15. März 2017 Diskussion/Vortrag Rosa Luxemburg und der Antisemitismus

Tage der jüdischen Kultur

Information

Veranstaltungsort

DAStietz
Veranstaltungssaal
Moritzstraße 20
09111 Chemnitz

Zeit

15.03.2017, 19:00 - 22.03.2017, 21:00 Uhr

Themenbereiche

Geschichte

Zugeordnete Dateien

Mit Holger Politt (Fokusstelle Rosa Luxemburg) Nicht oft hat sich Rosa Luxemburg zum Antisemitismus geäußert. Das hat verschiedene Gründe, einer der wichtigsten ist dieser: Sie hielt die Frage innerhalb der Arbeiterbewegung für eine gelöste. Allerdings hat sie sich geäußert zur Dreyfus-Affäre in Frankreich – Émile Zolas Haltung hielt sie gleichermaßen für lobenswert wie selbstverständlich. Doch 1910/11 rüttelte eine mit politischem Ziel geführte antisemitische Kampagne in ihrer Heimat, im zum Russischen Reiche gehörenden Königreich Polen, die Publizistin wach. In mehreren Beiträgen für polnische sozialdemokratische Zeitungen setzte sich Rosa Luxemburg ausführlicher mit dem Problemkreis des Antisemitismus auseinander. Im Kern ging es bei den damaligen Antisemiten um die provozierende Frage, ob Polens Arbeiter politisch überhaupt von Juden geführt werden dürften. Über Hintergründe dieser heute höchstens am Rande beachteten antisemitischen Kampagne gegen Rosa Luxemburg und Genossen spricht Holger Politt. 2014 gab er als Herausgeber und Übersetzer einen in Potsdam erschienenen Band mit den Debattenbeiträgen Rosa Luxemburgs heraus.

Standort