22. Juni 2017 Diskussion/Vortrag Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation einer emanzipatorischen Bildung

Der Umgang mit «fake news« und »alternative facts»

Information

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Salon
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit

22.06.2017, 18:30 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Kommunikation / Öffentlichkeit

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Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation einer emanzipatorischen Bildung

Die Gesellschaft ist unübersichtlich geworden und scheint aus den Fugen geraten zu sein. Das Misstrauen gegenüber den Medien ist gewachsen. Immer mehr Menschen sehen sich veranlasst, den offiziellen Medien und ihren Nachrichten und Analysen nicht mehr zu glauben. Im rechtspopulistischen Lager kursiert inzwischen der Begriff der «Lügenpresse». Die Verunsicherung im Internet und den sozialen Netzwerken ist mittlerweile auch groß. Man weiß kaum, wer da im Netz mit welchen Absichten spricht, noch, ob die gestreuten Informationen wahr sind. Alles wird tausendfach kopiert und weitergeleitet, ohne dass die Quelle immer klar ist. Weltanschauung und Befindlichkeiten ersetzen nur zu oft Wahrheiten. «Fake news» und «alternative facts» sind Stichworte.

Welche Mittel hat eine emanzipatorische Bildung zur Hand, sich diesen Herausforderungen zu stellen? Was bedeutet in diesem Sinne Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation emanzipatorischer Bildung? Diesen Fragen wollen wir uns gemeinsam mit Viviana Uriona im neuen Format des Bildungssalons der Rosa-Luxemburg-Stiftung widmen.

«Die Wahrheit? Sie bleibt weiterhin wahr, philosophisch gesehen, und der Irrtum bleibt Irrtum, philosophisch gesehen, aber das hat kaum noch eine Bedeutung. Die politische Macht hat heute weder Bedarf an Wahrheit noch an Lüge: sie braucht nur noch Wörter und Geheimnisse. Die Presse als letztes Mittel und höchste Macht? Dass wir nicht lachen…»
(Henri Lefebvre/ Catherine Regulier, 1979)

Viviana Uriona ist Politologin, Medienaktivistin und Filmemacherin. Sie hat zu sozialen Bewegungen und freien Radios in Lateinamerika promoviert und ist in Deutschland wie auch in transnationalen Projekten engagiert.

Die nächsten Termine im Salon * Bildung:
14.09.2017:  Sozialistische Pädagogikkonzepte
Bildung und Solidarität in kollektiven Lernprozessen
Buchpräsentation mit Robert Pfützner

14. 12.2017:
Berlin rebel high school
Ein von seinen Schüler_innen selbst-verwaltetes Gymnasium
Filmvorführung und Diskussion mit Alexander Kleider

Standort

Kontakt

Dr. Marcus Hawel

Referent Bildungspolitik/Förderprogramm, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: (030) 44310-457