4. Oktober 2018 Diskussion/Vortrag Antisemitismus – Kampfmittel gegen die Novemberrevolution – Zur Geschichte des 9. November

Information

Veranstaltungsort

Neustadt a. Rbge. / Veranstaktungszentrum Leinepark Suttorfer Str. 8 (Raum 17)
31535 Neustadt a. Rbge.

Zeit

04.10.2018, 19:30 - 21:30 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Revolutionen100

Zugeordnete Dateien

Zwei runde Jahrestage überschneiden sich am 9. November 2018: Vor 80 Jahren organisierten die NS-Machthaber ein Pogrom gegen die deutschen Juden und vor 100 Jahren fand die Novemberrevolution statt, Voraussetzung für die Beendigung des Ersten Weltkrieges und die Gründung der Wimarer Republik. Was haben beide Ereignisse miteinander zu tun?
Die Arbeiterbewegung – insbesondere die Rätebewegung – hatte zwischen 1918 und 1920 eine entscheidende Niederlage erlitten: Rechte Militärs und Freikorps hatten unter Anwendung exzessiver Gewalt die Bewegung niedergeschlagen. Insgesamt fielen 4 500 bis 5000 Menschen der rechten Soldateska zum Opfer, darunter Führungspersönlichkeiten wie Rosa Luxemburg und Karl  Liebknecht.
Wichtiges Mittel der Rechten zur Bekämpfung der Arbeiterbewegung war ein Antisemitismus, der auf die Vernichtung des vermeintlich "jüdisch-bolschewistischen" Gegners abzielte. In den konterrevolutionären rechten Freikorps kämpften viele der späteren NS-Massenmörder. Bereits 1920 putschten die Rechten gegen die Weimarer Republik und scheiterten am Arbeiterwiderstand. Am 9.November 1923 putschte die NSDAP erneut. Der Termin war bewusst gewählt, weil die Nazis die Folgen der Novemberrevolution – die Republik – beseitigen wollten. Doch auch der Hitlerputsch scheiterte. Die Nazis machten dieses Datum zum Gedenktag für
die "Gefallenen" ihrer Partei und pflegten einen hasserfüllten, aus den Freikorps stammenden und auf Vernichtung zielenden konterrevolutionären Antisemitismus

Veranstalter*innen: Arbeitskreis Regionalgeschichte und Bildungswerk ver.di
In Kooperation mit HVHS Springe, Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Niedersachsen, ver.di GPB, IGMetall Hannover, ver.di Region Hannover - Heide - Weser, DGB Hannover, pbd, Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung und Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen.


Die Einzelnen Veranstaltungen:

4.10. | 19.30 Uhr
Antisemitismus – Kampfmittel gegen die Novemberrevolution – Zur Geschichte des 9. November
Vortrag, VHS Hannover-Land, Neustadt a. Rbge.


5.10.– 26.10.
1918: Novemberrevolution in Hannover!?
Ausstellung, VHS Hannover


9.10. | 18 Uhr
Die hannoversche Arbeiterbewegung im Weltkrieg 1914 –1918
Vortrag, VHS Hannover


13.10. | 10 Uhr
Alles auf Anfang?! – 100 Jahre Novemberrevolution 1918
Symposium, Heimvolkshochschule Springe


16.10. | 18 Uhr
SPD und Gewerkschaften als Ordnungsmacht
Vortrag, VHS Hannover


18.10.– 20.12.
"Wir gehen schweren Tagen entgegen" – Die Novemberrevolution
Ausstellung, Veranstaltungszentrum Rotation


18.10. | 19 Uhr
"Wir gehen schweren Tagen entgegen"
Konzertlesung und Vernissage, Veranstaltungszentrum Rotation


22.10.– 26.10.
Aus der Geschichte lernen – Novemberrevolution und ihre Folgen
Bildungsurlaub, Veranstaltungszentrum Rotation


23.10. | 18 Uhr
Politisches Versagen und Zusammenbruch (1930 –1933)
Vortrag, VHS Hannover


6.11. | 19 Uhr November
1918 – Der verpasste Frühling des 20. Jahrhunderts
Lesung mit Diskussion, Veranstaltungszentrum Rotation


8.11. | 17.30 Uhr
1918 – Aufstand der Matrosen
Film, Apollokino


13.11. | 19 Uhr
Von der Revolution zum Betriebsrat
Vortrag, IG Metall Hannover


16.11. | 16 Uhr
Gedenken an Oskar Lünsmann
Gedenkveranstaltung, Waterloosäule

 

Hier geht es zur Übersichtsveranstaltung dieser Reihe: http://nds.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/FRWWX/alle-macht-den-raeten-die-novemberrevolution-und-ihre-folgen/