5. März 2020 Tagung/Konferenz 150 Jahre Rosa Luxemburg: Neue Perspektiven auf Leben, Werk und Nachwirken

Internationale Konferenz

Information

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit

05.03.2020, 10:30 - 06.03.2020, 17:00 Uhr

Themenbereiche

Rosa Luxemburg

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150 Jahre Rosa Luxemburg: Neue Perspektiven auf Leben, Werk und Nachwirken

Anlässlich des 149. Geburtstages von Rosa Luxemburg veranstaltet das Historische Zentrum der Rosa-Luxemburg-Stiftung, gemeinsam mit Prof. Dr. Frank Jacob (Nord Universität Bodø), am 5.-6. März 2020 in Berlin eine internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz.

Auf dieser Konferenz wollen wir gemeinsam den Stand der neueren Forschungsarbeiten zu Rosa Luxemburg diskutieren. Der Anlass hierfür ist offenkundig: Zwei große Jubiläen von Rosa Luxemburg, ihr 100. Todestag (2019) und ihr 150. Geburtstag (2021), fallen mit einem Umbruch in der Erforschung des Lebens und Werkes der großen jüdischen Polin zusammen. Denn die Gründergeneration der Rosa-Luxemburg-Forschung, auf deren Schultern wir alle stehen, ist mit Annelies Laschitza (1934-2018) endgültig abgetreten. Daher hat sich in der wissenschaftlichen Forschung eine Lücke aufgetan, für deren Überbrückung sich das Historische Zentrum der Rosa-Luxemburg-Stiftung selbst in die Pflicht nimmt.

Grundlage für die Auswahl der Präsentationen war ein Call for Papers, auf den sich im Sommer 2019 fast 50 Interessierte meldeten. Schließlich wurden durch eine Jury 20 Beiträge, vornehmlich von jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus zehn Ländern, ausgewählt.

Wir laden alle Interessierten ein, an der internationalen Konferenz teilzunehmen und mit uns gemeinsam zu diskutieren. Die Teilnahme ist, wie immer, kostenfrei.
Um Anmeldung wird gebeten.


5. März 2020

10:30-11:00: Begrüßung

Sektion I: Leben
11:00-12:30: Panel 1: Leben und Wirken Rosa Luxemburgs
• Rosa Luxemburg and her comrade-sisters – Dana Mills (Oxford) 
• Die Rednerin Rosa Luxemburg – Dietmar Till (Tübingen) 
• Go for Freedom: Rosa Luxemburg in WWI – Xiaohong Zhang (Shanghai)
• Moderation: Stefanie Ehmsen (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

12:30-13:30 Mittagspause

13:30-15:00: Panel 2: Die Wahrnehmung Rosa Luxemburgs
• Rosa Luxemburg in Dresden: Zwischen Anerkennung, Revisionismus und Antisemitismus – Sven Brajer (Dresden)
• Die Darstellung Rosa Luxemburgs in der biographischen und literarischen Prosa – Julia Killet (München)
• Arbeiterin, Intellektuelle, Märtyrerin: Charakterisierung Rosa Luxemburgs durchs Film-Szenenbild – Kathrin Nachtigall (Berlin)
• Moderation: Marion Schütrumpf-Kunze (Historisches Zentrum der Rosa-Luxemburg-Stiftung)

15:00-15:30: Kaffeepause

Sektion II: Werke
16:00-17:30: Panel 3: Deutungsversuche
• War Rosa Luxemburg «dem deutschen Denken verhaftet», als sie ihre These vom «künstlichen» Lodz formulierte? – Soonim Shin (Wien)
• Rosa Luxemburgs Artikel «Eine taktische Frage» von 1899 und seine Auswirkungen auf die Debatten der KI um das Konzept der Arbeiterregierung 1921/22 – Gerrit Brüning (Bremen)
• Rosa Luxemburgs Antimilitarismus als Fundament einer Politik gegen die Präsenz der Bundeswehr an Schulen – Johanna Panagiotou (München)
• Moderation: Marcel Bois (Gesprächskreis Geschichte der Rosa-Luxemburg-Stiftung)

6. März 2020

9:30-11:00: Panel 4: Luxemburgs Theorien
• Rosa Luxemburgs Theorie der Akkumulation und die SPD – Rosa Rosa Gomes (Sao Paulo)
• Rosa Luxemburg über die Gewerkschaften – und jene über sie – Malte Meyer (Köln)
• «Worldrevolution» and its Requirements: Rosa Luxemburg, the national right to self-determination, autonomy, and non-capitalist zones – Hedwig Lieback (Leipzig)
• Moderation: Riccardo Altieri (Universität Potsdam)

11:00-11:30: Kaffeepause

Sektion III: Nachwirken
11:30-13:00: Panel 5: Rosa 2.0
• Rosa for Future! Nachdenken über den Klimawandel und die Umweltbewegung mit Rosa Luxemburg – Vincent Streichhahn (Halle)
• Rosa Luxemburg als Pädagogin? Interpretationen und Anschlüsse in der aktuellen Erziehungswissenschaft – Sebastian Engelmann (Tübingen)
• Political Action, Revolutionary Parties, and the Transition to a Worker’s Republic – Camila Vergara (New York)
• Moderation: Anika Taschke (Historisches Zentrum der Rosa-Luxemburg-Stiftung)

13:00-14:00: Mittagspause

14:00-16:30: Panel 6: Rosa Luxemburg und der Globale Süden
• Rosa Luxemburg from the Global South: Critical Marxism and Popular Struggles in the 21st Century – Hernán Ouviña (Buenos Aires)
• Rosa Luxemburg’s Dialectics of Socialist Democracy and Its Enlightenment to China – Wu Xinwei (Wuhan)
• Rosa Luxemburg’s Viewpoint on Democracy and Its Lessons for Practicing Grassroots Democracy in Vietnam Today – Nguyen Hong Duc (Hanoi)
• Red Rosa, Red Ghandy: Tracing Reform and Revolution within the Indian Feminist Movements – Jigisha Bhattacharya (Calcutta)
• Rosa Luxemburg, Patterns of Accumulation and Popular Struggles in Contemporary Tanzania – Sabatho Nyamsenda (Daressalam)
• Moderation: Mario Keßler (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)

16:30-17:00: Schlussbemerkungen

Standort

Kontakt

Dr. Albert Scharenberg

Leiter Historisches Zentrum Demokratischer Sozialismus / Referatsleiter Geschichte, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310143