Nachricht | Conrad, S.; Eckert, A.; Freitag, U. (Hrsg.): Globalgeschichte. Theorien, Ansätze, Themen; 2007

Eine wachsende Gemeinde vor allem jüngerer Historiker hat sich die Überwindung essentialisierter nationalstaatlicher Kategorien auf die Fahnen geschrieben. Weltweite, transnationale, multipolare Einflussnahmen und Bedingtheiten sind in den Mittelpunkt des Interesse gerückt. Im angelsächsischen Raum hat sich der Begriff des Entanglements durchgesetzt, in Frankreich haben Michael Werner und Bénédicte Zimmermann die Histoire Croisée geschaffen, und im deutschsprachigen Raum konkurrieren die Begriffe der Verflechtungsgeschichte, der geteilten und der Transfergeschichte. Bei allen vermeintlichen und tatsächlichen Differenzen dieser Ansätze steht fest: Globalgeschichte ist in. Das konzedieren auch die Herausgeber des vorliegenden Sammelbands, deren eigene akademische Herkunft auch global verflochten ist: Sebastian Conrad forscht unter anderem als Japanexperte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, Andreas Eckert ist Professor für afrikanische Geschichte an der Humboldt Universität, und Ulrike Freitag hat einen Lehrstuhl für Islamwissenschaften an der Freien Universität in Berlin.

Tobias Rupprecht hat den Band Globalgeschichte. Theorien, Ansätze, Themen. (Frankfurt am Main/New York 2007) auf dem Onlineangebot geschichte.transnational besprochen.