17. November 2018 Tagung/Konferenz Neutralität – Macht – Religiöse Vielfalt?

2. Religionspolitisches Kolloquium

Information

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Salon
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit

17.11.2018, 10:00 - 18:00 Uhr

Themenbereiche

Gesellschaftstheorie, Partizipation / Bürgerrechte, Kirchentag/Reformation

Zugeordnete Dateien

Neutralität – Macht – Religiöse Vielfalt?

Eine offene, selbstbestimmte Gesellschaft in Frieden, sozial und demokratisch gestaltet, ist Ziel linker Politik. Dazu gehört auch religiöse und weltanschauliche Pluralität, die uns bereichern kann, aber derzeit in Frage gestellt wird. Gleichzeitig muss Pluralität immer wieder neu hergestellt oder verteidigt werden auf der Grundlage von Religionsfreiheit als Menschenrecht. Doch inzwischen wird selbst der Universalismus der Menschenrechte als neoliberales Projekt der sozialen Frage gegenüber gestellt. Entwickeln sich hier neue gesellschaftliche Bruchlinien und welche Rolle spielen dabei die Religionen? Was heißt das für den Umgang mit weltanschaulicher und religiöser Diversität? Aufgabe des Staates ist es, Weltanschauungs- und Religionsfreiheit zu gewährleisten. Dafür ist die religiöse und weltanschauliche Neutralität des Staates eine Voraussetzung. Was mit Neutralität aber genau gemeint ist, ist umstritten.

Im Kolloquium wird diskutiert, ob die großen moralischen und politischen Konfliktlinien in der Gesellschaft überhaupt zwischen religiösen und säkularen Vorstellungen verlaufen oder ob die Konflikte zwischen universalistischen, für alle Menschen geltenden Vorstellungen und partikularistischen, jeweils für eine bestimmte Gruppe von Menschen geltenden Vorstellungen, die zwangsläufig zum Ausschluss aller anderen führen? Was bedeutet die Neutralität des Staates. Können mit Neutralitätskonzepten einige aus- oder alle eingeschlossen oder Privilegien für die Mehr- oder Minderheit vergeben werden? Was aber bedeutet das alles konkret?

Es diskutieren

10:00–13:00 UHR
BRÜCHE IN DER GESELLSCHAFT: RELIGIÖS ODER ARELIGIÖS? UNIVERSALISMUS ODER PARTIKULARISMUS?

BEGRÜSSUNG

  • Cornelia Hildebrandt (stellv. Direktorin des Instituts für Gesellschaftsanalyse der RLS)
  • Petra Pau (Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages)

HAUPTVORTRAG

KOMMENTARE ZUM HAUPTVORTRAG

  • Michael Bauer (Vorstand Humanistischer Verband Bayern), Kommentar aus Perspektive bekennender Atheisten
  • Christine Buchholz (religionspolitische Sprecherin der LINKEN), Kommentar aus Perspektive, DIE LINKE
  • Prof. Franz Segbers. Kommentar aus christlich-theologischer Perspektive

DEBATTE MIT PLENUM

14:00 UHR
NEUTRALITÄT IN ÖFFENTLICHEN RÄUMEN: SCHLIESST SIE EIN ODER GRENZT SIE AUS?

EINFÜHRUNGSINPUT

  • Christine Buchholz (MdB, religionspolitische Sprecherin in der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag)

PODIUMSGESPRÄCH

  • Zeynep Cetin (Juristin und Projektleiterin des Netzwerkes gegen Diskriminierung und Islamfeindlichkeit, Inssan e. V.)
  • Michaela Ghazi (GEW Berlin)
  • Dr. Ralf Schöppner (Geschäftsführender Direktor der Humanistischen Akademien Deutschland)
  • Sebastian Schlüsselburg (rechtspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Abgeordnetenhaus Berlin)
  • Prof. Joachim Valentin (Vorsitzender des Frankfurter Rates der Religionen, Frankfurt/Main)

DEBATTE MIT PLENUM

PAUSE

16:30 UHR / ABSCHLUSSPODIUM
PLURALITÄT IMMER WIEDER HERSTELLEN

  • Dr. Meron Mendel (Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt/Main)
  • Christiane Schneider (religionspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. in der Hamburger Bürgerschaft)
  • Said Barkan (Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Hessen)

DEBATTE MIT PLENUM

Ca. 18:00 UHR Ausklang mit Getränken

 

Presseecho

Im Kulturradio gab es Ende September einen kurzen Beitrag zum Thema: Atheismus als Chance. Die Linke entdeckt die Religion

Standort

Kontakt

Cornelia Hildebrandt

Referentin Parteienforschung, Stellv. Direktorin, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: (030) 44310-167