargo
Kommunales: Energieversorger in öffentlicher Hand
Interview: Michael Schäfer zu gescheiterten Gebietsreformen

THEMA «Nachhall der Geschichte»
Gedenkflut zum Ersten Weltkrieg folgt zweifelhaften Motiven
Gezielte Eskalation: Wer nach wie vor die Kriegsschuld trägt
Südosteuropa: Empörung über Versuche zur Revision
Sarajevo 2014: Wieder geht es um die Zukunft Europas
«Nieder mit den Waffen» – Geschichtspolitische Angebote
Enttäuschte Hoffnung: Rosa Luxemburgs Vorkriegsanalyse
Landraub und Freihandel sind auch heute miteinander verknüpft
Erstarkende Rechte: Vom Ersten Weltkrieg zum Faschismus

ANALYSE
Fehlende Aufklärung: Zwischenfazit zum NSU-Prozess
Interview: Sebastian Schneider über Initiative «NSU-Watch»
Deutschland versus EZB – Zank um die Eurorettung
Kommentar: Höhere Löhne statt Exportfixierung
Ohne Worte – welche Begriffe die Große Koalition nicht kennt
Beyond Aid: Echte Solidarität muss Wohltätigkeit ersetzen
Interview: Barbara Fried über «Sorgearbeit» und Vernetzung

INTERNATIONALES
Tiefe politische Krise in Kambodscha
Interview: Marielle Palau über Kämpfe gegen die Agroindustrie
Marsch durch die Wüste: Flüchtlingsproteste in Israel
Linke in Costa Rica: Raus aus der Marginalität

STUDIENWERK
Über den Gesprächskreis «Bildungspolitik»

LESENSWERT
Buch klärt über individualisierte Medizin auf

Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe:


Jan van Aken, Judith Dellheim, Dagmar Enkelmann, Vladimir Fomenko, Barbara Fried, Thomas Gebauer, Marcus Hawel, Anke Hoffstadt, Bernd Hüttner, Boris Kanzleiter, Stephan Kuhn,Torge Löding, Haggai Matar, Lucie Matting, Tadzio Müller, Salvador Oberhaus, Marielle Palau, Manuel Palz, Holger Politt, Christian Russau, Michael Schäfer, Katrin Schäfgen, Albert Scharenberg, Michael Schlecht, Sebastian Schneider, Igor Stiks, Peer Stolle, Uta Wagenmann, Florian Weis, Therese Wenzel, Brigitte Wolff und Wim Zimmer.

Veranstaltungstipp zu den Themenbildern:


«Tout le monde kaputt»
Der Erste Weltkrieg im Comic.

Hannover, 3. bis 31.5.2014.

In der Ausstellung wird anhand der Comicserie «Notre mere la guerre» (Mutter Krieg) von Kris und Maël die Grausamkeit des Ersten Weltkrieges in erschütternden Szenen von der West- und der Ostfront visualisiert. Eröffnung mit Historikerin Susanne Brandt (Universität Düsseldorf) am 3.5., 15 Uhr.