Podcast-Sammlung | Manypod

ManyPod #12: Der Kampf der Frauen in deutschen Flüchtlingslagern

Elizabeth Ngari kämpft seit fast 20 Jahren mit der Gruppe Women in Exile gegen das Lagersystem. Auf englisch

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Trotz aller Skandale und Proteste der letzten Jahre ist die Situation in deutschen Flüchtlingslagern nach wie vor geprägt von Rassismus, Schikanen, unhaltbaren Lebensbedingungen und krankmachender Hygiene sowie der ständigen Angst vor nächtlichen Abschiebungen - vor allem für Frauen. Mit der Corona-Pandemie hat sich diese unmenschliche Situation noch einmal extrem verschärft. Elizabeth Ngari kämpft seit fast 20 Jahren mit der Gruppe Women in Exile gegen das Lagersystem. Im Gespräch mit ManyPod berichtet sie über die aktuelle Situation und den Widerstand von Flüchtlingsfrauen in den Lagern gegen ihre Entrechtung unter den Bedingungen von Corona.

Diese Podcast-Folge ist auf englisch.

Elizabeth Ngari stammt aus Nyeri in Kenia. Sie floh 1996 aus dem Land und lebte sieben Jahre lang in einem Flüchtlingslager in Brandenburg. Gemeinsam mit anderen weiblichen Flüchtlingen gründete sie schließlich 2002 die Gruppe Women in Exile, um auf die oft besonders prekäre Situation von Flüchtlingsfrauen aufmerksam zu machen und für ihre Rechte zu kämpfen.

Manypod #11: Die Migrant*innenquote

Chancengleichheit, Integration oder Diversity Management?

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Viele migrantische Organisationen fordern schon lange mehr Diversität im öffentlichen Dienst. Im Berliner Senat kommt nun von der Linken ein Vorschlag für die Erneuerung des Partizipationsgesetzes, in dem es ursprünglich auch um die Frage einer verbindlichen Quotierung von Menschen mit Migrationsbiografien ging. Ob eine solche Quote neben Chancengleichheit auch zu einem Abbau von strukturellem Rassismus führen kann, diskutiert der ManyPod mit Elke Breitenbach, Elif Eralp und Gün Tank und vielen O-Tönen von BPoC-Aktivist*innen.

Elke Breitenbach ist Berlins Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, zuständig für migrationspolitische Themen im R2G-Senat und damit auch für die Novelle des Partizipationsgesetzes.

Elif Eralp ist Juristin, arbeitet im Bundestag im Bereich der Bürgerrechte und hat sich maßgeblich für eine gesetzlich verankerte Quote für Menschen mit Migrationsbiografie eingesetzt.

Gün Tank war bis 2019 Geschäftsleiterin der Neuen Deutschen Organisationen, ist langjähriges Mitglied des Vorstands der Rosa-Luxemburg-Stiftung und arbeitet heute als Beauftragte für Menschen mit Behinderung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Zuvor war sie dort neun Jahre lang Integrationsbeauftragte.

ManyPod #10: Jüdische Perspektiven auf rechten Terror und solidarische Allianzen

Im Gespräch mit Naomi Henkel-Gümbel und Hannah Peaceman

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In der postmigrantischen Erinnerungsarbeit erscheint die jüdische Position immer wieder als Leerstelle, sei es in der Arbeit zum NSU-Komplex oder der Begehung des 8. Mai als „Tag des Zorns“. Mit Naomi Henkel-Gümbel, einer angehenden Rabbinerin und Überlebenden des Anschlags auf die Synagoge in Halle 2019, und mit Hannah Peaceman, Mitherausgeberin der Zeitschrift Jalta, sprechen wir über neue multidirektionale Selbstverständlichkeiten in der solidarischen Arbeit nach den Anschlägen von Hanau und Halle. 

Naomi Henkel-Gümbel ist Rabbinatsstudentin in Berlin und Potsdam und eine zentrale Stimme in der Nebenklage und der politischen Aufarbeitung des terroristischen Anschlags von Halle an Jom Kippur 2019. Sie ist Mitinitiatorin des Festival of Resilience »Solidarisch gegen Antisemitismus und rechten Terror«.

Hannah Peaceman ist Mitherausgeberin der Zeitschrift „Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart“ und arbeitet akademisch und aktivistisch zu postmigrantischer Erinnerungkultur, zum Verhältnis von Rassismus und Antisemitismus und zu jüdischer Selbstermächtigung. 

ManyPod #9: Multidirektionales Erinnern gegen Rassismus und Antisemitismus

Sina Arnold im Gespräch mit Michael Rothberg

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Zu Gast in dieser Folge ist der Holocaust-Erinnerungsforscher Michael Rothberg. Gemeinsam mit Sina Arnold als Co-Host sprechen wir mit ihm über das Potenzial multidirektionalen Erinnerns für solidarische Praktiken. Wie können lebendige Zeugnisse aus mehreren Jahrzehnten nicht nur von Exklusion und Verfolgung, sondern auch von den kollektiven Kämpfen um Anerkennung und Lebensweisen dem Vergessenmachen entrissen und neue gemeinsame Sprechorte geschaffen werden? Und was bedeutet die Erinnerung an den Holocaust in einer postmigrantischen Gesellschaft?

Michael Rothberg ist Professor für englische und vergleichende Literaturwissenschaft und Inhaber des Samuel Goetz Lehrstuhls für Holocaust Studies an der University of California Los Angeles. Sein Buch „Multidirektionale Erinnerung. Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonisierung“ ist dieser Tage auf Deutsch erschienen.

Sina Arnold ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin sowie am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Sie arbeitet u.a. zu aktuellem Antisemitismus in Deutschland und den USA und zu Erinnerungspolitik in der postmigrantischen Gesellschaft.

ManyPod #8: Aufstand der Trauer

Über historische und aktuelle Formen des Erinnerns von Betroffenen von rassistischer und antisemitischer Gewalt

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Zu Gast in der achten Folge von ManyPod sind die aktivistischen Kulturschaffenden Miriam Schickler und Ulf Aminde. Mit ihnen spricht Massimo über historische und aktuelle Formen des Erinnerns von Betroffenen von rassistischer und antisemitischer Gewalt und darüber, dass Aufforderungen wie #saytheirnames der Initiative 19. Februar Hanau, «Reclaim & Remember» von Ibrahim Arslan, «Umbenennung der Holländischen Straße in Halitstraße» der Familie Yozgat in Kassel oder die Parole «Keupstraße ist überall» nicht nur die Opfer dem Vergessen entreißen, sondern für eine andere Gesellschaft kämpfen, in der solche Taten nicht mehr möglich sind.

ManyPod #7: Linke Perspektiven auf Antisemitismus

Über die aktuelle Verfasstheit von Antisemitismus und linke Antworten

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Der ManyPod geht ins Gespräch mit Anne Goldenbogen und Sarah Kleinmann, den Autorinnen der neuen Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung, über ihre Erkenntnisse zur aktuellen Situation des Antisemitismus in der deutschen und europäischen Gesellschaft. Mit dabei ist Florian Weis, langjähriger Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der über Strategien aber auch Leerstellen der Stiftung im Kampf gegen Antisemitismus spricht.

Anne Goldenbogen ist Projektleiterin für politische Bildung gegen Antisemitismus bei der KIGA und im Verein Bildung im Widerspruch tätig.

Sarah Kleinmann ist Wissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Nationalsozialismus, Antisemitismus und Antiziganismus und Mitarbeiterin in der Kommission zu Antiziganismus am Deutschen Institut für Menschenrechte.

Florian Weis ist langjähriger Mitarbeiter und ehemaliger Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Stiftung und koordiniert dort den Arbeitskreis Antisemitismus.

Manypod #6: Asmaras World e.V.

Community-Arbeit, Generationskonflikte und Antira-Arbeit in Hamburg

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Im ManyPod #6 sprechen wir mit einer Mitbegründerin von Asmaras World e.V. Der Verein ist eine Anlaufstelle von und für Geflüchtete, berät sowie unterstützt in jeglichen Fragen und Herausforderungen seit 2015.

Manypod #5: Alle heißt Alle!

Über Verzweiflung und Revolte im Libanon

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Im ManyPod #5 sprechen Vincent Bababoutilabo und Massimo Perinelli mit Till Küster von medico international und Miriam Younes aus dem Regionalbüro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Beirut über Migration, Revolution und Koloniale Politik im Libanon im Moment der Katastrophe.

ManyPod #4: Black Lives Matter!

Über Black Lives Matter, Kapitalismus und die internationale Rebellion gegen Rassismus von Minneapolis bis Hanau

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In der vierten Folge des Manypod sprechen Vincent Bababoutilabo und Massimo Perinelli – auf englisch und deutsch – über Black Lives Matter, Kapitalismus und die internationale Rebellion gegen Rassismus von Minneapolis bis Hanau. Ihr Gast ist die US-Amerikanerin Hilary Moore, Aktivistin bei Showing Up for Racial Justice und Buchautorin von «No Fascist USA!». Mit ihr sprechen sie über die Notwendigkeit zur Abschaffung der Polizei. Außerdem diskutieren sie mit Bafta Sarbo von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland über Klassenverhältnisse und den Stand der hiesigen antirassistischen Bewegung.

ManyPod #3: Spargel und Rassismus

In dieser Folge des Manypod widmen sich Vincent Bababoutilabo und Massimo Perinelli der Feldarbeit

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Die Grenzen sind dicht, aber es werden 80.000 Erntehelfer*innen aus Osteuropa eingeflogen, damit die Lebensmittelregale voll und die Preise niedrig bleiben. Alle regen sich auf - aber worüber eigentlich? Dass die Grenzen doch nicht geschlossen sind? Oder dass migrantische Arbeit ausgebeutet wird und die Schutzmaßnahmen gegen Corona für migrantische Erntehelfer:innen ebensowenig gelten, wie für Geflüchtete in den Lagern? Wir sprechen mit den beiden österreichischen Aktivistinnen Katalin Erdodi und Flavia Matei über Klassenkampf auf den Feldern und in der Pflege und mit Benjamin Luig über Ernährungssouveräntität und Rassismus.

ManyPod #2: Rassismus und Corona II

Gespräche mit Newroz Duman, Seda Ardal, Berena Yogarajah und G. zu Hanau und neuen Arten des Politischen in Zeiten von Corona

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In der zweiten Folge von ManyPod sprechen Vincent Bababoutilabo und Massimo Perinelli mit Newroz Duman und Seda Ardal über ihre Arbeit mit den Betroffenen des rassistischen Anschlags vom 19. Februar in Hanau. In der zweiten Hälfte folgt ein Gespräch mit Berena Yogarajah (Köln) und G (Barcelona) über autoritäre Zivilcourage von unten und neuen Arten des Politischen in Zeiten von Corona.

ManyPod #1: Rassismus und Corona - Zur Verteidigung der offenen Gesellschaft

Antirassistische Perspektiven im Umgang mit der Krise

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Vincent Bababoutilabo und Massimo Perinelli präsentieren ManyPod, den Podcast für die Gesellschaft der Vielen.

In der ersten Folge werfen sie einen antirassistischen Blick auf die aktuelle Pandemie. Sie diskutieren darüber was die Corona-Krise mit Rassismus und der humanitären Katastrophe an den europäischen Außengrenzen zu tun hat und holen sich Rat bei italienischen Genoss*innen.

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