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Podcast, : Wozu braucht der Kapitalismus die Aufrüstung, Kai Koddenbrock?

Geht es hier wirklich um Landesverteidigung oder stehen hinter der Militarisierung wirtschaftliche Gründe? Pauline Jäckels spricht mit dem politischen Ökonomen Kai Koddenbrock über die zentralen Argumentationsstränge einer linken Aufrüstungskritik.

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Weltunordnung

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Deutschland und Europa rüsten auf. Von ganz rechts bis tief ins linksliberale Lager hinein scheint man sich einig zu sein, dass diese Aufrüstung notwendig ist. Die gängigste Begründung dafür lautet, dass Putin die NATO angreifen werde und wir dieser Bedrohung schutzlos ausgeliefert seien, wenn wir nicht aufrüsten.

Es hat eine Weile gedauert. Doch inzwischen entwickelt sich neben einer erstarkenden Antimilitarisierungs- und Antiwehrpflichtbewegung auch eine laut werdende theoretische linke Kritik dieser vermeintlichen Aufrüstungsnotwendigkeit.

In dieser Folge von „Weltunordnung” spricht die Journalistin Pauline Jäckels mit dem politischen Ökonomen Kai Koddenbrock über die zentralen Argumentationsstränge einer linken Aufrüstungskritik. Sie sprechen darüber, ob es hier wirklich um Landesverteidigung geht oder ob hinter der Militarisierung wirtschaftliche Gründe stehen – und wenn ja, welche genau. Und darüber, was man dieser neuen deutschen Aufrüstungsaußenpolitik von links entgegensetzen kann.

Kai Koddenbrock ist Professor für Internationale Beziehungen und Politische Ökonomie an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Politischer Ökonomie, Internationalen Beziehungen und Postkolonialer Theorie. In letzter Zeit hat er sich insbesondere mit der Frage beschäftigt, wie die Aufrüstung in Deutschland und Europa mit geopolitischen bzw. ökonomischen Entwicklungen zusammenhängt.

Schreibt uns an: weltunordnung@rosalux.org

Intro-Musik: Charles Bradley – The World (is going up in Flames)

Shownotes:

- Kai Koddenbrock, „Krieg oder Freundschaft? Die politische Ökonomie der deutsch-französischen Beziehungen im Militärkeynesianismus“, Wissenschaft und Frieden (2026)

- Kai Koddenbrock und Caroline Fiete Norina Voß, „Walking a fine line: Germany and the question of imperialism“, 2025

- Zeitschrift LuXemburg, Im Vorkrieg, Rosa-Luxemburg-Stiftung (2026) - u.a.mit dem Beitrag von  Thomas Sablowski, „Olivgrüner Kapitalismus“

- Andreas Seifert, Vernetzte Waffenschmieden – Rüstungsindustrie in Deutschland, Rosa-Luxemburg-Stiftung (2025)

- AK Antimilitarismus, „Die große Mobilisierung“, Papyrossa (2025)

- Mithu Sanyal, „Nein – Gegen die Militarisierung der Gegenwart“, Hanser (2026)

- Ingar Solty, „Innere Zeitenwende“, VSA Verlag (2026)

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