Nachricht | GK Geschichte Achim Landwehr: Historische Diskursanalyse; Frankfurt 2008

Die geschichtswissenschaftliche Rezeption der Diskursanalyse, insofern sie konstruktiv erfolgt, lässt sich auf die Frage zuspitzen, inwiefern es sich bei der Diskursanalyse um eine Methode oder so etwas wie eine theoretische oder vielleicht sogar philosophische Haltung handelt.
Achim Landwehrs stark überarbeitete, neu aufgelegte Einführung zielt in
diesem Kontext primär darauf ab, Diskursanalyse als ein methodisches Werkzeug für Historiker/innen zu etablieren. Dazu gibt er zunächst einen Überblick zu verschiedenen geschichtswissenschaftlichen Ansätzen,  die mit dem Anspruch auftreten, Sprache als Dimension der Geschichte systematisch zu berücksichtigen; wie vor allem die Annales-Schule sowie die verschiedenen Varianten der Begriffsgeschichte und der Intellectual History. Ausgehend von Hayden White diskutiert Landwehr schließlich den viel beschworenen Linguistic Turn und die so genannte Postmoderne sowie deren geschichtswissenschaftliche Rezeption etwa im New Historicism.

Marcus Otto von der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und
Theologie, Universität Bielefeld hat den Band

Landwehr, Achim: Historische Diskursanalyse (= Historische Einführungen
4). Frankfurt am Main: Campus Verlag 2008. ISBN 978-3-593-38451-1; 187
S.; EUR 16,90.

für H-Soz-u-Kult rezensiert.
marcus.otto@uni-bielefeld.de
Sein kompletter Beitrag findet sich unter 
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2008-3-027