8. April 2019 Lesung/Gespräch Warum sterben die Dichter? Warum sterben die Tyrannen?

Lesung von Lina Atfah in der Ausstellung «Alltag im Krieg» von Hosam Katan

Information

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Foyer FMP1 (ND-Shop)
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit

08.04.2019, 18:00 - 20:00 Uhr

Themenbereiche

Krieg / Frieden, Kunst / Performance, Arabischer Naher Osten / Türkei, Naher Osten

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Warum sterben die Dichter? Warum sterben die Tyrannen?

Gotteslästerung und Staatsbeleidigung. Die 1989 im syrischen Salamiyah geborene Dichterin Lina Atfah war 17, als sie dessen beschuldigt wurde. Es folgte ein Veröffentlichkeitsverbot, immer wurde sie zu Verhören vorgeladen, ihre Familie drangsaliert. 2013 musste ihr Mann Syrien verlassen, erst ein Jahr später gelang ihr die Ausreise. Ihre lyrische Sprache fand sie erst 2015 wieder, und die ist es wert, gehört zu werden. Der langen arabischen Dichtertraditon verbunden, erzählen ihre Verse von weiblichem Selbstbewusstsein, von Diktatur und Krieg, von Trauer und der Sehnsucht nach Freiheit.

Unser Blut ist eine Maßeinheit
in der die Texte niedersinken und das Eisen schwebt
Ist Poesie eine Tochter des einfachen Redens?
Oder ist sie, was die Wörter der Opfer über den Tod erhebt
und weiter als ein sich verlierender Traum?
In einer Zeile nach der anderen
suchte ich nach dem Gedicht
vom Anfang unserer Träume bis zum Ende des Zitats


Rezitation (in arabischer Sprache) und Gespräch mit Lina Atfah
Deutscher Text und Moderation: Mario Pschera

Eine Kooperationsveranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Tageszeitung neues deutschland anlässlich der Ausstellung «Alltag im Krieg» mit Fotografien von Hosam Katan.

Standort

Kontakt

Ulrike Lauerhaß

Projektmanagerin positiver Frieden, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 419