8. April 2019 Buchvorstellung Ein Leben in Manneszucht

Von Kolonien und Novemberrevolution - "Städtebezwinger" Georg Maercker

Information

Veranstaltungsort

Fabrique im Gängeviertel - Seminarraum 4. OG
Valentinskamp 34a
20355 Hamburg

Zeit

08.04.2019, 19:30 - 21:30 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Parteien- / Bewegungsgeschichte, Revolutionen100

Zugeordnete Dateien

Ein Leben in Manneszucht

Im November 1918 hat die Monarchie im Deutschen Reich abgewirtschaftet. Es folgen die Errichtung einer parlamentarischen Demokratie und weitere Reformen wie das Frauenwahlrecht und der Acht-Stunden-Tag. Dennoch bleiben zwei zentrale Forderungen nach einer grundlegenden Veränderung der Gesellschaftsstruktur unerfüllt: Sozialisierung und Entmilitarisierung. Im Laufe des Jahres 1919 kommt es daher zu einer „zweiten Revolution“, getragen von Arbeiter- und Soldatenräten. Zu deren Niederschlagung entsendet die Reichsregierung mangels funktionierender Heeresstrukturen Freikorpsverbände. Eines davon ist das „Freiwillige Landesjägerkorps“ des Generalmajors Georg Maercker. Maercker hatte sich seine militärischen Sporen in den deutschen Kolonialgebieten im Kampf gegen die einheimische Bevölkerung „verdient“, unter anderem im Herero-Nama-Krieg. Damit war er nicht der einzige Freikorpsführer.
In der Veranstaltung geht es weniger um die Novemberrevolution 1918 im engeren Sinne, die anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums in letzter Zeit größeres Interesse fand. Thematische Schwerpunkte sind vielmehr deutsche Kolonialgeschichte, Freikorpsbewegung und damit verbundene Entstehungsbedingungen des Nationalsozialismus.

Claus Kristen (Autor) und Silvia Saß stellen  das gleichnamige im Schmetterling Verlag erschienene Buch vor.

Bei dem Foto handelt es sich um ein Propagandagemälde von Richard Knötel das den Kampf deutscher Truppen gegen die Herero glorifizieren soll.  

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Standort