1. Dezember 2017 Diskussion/Vortrag Überlebens(un)möglichkeiten von Geflüchteten in Bulgarien

Information

Veranstaltungsort

Saal der Martin Bonhoeffer-Häuser
Lorettoplatz 30
72072 Tübingen

Zeit

01.12.2017, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

International / Transnational

Zugeordnete Dateien

Vortrag/Diskussion mit Mathias Fiedler (Migrationsforscher, bordermonitoring.eu e.V.)

«Ich bin vier Monate lang schikaniert und geschlagen worden»  (Asef H. über seine Zeit in Bulgarien)
Oftmals stellen deutsche Behörden Bulgarien, das statistisch ärmste Land der EU, als völlig unproblematisch für Geflüchtete dar. Der Vortrag des Migrationsforschers Mathias Fiedler stellt dies in Frage. Er berichtet über die aktuelle Situation an den bulgarischen EU-Außengrenzen, über die offenen und geschlossenen Flüchtlingslager und Abschiebehaftzentren innerhalb Bulgariens und zur Situation anerkannter Geflüchteter im Land. Die Informationen kommen dabei nicht aus dritter Hand, denn Fiedler hält sich für seine Recherchen regelmäßig in Bulgarien auf.

In Tübingen befindet sich der junge afghanische Flüchtling Asef H., der von der Abschiebung im Rahmen der Dublin-Verordnung nach Bulgarien akut bedroht ist. In Bulgarien erwartet ihn kein faires Asylverfahren, sondern ein Abschiebegefängnis, alltägliche Schläge und die Weiterschiebung ins Kriegsland Afghanistan, wie auch der aktuelle Fall von Hasmatullah F. zeigt. In Bulgarien existieren «systemische Mängel» im Asylverfahren. Dies wurde von zahlreichen deutschen Gerichten, die Abschiebungen nach Bulgarien stoppten, bestätigt.

Es laden ein: Bündnis Bleiberecht Tübingen – bleiberecht.mtmedia.org
move on – menschen.rechte Tübingen e.V. - www.menschen-rechte-tue.org
Mit Unterstützung der: Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

 


 

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