22. Mai 2019 Diskussion/Vortrag Frauenrevolution in Nordsyrien / Rojava

Erfahrungsbericht der feministischen Kampagne "gemeinsam kämpfen"

Information

Veranstaltungsort

Alhambra
Hermannstr. 81
26135 Oldenburg

Zeit

22.05.2019, 19:30 - 21:30 Uhr

Themenbereiche

Geschlechterverhältnisse, Sozialökologischer Umbau, Arabischer Naher Osten / Türkei

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Die Revolution in Nordsyrien/Rojava ist eine Revolution der Frauen. In verschiedenen Bereichen des Lebens organisieren Frauen sich autonom. Sie sind Teil und treibender Faktor beim Aufbau einer selbstorganisierten Gesellschaft in Nord-syrien. Eine feministische Delegation der Kampagne „gemeinsam kämpfen“ ist kürzlich in der Region gewesen.

Referent*innen der Delegation erzählen von ihren Erfahrungen und der Bedeutung der Frauenrevolution als reale Alternative zum kapitalistischen Patriarchat.
 
Die kurdische Bewegung hat in den letzten knapp 20 Jahren eine beein-druckende Entwicklung gemacht.
Ursprünglich patriarchal geprägt und eindeutig real-sozialistisch orientiert, wurde auf der Grundlage der Ideen von Abdullah Öcalan und beeinflusst durch die Ideen von Murray Bockchin, einem libertären Sozialisten, das Projekt des Demokratischen Konföderalismus entwickelt.  Demokratischer Konföderalismus bedeutet die Überwindung nationalstaatlichen Denkens, die Gleichberechtigung von Ethnien, Religionen und Geschlechtern, eine demokratische Selbstverwaltung in Rätestrukturen, Ökologie und die besondere Rolle der Frauen bei der Befreiung. Alle gesellschaftlichen Gremien werden gleichberechtigt von einer Frau und einem Mann vertreten.
Die Frauen haben parallel zu allen Strukturen eigenständige Strukturen.

Seit Ende 2013 ergab sich durch die Schwäche des Assad-Regimes im syrischen Bürgerkrieg die Möglichkeit, diese Ideen in den kurdisch beeinflussten Gebieten im Norden Syriens in Praxis umzusetzen und die Demokratische Konföderation Nordsyrien (heute: Selbstverwaltung Nord- und Ostsyrien) auszurufen.
Lokal gab es solche Versuche auch in den kurdischen Gebieten der Türkei. Dort wird aber seit 2015 vom türki¬chen Staat versucht, diese in einer blutigen Offensive gegen die kurdische Zivilbevölkerung, verbunden mit der Zerstörung ganzer Städte, brutal niederzuschlagen.

Eine Veranstaltung der Kurdistan-Solidarität in Oldenburg in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen, gefördert durch das Autonome Feministische Referat Oldenburg.

 

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen

Telefon: (0511) 2790934