30. Oktober 2018 Diskussion/Vortrag Trump vs. XI

Die amerikanische Weltmacht und ihr chinesischer Widerpart

Information

Veranstaltungsort

RLS Versammlungsraum
2. Etage, nicht barrierefrei
Futterstraße 17-19
66111 Saarbrücken

Zeit

30.10.2018, 18:00 - 20:00 Uhr

Themenbereiche

Nordamerika, 1 Jahr Trump

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Mit „America first!“ hat US-Präsident Trump die ganze Welt im Visier. Es gibt da aber nicht bloß die quantitativen Unterschiede in der Betroffenheit der USA durch die Politik anderer Staaten, die der Präsident mit Vorliebe an den Zahlen der für Amerika negativen bilateralen Handelsbilanz festmacht. Es ist vor allem – eigentlich fast nur – ein Rivale, mit dem „America first!“ sich definitiv nicht  erträgt: die VR China.

Der Vortag klärt in drei Teilen darüber auf, warum das so ist:
I. Wie Trump China sieht: betrügt im Handel, klaut geistiges Eigentum, rüstet mit ergaunertem Geld sein Militär auf und bedroht die Sicherheit der USA
II. Auf welche Konkurrenzlage sich Trump damit bezieht: China ist zu einem imperialistischen Rivalen aufgestiegen, der Gleichrangigkeit beansprucht
III. Die imperialistische Bedeutung von Trumps China-Kritik

These:
Mit seiner China-Politik vollstreckt Trump an dem großen, dem ernsthaften Rivalen amerikanischer Weltherrschaft die Kündigung des bislang garantierten imperialistischen Systems. Aber nicht nur das. Er eröffnet gegen diesen auf Gleichrangigkeit zustrebenden Gegner, exemplarisch und mit durchschlagender praktischer Wirkung, eine Politik der direkten Konfrontation, des Entweder-Oder, des „Uns alles – denen nichts, was wir ihnen nicht berechnend konzedieren“. Damit macht Trump an China den Übergang zu einem Imperialismus der ausschließenden Art: der explizit, bilateral, konfrontativ geltend gemachten Unvereinbarkeit amerikanischer Zugriffsmacht auf den Globus mit einem zweiten weltpolitischen Subjekt, das eigenmächtig und vom Standpunkt eigenen Rechts seine Interessen, sein Eigenleben wie sein Ausgreifen auf die übrige Staatenwelt, am härtesten: sein Verhältnis zu den USA definiert, gestaltet und auch tatsächlich zu gestalten vermag. Dies ist die Substanz des Trumpschen Revisionismus: der ultimative Unvereinbarkeitsbeschluss, die Koexistenz zweier wirklich souveräner imperialistischer Deal-Maker betreffend.

mit Prof. Dr. Egbert Dozekal, Gegenstandpunkt Redakteur, Frankfurt/M.

In Kooperation mit dem Lesekreis Wirtschaft und Politik (Lesekreis.Politik@gmail.com)

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