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Podcast-Sammlung, : Weltunordnung

Der Podcast zu internationaler Politik der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit Pauline Jäckels und Felix Jaitner 

www.rosalux.de/weltunordnung

Was hält das Mullah-Regime im Iran an der Macht, Tareq Sydiq?

...und warum unterstützen so viele Exil-Iraner*innen Reza Pahlavi und seine Monarchistenbewegung?

Details: Was hält das Mullah-Regime im Iran an der Macht, Tareq Sydiq?

Ende Dezember 2025 ist im Iran erneut eine Welle von Massenprotesten ausgebrochen. Das inzwischen nach außen gelangte Bildmaterial und die Augenzeugenberichte deuten darauf hin, dass Zehntausende Menschen während der Proteste durch Regimekräfte getötet und eine noch größere Zahl verletzt und verhaftet wurde.

Momentan sieht es so aus, als sei es dem Regime gelungen, die Proteste niederzuschlagen. Der Wunsch nach einem Ende der Herrschaft der Mullahs bleibt bestehen. Was danach kommen soll – darüber herrscht im Iran und insbesondere unter Iraner*innen im Exil jedoch Uneinigkeit. Viele Iraner*innen wünschen sich ein demokratisches System: weder Mullah noch Schah. Gleichzeitig präsentiert sich der Sohn des letzten Schahs, Reza Pahlavi, mit seiner Monarchistenbewegung vor allem im Ausland medienwirksam als einzige Alternative zum Mullah-Regime.

Warum kann sich das herrschende Regime trotz des großen Drucks von innen und außen an der Macht halten, und was müsste passieren, damit es stürzt? Wer ist Reza Pahlavi, und welche Vision hat er für den Iran? Warum wird er von so vielen Exiliraner*innen, aber auch von Staaten wie Israel und den USA, unterstützt? Und wie groß und organisiert ist die Bewegung, die sowohl eine Rückkehr der Pahlavi-Dynastie als auch das Mullah-Regime ablehnt?

In dieser Folge von Weltunordnung spricht Pauline Jäckels mit dem Protestforscher und Iranexperten Tareq Sydiq. Sydiq forscht am Zentrum für Konfliktforschung der Universität Marburg und  hat zur iranischen Innenpolitik promoviert. Er beschäftigt sich weltweit mit Protestbewegungen, unter anderem im Iran, in Japan, Pakistan und England. Sein Buch „Die neue Protestkultur“ ist 2024 im Hanser Verlag erschienen.

Schreibt uns an: weltunordnung@rosalux.org

Shownotes:

Tareq Sydiq: Jetzt bleibt den Herrschenden nur noch Gewalt , Zeit Online, Januar 2026

Tareq Sydiq: Die neue Protestkultur – Besetzen, Kleben, Streiken: Der Kampf um die Zukunft, Hanser Verlag, 2024

Dossier: Proteste in Iran: Revolution für das Leben , Rosa-Luxemburg-Stiftung
 

Welchen Plan verfolgen die USA in Venezuela?

Felix Jaitner spricht mit dem freien Journalisten Tobias Lambert über die aktuelle Lage in Venezuela

Details: Welchen Plan verfolgen die USA in Venezuela?

Über welchen Rückhalt verfügt die venezolanische Regierung nach Jahrzehnten der Wirtschaftskrise, wachsendem Autoritarismus und der US-Intervention? Und welche Folgen hat das militärische Eingreifen für Lateinamerika?

Dieser Beitrag ist Teil des Dossiers:
USA: Das Imperium der Oligarchie

Am 3. Januar 2026 intervenierten US-Streitkräfte in Venezuela und entführten Präsident Nicolas Maduro und seine Frau Cilia Flores. Der Angriff erfolgte weder mit einem Mandat des UN-Sicherheitsrates noch mit Zustimmung des Kongresses. 
Über ein halbes Jahr haben die USA den Druck auf Venezuela kontinuierlich erhöht. Erst zog Präsident Donald Trump eine große Streitmacht vor der Küste des südamerikanischen Landes zusammen, dann versenkte die US-Armee mehr als 30 „Drogenboote“ und tötete dabei über 100 Personen. Verhandlungsangebote lehnte Trump ab und forderte stattdessen wiederholt den Rücktritt Maduros. 
Seit geraumer Zeit ergreifen die USA immer aggressivere Schritte, um ihre Vormachtstellung in Lateinamerika zu sichern. Im April 2025 akzeptierte die Regierung Panamas nach erheblichem Druck ein Abkommen, dass die Stationierung von US-Truppen am Panamakanal erlaubt und der Marine eine privilegierte Nutzung einräumt. Die im Dezember 2025 verabschiedete US-Sicherheitsstrategie kündigt offen die Wiederherstellung der US-Dominanz auf dem Subkontinent an – abgesichert mit militärischen Mitteln.

In der zwölften Folge unseres Podcast „Weltunordnung“ spricht Felix Jaitner mit Tobias Lambert, freier Journalist und Lateinamerikaexperte, über die US-Intervention in Venezuela.

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Shownotes:

Tobias Lambert (2024): Gescheiterte Utopie? Venezuela ein Jahrzehnt nach Hugo Chávez, Mandelbaum Verlag.

Tobias Lambert (2026): US-Angriff auf Venezuela: Das Imperium kehrt zurück. Trump zielt auf Umsturz ohne Regierungswechsel und droht ganz Lateinamerika, Analyse, Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Tobias Lambert (2026): »Die Regierung hätte auch andere Optionen«. Die Lage in Caracas nach dem Überfall der USA – Interview mit dem venezolanischen Linken Andrés Antillano, nd.
 

Sind die Gen-Z-Proteste in Nepal ein Generationenkonflikt?

Pauline Jäckels spricht mit der Südasienexpertin und Journalistin Britta Petersen

Details: Sind die Gen-Z-Proteste in Nepal ein Generationenkonflikt?

Anfang September gingen spektakuläre Bilder aus der nepalesischen Hauptstadt Kathmandou um die Welt. Tausende junge Menschen stürmten das Regierungsviertel der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu und setzten das Parlamentsgebäude in Brand. Der direkte Auslöser: Die nepalesische Regierung hatte den Zugang zu sozialen Medien wie Youtube, Facebook und Whatsapp gesperrt. Auf die Massenbewegung reagierte sie mit Gewalt – zahlreiche Demonstranten wurden dabei getötet, darunter auch ein 12-jähriges Kind.

Nach nur wenigen Tagen musste der nepalesische Premierminister und Vorsitzender der marxistisch-leninistischen Partei CPN, Kadga Prasad Oli, zurückzutreten. Sushila Karki, die frühere Präsidentin des Obersten Gerichtshofs, übernahm als Interims-Regierungschefin. Das Parlament wurde aufgelöst und der Social Media Bann zurückgenommen.

Ging es bei den Protesten wirklich in erster Linie um einen Generationenkonflikt, wie der Begriff „Gen-Z Proteste” suggeriert? Welche strukturellen Probleme haben für die Unzufriedenheit gesorgt, die hier zum Ausdruck kam und wie sind diese historisch gewachsen? Was muss passieren, damit sich die Forderungen der Protestbewegung auch nach den Neuwahlen im März in langfristigen politischen Wandel übersetzen? Welche Rolle spielen China und Indien bei der ganzen Sache?

Darüber spricht Pauline Jäckels mit der Südasienexpertin und Journalistin Britta Petersen. Bevor sie im März 2024 das Büro der Rosa -Luxemburg -Stiftung in Delhi übernahm, war sie Senior Fellow bei dem indischen Thinktank „Oberserver Research Foundation“, Büroleiterin der Heinrich-Böll-Stiftung in Pakistan und Südasien-Korrespondentin der Financial Times Deutschland.

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Shownotes:

Tauqueer Ali Sabri, Nepals Gen Z erhebt sich, 2025, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Britta Petersen, Wut statt Wandel, 2025, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Britta Petersen, Sri Lanka vor dem linken Wahlsieg?, 2024, Rosa-Luxemburg-Stiftung
 

Ist die US-Hegemonie am Ende?

Und was bedeuten die globalen Umbrüche für Deutschland und die EU? Felix Jaitner spricht mit Stefan Schmalz.

Details: Ist die US-Hegemonie am Ende?

Die USA haben einem Handelskrieg ausgerufen – und bringen damit die globale Ordnung ins Wanken. Zwar werden sogar die engsten Verbündeten mit Zöllen überzogen, im Mittelpunkt steht aber die Volksrepublik China.

Mit der protektionistischen Politik will Präsident Donald Trump nicht nur das US-Handelsdefizit verringern und den Produktionsstandort fördern, sondern auch die chinesische High-Tech-Branche auf Abstand halten. Doch die erobert sich international immer mehr Marktanteile. Die US-Hegemonie scheint an ihre Grenzen zu stoßen.

In der zehnten Folge unseres Podcast „Weltunordnung“ sprechen wir mit Stefan Schmalz, Professor am Institut für Soziologie an der Universität Jena, über den Konflikt zwischen China und den USA. Löst China die USA als neue globale Führungsmacht ab? Und was bedeuten die globalen Umbrüche für Deutschland und die EU?

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Shownotes:

Stefan Schmalz (2018): Machtverschiebungen im Weltsystem. Der Aufstieg Chinas und die große Krise, Campus Verlag.

Stefan Schmalz (2024): Varieties of Digital Capitalism and the US–China Rivalry: The Rise of Competing Technological Spheres, Critical Sociology 51(4), DOI:10.1177/08969205241291645.

Podcastempfehlung: Armutszeugnis - Der Wirtschaftspodcast der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit Eva Völpel und Sabine Nuss.

Worum geht es im Sudankrieg, Saskia Jaschek?

Und was haben Europa und Deutschland mit dem Krieg zu tun? Pauline Jäckels spricht mit der Journalistin Saskia Jaschek.

Details: Worum geht es im Sudankrieg, Saskia Jaschek?

Der Krieg im Sudan ist einer der verheerendsten bewaffneten Konflikte unserer Zeit. Seit der Machtkampf zwischen der sudanesischen Armee und den Rapid Support Forces im April 2023 ausgebrochen ist, wurden Zehntausende Zivilist*innen getötet, mehr als zehn Millionen Menschen innerhalb des Landes vertrieben oder mussten ins Ausland flüchten. Trotzdem wird hier in Deutschland kaum über den Krieg berichtet – besonders im Vergleich zum Krieg in der Ukraine oder in Gaza. Wenn überhaupt über den Sudan gesprochen wird, wird er häufig als „vergessener Krieg“ bezeichnet. Akkurater wäre wohl: ignorierter Krieg.

Worum geht es in dem Krieg eigentlich? Welche Rolle spielen globale Wirtschaftsinteressen, etwa die der Vereinigten Arabischen Emirate, in diesem Konflikt? Was haben Europa und Deutschland mit dem Krieg zu tun? Und was müsste passieren, damit er endet?

Darüber spricht Pauline Jäckels mit der Sudan-Expertin Saskia Jaschek. Sie hat knapp zwei Jahre in der sudanesischen Hauptstadt Khartum gelebt. Aktuell promoviert Jaschek an der Universität Bayreuth zur sudanesischen Widerstandsbewegung.

Shownotes:

Saskia Jaschek, More than a Domestic Conflict, 2024, Rosa Luxemburg Stiftung

Saskia Jaschek, Krieg im Sudan: Gold, Land, Geopolitik, 2025, Blätter für Internationale Politik

Anna Theresa Bachmann, Unfreiwilliger Helfer (zur Rolle Europas in Sudan), 2023, Zeit Online

Sind Klima und Kapitalismus kompatibel, Ulrich Brand?

Felix Jaitner spricht mit Ulrich Brand über die ökologische Krise und ihre Auswirkungen.

Mitwirkende
Felix Jaitner, Ulrich Brand,
Details: Sind Klima und Kapitalismus kompatibel, Ulrich Brand?

Vom 10. bis 21. November 2025 findet die 30. Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém statt. Doch obwohl sich die ökologische Krise immer deutlicher zuspitzt, halten die Industrieländer Hilfszusagen für Klimaanpassung nicht ein. Das gilt auch für Deutschland, obwohl man sich hierzulande gerne für einen Vorreiter in Sachen Klimaschutz hält. Die Ampel-Regierung trat mit dem Versprechen an, Deutschland ökologisch zu modernisieren. Eine dekarbonisierte, high-tech Wirtschaft soll nicht nur das deutsche Exportmodell retten, sondern auch Kapitalismus und Klima miteinander versöhnen.

Bundeskanzler Friedrich Merz setzt dagegen auf den Ausbau von Gaskraftwerken und erwägt eine Abkehr vom Verbrenner-Aus. Statt in den ökologischen Umbau investiert er lieber hunderte Milliarden Euro in die Aufrüstung der Bundeswehr. Das verschärft nicht nur die angespannte internationale Lage, sondern droht die Abhängigkeit von fossiler Energie auf Jahrzehnte zu zementieren.

In der achten Folge unseres Podcast „Weltunordnung“ spricht Felix Jaitner mit Ulrich Brand, Professor für Internationale Politik an der Universität Wien, über die ökologische Krise und ihre Auswirkungen. Wie verschärft sie Konflikte um die multipolare Weltordnung? Besteht ein Widerspruch zwischen ökologischer und sozialer Frage? Und was bedeutet Internationalismus im Zeitalter des Klimawandels?

Brand, Ulrich/Wissen, Markus (2017): Die imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus, Oekom Verlag.

Brand, Ulrich/Wissen, Markus (2024): Kapitalismus am Limit. Öko-imperiale Spannungen, umkämpfte Krisenpolitik und solidarische Perspektiven, Oekom Verlag.

Buchvorstellung von “Kapitalismus am Limit”

McKinsey & Company (2021): Net-Zero Deutschland. Chancen und Herausforderungen auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045, September.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2024): Habeck legt Konzept für grüne Leitmärkte vor, Pressemitteilung.

Steht Syrien vor der nächsten Diktatur, Kristin Helberg?

Pauline Jäckels spricht mit Kristin Helberg über die gegenwärtige Situation in Syrien

Details: Steht Syrien vor der nächsten Diktatur, Kristin Helberg?

Seit 1970 hatte die diktatorische Assad-Familie Syrien fest in der Hand. Die Revolution von 2011, die in einen brutalen Krieg Baschar al-Assads gegen oppositionelle Gruppen und seine eigene Bevölkerung mündete, galt als endgültig gescheitert. Im Dezember 2024 passierte dann etwas, mit dem eigentlich niemand gerechnet hatte: Die islamistische HTS und verbündete Gruppen stürzten die Regierung Baschar al-Assads in nur elf Tagen, und ihr Anführer Ahmed al-Scharaa übernahm die Macht.

Wie hat sich das Land seit dem Sturz verändert? Wer ist Ahmed al-Scharaa, und hat er seine Versprechen von Demokratieaufbau und Teilhabe der Minderheiten eingehalten – oder steht das Land gerade vor der nächsten Diktatur? Und welche politischen und wirtschaftlichen Interessen verfolgen die Türkei, die USA und Deutschland in Syrien?

In der siebten Folge unseres Podcasts „Weltunordnung“ spricht Pauline Jäckels mit Kristin Helberg, freie Journalistin und Politikwissenschaftlerin. Sie lebte sieben Jahre in Syrien, berichtete für deutschsprachige Medien und veröffentlichte drei Bücher und zahlreiche Artikel zum Syrien-Krieg.

Was treibt Deutschland in Afrika, Frauke Banse?

Felix Jaitner spricht mit Frauke Banse über die deutsche Afrikapolitik und die verschärfte imperiale Konkurrenz um Einfluss und Ressourcen.

Mitwirkende
Felix Jaitner, Frauke Banse,
Details: Was treibt Deutschland in Afrika, Frauke Banse?

In Afrika verschärft sich die imperiale Konkurrenz um Einfluss und Ressourcen. China und Russland fordern die ehemaligen Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien sowie der USA immer offener heraus. Ausgerechnet in dieser Situation entdeckt die deutsche Politik ihr Interesse für einen Kontinent, der in der medialen Berichterstattung kaum eine Rolle spielt. Bundeswehreinsätze wie in Mali oder Projekte zur Förderung von grünem Wasserstoff in Namibia zeigen: Auch Deutschland bemüht sich um mehr Einfluss – politisch, wirtschaftlich und militärisch.

In der 6. Folge von „Weltunordnung“ spricht Felix Jaitner mit Frauke Banse, Dozentin am Fachbereich Politikwissenschaft der Universität Kassel, über die deutsche Afrikapolitik. Welche Interessen verfolgt Deutschland in Afrika? Wie verschärft die imperiale Konkurrenz der Großmächte Konflikte auf dem Kontinent? Und inwieweit können afrikanische Länder von der erneuten geopolitischen Konkurrenz profitieren und eigene Entwicklungsprojekte vorantreiben?

Kontakt, Kritik, Feedback: weltunordnung@rosalux.org

Shownotes:

Frauke Banse (2024): Deutsche Afrikapolitik in geopolitischer Neujustierung, Bundeszentrale für Politische Bildung. 

Frauke Banse (2025): Die Geopolitik der neuen post-kolonialen Schuldenkrise, WSI-Mitteilungen, Ausgabe 03/2025, S. 195-202.

Denis M. Tull (2022): Ad-hoc-Koalitionen in Europa. Der Sahel als Katalysator europäischer Sicherheitspolitik?, SWP-Studie 2022/S 08, doi:10.18449/2022S08.

Geht der Westen unter, Daniel Marwecki?

Pauline Jäckels spricht mit dem Politikwissenschaftler Daniel Marwecki über das Bröckeln der alten Weltordnung.

Details: Geht der Westen unter, Daniel Marwecki?

Im Westen macht sich Endzeitstimmung breit: Ein Rechtsradikaler im weißen Haus baut jeden Tag ein bisschen weiter die US-Demokratie ab, die Allianz zwischen Europa und seinen Bündnispartnern gerät ins Wanken, die deutsche Wirtschaft stagniert – und das Erstarken rechtsextremer Kräfte scheint unaufhaltbar.

Die alte Weltordnung bröckelt: Der Westen verliert seine Vormachtstellug und China nimmt eine immer dominantere Position ein. Erleben wir gerade den Abstieg oder gar Untergang des Westens?

Darüber spricht Pauline Jäckels mit dem Politikwissenschaftler Daniel Marwecki. Es geht um die Frage, wie der Westen so mächtig werden konnte, warum er jetzt an Einfluss verliert - und welche Rolle Europa in der Welt nach dem Westen noch spielen kann. 

Kontakt, Kritik, Feedback: weltunordnung@rosalux.org 

Shownotes:

Daniel Marwecki. Die Welt nach dem Westen. Oktober 2025, C.H. Links Verlag

Will Russland Frieden, Alexey Yusupov?

Felix Jaitner spricht mit Alexey Yusupov über die Entwicklung in Russland

Details: Will Russland Frieden, Alexey Yusupov?

Der Krieg in der Ukraine geht bereits in sein viertes Jahr – doch seit dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin gibt es neue Hoffnungen auf Friedensverhandlungen.

In der vierten Folge unseres Podcast „Weltunordnung“ spricht Felix Jaitner mit Alexey Yusupov, Leiter des Russlandprogramms der Friedrich-Ebert-Stiftung, über die Entwicklung in Russland. In einer multipolaren Welt beansprucht Russland einen Platz als anerkannte Großmacht, doch die sozialen Widersprüche im Land nehmen zu. Für die künftige Entwicklung des Landes wird es entscheidend, welche politische Kraft als erstes eine Gerechtigkeitsagenda entwickelt. Die Hoffnungen ruhen auf der Linken, doch mittlerweile hat auch die extreme Rechte die soziale Ungleichheit für sich entdeckt und droht die Kräfteverhältnisse weiter zu verschieben.

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Shownotes:

Mikhail Lobanov (2024): Eine Revolution in Russland ist möglich.Rosa-Luxemburg-Stiftung.

David Ernesto Garcia Doell (2022): A fascist regime looms in Russia. Interview with Gregory Yudin. Analyse und Kritik. Zeitung für linke Debatte & Praxis.

Mathias Brüggmann (2025): Der Rubel rollt nicht mehr. TAZ.

Wer könnte Netanjahu Einhalt gebieten, Muriel Asseburg?

Pauline Jäckels spricht mit der Nahostexpertin Muriel Asseburg über Netanjahus Pläne nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober.

Dauer
56:21
Details: Wer könnte Netanjahu Einhalt gebieten, Muriel Asseburg?

Trotz zunehmendem Druck von Innen und Außen gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Israelische Regierung ihre genozidale Kriegsführung im Gazastreifen beenden möchte. Ganz im Gegenteil: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu wird für die Zwangsvertreibung der palästinensischen Bevölkerung international scharf kritisiert. Vorschläge für Waffenstillstandsverhandlungen mit der Hamas wurden bisher von israelischer Seite abgelehnt.

In der dritten Folge unseres Podcasts “Weltunordnung” spricht Pauline Jäckels mit der Nahostexpertin Muriel Asseburg, über Netanjahus Pläne nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober? Was treibt ihn an, den Krieg weiterzuführen und wer könnte ihm und seiner Regierung Einhalt gebieten? Welche Rolle können Deutschland und die EU dabei spielen, Israel zu einem Ende seiner Besatzungspolitik und Vertreibungspläne zu bringen? Und aus welchen Gründen hat Deutschland das israelische Vorgehen bislang unterstützt?

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Shownotes:

Muriel Asseburg (2025): Der 7. Oktober und der Krieg in Gaza – Hintergrund, Eskalation, Folgen. C.H. Beck

Muriel Asseburg und Jan Busse (2016): Der Nahostkonflikt: Geschichte, Positionen, Perspektiven. C.H. Beck

Dossier zum Krieg in Israel und Palästina “Gegen die Logik der Gewalt” 

Wie macht die EU ihre Wirtschaftspolitik, Angela Wigger?

Felix Jaitner spricht mit der Politikwissenschaftlerin Angela Wigger über das Konzept der „strategischen Autonomie“

Details: Wie macht die EU ihre Wirtschaftspolitik, Angela Wigger?

Seien es immer höhere Rüstungsausgaben oder ungünstige Handelsabkommen – US-Präsident Donald Trump zwingt der EU erfolgreich seine Forderungen auf. Dabei hat die doch angekündigt, von den USA unabhängig werden zu wollen.

In der zweiten Folge unseres Podcasts „Weltunordnung“ spricht Felix Jaitner mit der Politikwissenschaftlerin Angela Wigger über das Konzept der „strategischen Autonomie“. Durch milliardenschwere Investitionen in grüne Technologien und Rüstungsgüter will die EU nicht nur die wirtschaftliche Stagnation überwinden, sondern als eigenständiger Akteur auf der Weltbühne agieren. Kann das gelingen? Und wie können progressive Alternativen zu dieser Strategie aussehen?


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Shownotes:

Angela Wigger (2025): Finanzialisierung - die Achillesferse des European Green Deal. Luxemburg. Gesellschaftsanalyse und linke Praxis. 

Angela Wigger (2024): The New EU Industrial Policy and the Hidden Costs of Crowding in Private Investors: An urgent call for the European Left to champion discussions about alternatives futures. transform!Europe. 

Stephan Kaufmann (2024): Die Weltordnung soll in der Zeitenwende rentabel werden. Nd

Anghel, Suzana (et al.) (2020) Auf dem Weg zu „strategischer Autonomie“. Die EU im sich Wandelnden geopolitischen Umfeld. Wissenschaftlicher Dienst des Europäischen Parlaments. Studie. PE 652.096.

Wie geht friedensgeleitete Außenpolitik, Jan van Aken?

Der neue Podcast „Weltunordnung“ zu internationaler Politik mit Pauline Jäckels und Felix Jaitner. In der ersten Folge ist Jan van Aken zu Gast.

Details: Wie geht friedensgeleitete Außenpolitik, Jan van Aken?

Kriege, Klimakrise, Konflikte im transatlantischen Lager – unsere Welt verändert sich rasant. Doch die deutsche Bundesregierung kennt darauf nur eine Antwort: Aufrüstung. In kürzester Zeit soll die Bundeswehr die größte konventionelle Streitmacht Europas werden. Stimmen, die für Frieden und Entspannungspolitik eintreten, haben es dagegen schwer. Wie stellen sich diese Herausforderungen aus linker Perspektive dar?

In der ersten Folge unseres Podcasts „Weltunordnung“ stellt sich Jan van Aken, Co-Vorsitzender der Linkspartei und Außenpolitikexperte, unseren Fragen. Ob Ukraine-Krieg, Gaza oder Deutschlands Rolle in der Welt – in diesem Podcast sprechen wir über Themen, die auch in der Linkspartei kontrovers diskutiert werden. Wir wollen wissen, wie eine linke Außenpolitik aussehen könnte, die konkrete Schritte zur Lösung dieser Konflikte bietet und den Weg in eine andere Welt möglich macht.

Feedback, Lob und Kritik erreichen uns unter weltunordnung@rosalux.org