Video | Corona-Krise, Feminismus, Livestream Zurück in die 50er? Geschlechterverhältnisse in der Corona-Krise

Ausnahme&Zustand#23

Zurück in die 50er?
Geschlechterverhältnisse in der Corona-Krise
mit Sarah Speck

In der Corona-Krise übernehmen Frauen wegen der Kita-Schließungen und Homeschooling deutlich mehr Sorgearbeit und stecken beruflich zurück. Fälle von häuslicher Gewalt sind gestiegen.
Wirft die Corona-Krise uns in Geschlechterverhältnisse der westdeutschen 1950er zurück?
Schon vor Corona war Sorgearbeit eher den Frauen in heterosexuellen Partnerschaften aufgebürdet.
Unbezahlte Hausarbeit ist etwas, wofür man ein warmes Danke erntet oder ein paar Blumen am Muttertag.
Für schlecht bezahlte und überlastete Pflegekräfte - in der Mehrheit weiblich - wurde vom Balkon applaudiert und der Heldenstatus verliehen - bessere Bezahlung? Fehlanzeige. Was ist wertvolle Arbeit, was nicht? Was ist Arbeit und was wird gar nicht erst als Arbeit betrachtet?
Wie verändert die Krise (gleichberechtigte) Partnerschaften? Und wo können Feministinnen jetzt aktiv eingreifen?


Diese Fragen diskutieren wir mit Prof. Dr. Sarah Speck, Sozialwissenschaftlerin an der Uni Frankfurt.
Sie forscht zu Geschlechterfragen, sozialer Ungleichheit, Paar- und Familiensoziologie.
Mit Cornelia Koppetsch hat sie 2015 das  Buch „Wenn der Mann kein Ernährer mehr ist.
Geschlechterkonflikte in Krisenzeiten“ veröffentlicht.

Hier könnt ihr während der Sendung eure Fragen stellen:

 

Zurück in die 50er? Geschlechterverhältnisse in der Corona-Krise