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Die Wohnungskrise ist kein nationales Phänomen, sondern ein globaler sozialer Konflikt. Wohnraumknappheit, explodierende Mieten und der Ausverkauf der Städte haben drastische soziale, räumliche und politische Veränderungen zur Folge. Diese Entwicklungen treffen insbesondere die Städte, in denen Wohnen immer mehr zum Spekulationsobjekt wird und grundlegende Bedürfnisse der Bewohner*innen vom sogenannten „Markt“ verdrängt. Die Folgen sind sozialräumliche Segregation, Gentrifizierung und vor allem der Verlust von bezahlbarem Wohnraum. Recht auf Stadt nur noch für Reiche?
Doch der Widerstand wächst international. Weltweit kämpfen Menschen gegen explodierende Mieten, Luxussanierungen, Verdrängung und Kommerzialisierung. In zahlreichen Städten formieren sich Bewegungen und Initiativen, die sich für eine gerechte und solidarische Wohnungspolitik einsetzen und dabei unterschiedliche Strategien verfolgen: Von Mietendeckeln über Mieter*innengewerkschaften bis hin zu Forderungen nach Rückführung privatisierter Wohnungen in öffentliche Hand. Diese internationalen Kämpfe sind überall anders und doch eint alle der Kampf für das Wohnen als ein Menschenrecht und für eine solidarische Stadt.
In unserer Diskussion „Mietenkämpfe international“ sprechen wir mit Expert*innen und Aktivist*innen aus New York, Paris, Madrid und Edinburgh über ihre Erfahrungen, Erfolge, Herausforderungen und politische Praxen in ihren Städten und Ländern.
Mit:
- Oksana Miranova (zugeschaltet aus New York)
Housing Policy Analyst bei der Community Service Society of New York, USA. Fokussiert auf Wohnpolitik für einkommensschwache Stadtbewohner*innen, insbesondere in den Bereichen Verhinderung von Zwangsräumungen, sozialer Wohnungsbau und Mietregulierung. - Miriam Bùe
Aktivistin beim Sindicato de Inquilinas e Inquilinos in Madrid, Spanien. Engagiert sich für die Rechte von Mieter*innen und organisiert gegen Verdrängung und steigende Mieten. - Samir Amziane
Aktivist und Mitglied des Parti Communiste Français (PCF), Frankreich. Aktiv in sozialen Bewegungen, Stadtpolitik und Bürgerbeteiligung, mit Erfahrungen in Wohnungsbau, öffentlichem Raum und Stadtverwaltung. - Emma Saunders
National Organiser bei Living Rent, der Mieter*innengewerkschaft in Schottland. Engagiert sich für die Rechte von Mieter*innen und soziale Wohnungspolitik auf regionaler Ebene.
Moderation:
- Susanna Raab
Stadtsoziologin aus Berlin, mit Fokus auf Wohnungsfragen. Aktivistin in der Berliner Mietenbewegung


