Dokumentation Rojava/ Nord- und Ostsyrien: Existenz unter Beschuss

Diskussion zum Angriff auf die Autonome Verwaltung in Nord- und Ostsyrien im Oktober 2019

Information

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit

17.10.2019

Veranstalter

Charlotte Tinawi,

Themenbereiche

Krieg / Frieden, Westasien, Konfliktursachen, Konfliktanalyse, Naher Osten

Charlotte Tinawi, Sozdar Sevim, Mariana Karkoutly, Kristin Helberg und Anita Starosta
 

Der Abzug der US-Truppen und die unmittelbar danach begonnene türkische Militäroperation «Friedensquelle» gegen die mehrheitlich kurdische Region Rojava im Norden Syriens kamen mit Ansage. Die Angriffe lassen nicht nur hiesige Linke fassungslos zurück, sondern sind selbst in Washington, dem ehemaligen Bündnispartner der Kurd*innen in Nordsyrien, hoch umstritten.

Die Bundesregierung und EU schauen bislang zu, wie die lokale Zivilbevölkerung und Selbstverwaltung der Partei der Demokratischen Union (PYD) auf sich selbst gestellt und den Vernichtungsgebaren des NATO-Partners Türkei ausgeliefert sind. Präsident Erdoğan präsentierte bereits seine Pläne für die «Sicherheitszone» in Nordsyrien womit klar ist, dass es nicht bei Luftangriffen und einem Einmarsch bleiben wird, sondern ethnische Vertreibungen und Umsiedlungen folgen werden.

Was bedeuten die Entwicklungen für die Zukunft der autonomen Selbstverwaltung in Rojava? Was passiert, wenn als vermeintliche Bündnispartner für die syrischen Kurd*innen nur noch Assad und Putin in Frage kommen? Wie sind die Strategien Erdoğan und Trumps einzuschätzen? Wie kann es sein, dass die Türkei, die ihren eigenen Anteil am Erstarken des IS hat, nun für die Strafverfolgung der sich in kurdischer Haft befindenden (internationalen) IS-Straftäter zuständig gemacht wird?

Um die aktuellen Dynamiken und Kräfteverhältnisse zu verstehen, habe wir diskutiert mit:

  • Sozdar Sevim (Dest-Dan - kurdischer FrauenRat Berlin)
  • Mariana Karkoutly (Adopt a Revolution)
  • Kristin Helberg (freie Journalistin und Autorin)
  • Anita Starosta (medico international), angefragt
  • Moderation: Charlotte Tinawi (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Rojava/ Nord- und Ostsyrien: Existenz unter Beschuss

Zum Angriff auf die Autonome Verwaltung in Nord- und Ostsyrien im Oktober 2019