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Die Beherrschten haben gegenüber den Herrschenden einen Vorsprung – epistemisch, ästhetisch, affektiv und normativ. Jene mögen zwar reich an Geld und Macht sein, aber ansonsten sind sie arm und führen ein „hässliches, trauriges und gemeines Leben“. So lautet die These von Daniel Loicks Buch „Die Überlegenheit der Unterlegenen“. Massimo Perinelli spricht mit dem Autor über das situierte Wissen und die transgressive Kraft derjenigen, die von Ausschluss und Ausbeutung betroffen sind. Und darüber, wie diese die Gesellschaft zum Besseren verändert haben in ihren tagtäglichen Anstrengungen, sich gegen alle Widerstände ein möglichst gutes Leben aufzubauen.
Daniel Loick ist Associate Professor für Politische Philosophie und Sozialphilosophie an der Universität Amsterdam. Seine Arbeit verortet sich an der Schnittstelle von Philosophie, Sozialtheorie und Politik und steht in der Tradition der kritischen Theorie. Besonders interessiert er sich für Kritiken der Staatsgewalt (Polizei, Gefängnisse und Grenzen) sowie Politiken der Lebensform. Er lebt und arbeitet in Amsterdam und Frankfurt am Main.
Shownotes:
Buch: Daniel Loick: Die Überlegenheit der Unterlegenen. Eine Theorie der Gegengemeinschaften
Buch: Daniel Loick; Vanessa Thompson (Hrsg.): Abolitionismus. Ein Reader
Vortrag: W.E.B. Du Bois at the NAACP’s annual conference, June 1926, Chicago
Artikel: Die Schreie von Kassel. Der lange Kampf der Angehörigen der Opfer im NSU-Komplex


