Dokumentation «Alles Faschismus oder was?»

Dreiteilige Vortrags- und Diskussionsreihe in Berlin vom 7. bis 21. Mai

Information

Zeit

07.05.2019 - 21.05.2019

Themenbereiche

Parteien- / Bewegungsgeschichte, Rassismus / Neonazismus, Autoritarismus

Von Rechtspopulismus bis (Proto-)Faschismus geistern eine Vielzahl von Begriffen durch die Debatten und Feuilletons, um den aktuellen gesellschaftlichen Rechtsruck nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa und weltweit, zu beschreiben.

Die Veranstaltungsreihe «Alles Faschismus oder was?» in Berlin möchte Klarheit schaffen. Verschiedene der strittigen Begriffe sollen diskutiert und Faschismuskonzepte auf ihre Anwendbarkeit auf heutige Phänomene abgeklopft werden.

Bonapartismus reloaded – Mit Marx den Aufstieg der Rechten beschreiben?

Von Ungarn über Italien bis Brasilien: Der Autoritarismus ist zurück.
Berlin, 7.5.2019

Weltweit stehen Presse-, Meinungsfreiheit und weitere Grundrechte zur Disposition. Auf der Suche nach Erklärung wird auch Bezug auf Marx und seinen Bonapartismuskonzept genommen. Wie viel Louis Napoleon Bonaparte in Donald Trump steckt und was uns Marx' Analyse heute noch zu bieten hat, diskutieren Ingar Solty, Referent für Friedens- und Sicherheitspolitik der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Gerd Wiegel, Fraktionsmitarbeiter zu Rechtsextremismus/Antifaschismus der Bundestagsfraktion der Partei DIE LINKE. Beide sind Autoren im Sammelband «Die neuen Bonapartisten. Mit Marx den Aufstieg von Trump & Co. verstehen».

Bonapartismus reloaded – Mit Marx den Aufstieg der Rechten beschreiben?

Mitwirkende

Ingar Solty,

Von Ungarn über Italien bis Brasilien: Der Autoritarismus ist zurück.

Alter Faschismus in neuen Schläuchen?

Gibt es einen ideologischen Kern von Mussolini über die AfD bis zu Bolsonaro?
Berlin, 14.5.2019

Die so genannte Neue Rechte reklamiert für sich einen Bruch mit dem historischen Faschismus. Doch gibt es einen ideologischen Kern von Mussolinis italienischen Schwarzhemden über die AfD und Identitäre Bewegung bis hin zu Salvini, Duterte und Bolsonaro? Sind die klassischen Faschismustheorien tauglich, um die heutigen «Faschismen» zu beschreiben, nützen sie in der gegenwärtigen Diskussion und wenn ja, was?

Mit dem Faschismusforscher und emeritierten Geschichtsprofessor Roger Griffin aus Oxford und dem besten Kenner der europäischen Neuen Rechten, Volkmar Wölk, diskutieren zwei ausgewiesene Schwergewichte diese für einen linken Diskurs so brennende Frage.

Alter Faschismus in neuen Schläuchen?

Gibt es einen ideologischen Kern von Mussolini über die AfD bis zu Bolsonaro?

Europa und die Rechte – Gefahren und wie alles besser werden könnte

Welche Auswirkungen hat der zu erwartende Rechtsruck bei den EU-Wahlen und welche linken Gegenstrategien sollen daraus folgen?
Berlin, 21.05.2019

Seit Jahren sind rechte Parteien auf dem Vormarsch in Europa. Sie stellen Regierungen, sind an Regierungen beteiligt, übernehmen zentrale Posten und bilden auch auf europäischer Ebene eigene Netzwerke, im Europäischen Parlament Fraktionen. Ein wesentlicher Punkt ihrer Agenda ist nicht nur EU-Kritik, sondern oft sogar die Abschaffung der EU. Mit dem zentralen Widerspruch, dass sie sich in ein Parlament wählen lassen, das sie am liebsten abschaffen würden, gehen sie entspannt und kreativ um.

Welche Europastrategien in diesen (völkisch-)nationalistischen Parteien und Bewegungen vorherrschen, welche Auswirkungen der am 26. Mai zu erwartende Rechtsruck auf Parlament und EU haben könnte und welche linken Gegenstrategien daraus folgen, darüber sprechen Jan Rettig, Politikwissenschaftler an der Uni Bremen, und die Autorin und Politikwissenschaftlerin Carina Book.

Europa und die Rechte – Gefahren und wie alles besser werden könnte

Mitwirkende

Jan Rettig,

Welche Auswirkungen hat der zu erwartende Rechtsruck bei den EU-Wahlen und welche linken Gegenstrategien sollen daraus folgen?