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Frei Körper Kultur - Zusammen nackt sein

FKK

Wir kommen alle nackt auf die Welt! Und auch die Geschichte zeigt uns, dass Nacktheit, auch in der Öffentlichkeit, etwas ganz normales sein kann. Die Sportler bei den olympischen Spielen in der Antike waren nackt. Römische Kaiser wurden nackt in Statuen dargestellt. An Seen, Flüssen, Meeren, Badehäusern und auch in der Natur waren die Menschen Jahrhunderte lang nackt. Dennoch wurde Nacktheit in Europa durch das Christentum ein Tabu. Das Tabu ging so weit, dass wissenschaftliche Darstellungen antiker Abbildungen gefälscht wurden und man die Penisse antiker Statuen abschlug. Gegen diese Vorgehensweise kämpfte die FKK Bewegung. Sie wollte, dass die Menschen wieder zusammen und auch öffentlich nackt sein können. Es entstanden bis heute unzählige Nacktbadestrände, Nacktwandergruppen, Nacktzeltplätze, Nacktsportgruppen und Saunen. Auch in Schwimmbädern gibt es Nacktbadezeiten. In der Weimarer Republik konnte die FKK Bewegung die meisten Mitglieder gewinnen. Es entstanden zahlreiche Vereine, von denen aus der Arbeiter*innenbewegung die meisten Mitglieder stammten. Ebenso die Verbote und rassistischen Vereinnahmungsversuche zur Nazizeit waren nur von kurzer Dauer. Heute ist FKK in Europa und Deutschland verbreitet und wird nur noch von einer Minderheit abgelehnt. In DDR-Zeiten ist FKK zum Massenphänomen geworden. Und gerade heute sprechen viele Gründe für die Frei Körper Kultur. So ist das Baden ohne Kleidung gesundheitlich vernünftig, weil Unterkühlungen verhindert werden. Ebenso ist es aus psychologischen Gründen sinnvoll, weil die durch Medien und Werbung vorgetäuschten Körperbilder verzerrt und unecht sind. FKK hingegen zeigt die Vielfalt von Körpern, die eben alle gut und schön sind. Jeder Körper hat auch eine sexuelle Seite, ob nackt oder bekleidet, das hat nichts mit FKK zu tun. Es sollte allen Menschen überlassen bleiben, was sie anziehen und ob sie etwas anziehen wollen. Auch das ist Freiheit.