Nachricht | Soziale Bewegungen / Organisierung - International / Transnational - Westasien - Corona-Krise - Westasien im Fokus Revolution in Zeiten von COVID-19

Zeugnisse aus dem Irak

Im März 2020 verhängte die irakische Regierung eine landesweite Ausgangssperre, um die Verbreitung des COVID-19 Virus im Land zu verhindern. Im April wurden etwa 1.500 COVID-19 Fälle für den ganzen Irak gemeldet. Durch die begrenzte Anzahl von durchgeführten Tests ist die tatsächliche Größe der unbekannten Fälle wahrscheinlich um einiges höher.

Seit Beginn der Pandemie führten die Protestierenden auf dem Tahrir Square ihre eigenen Vorsichtsmaßnahmen durch: sie fertigten Gesichtsmasken an und trugen sie, sie desinfizierten die Zelte und trafen die Entscheidung, dass lediglich 20% der Protestierenden auf dem Platz bleiben würden. Darüber hinaus initiierten viele politische und soziale Aktivist*innen Unterstützungsprojekte für Bedürftige, da die Ausgangssperre zu steigender Arbeitslosigkeit, Armut und einer wirtschaftlichen Rezession (wegen der fallenden Ölpreise) führte.

Seit Ende April lancierten Protestierende den hashtag «Die Revolution kommt zurück – Versprochen!». Genau das ist passiert, die Protestierenden sind nach dem Ende der Ausgangssperre am 10. Mai 2020 auf die Straßen zurückgekehrt, um ihre politische, sozialen und wirtschaftlichen Rechte sowie den Fall des politischen Systems zu fordern.

Wir haben einige Aktivist*innen und Protestierende gebeten, die verschiedenartigen Wirkungen der Pandemie auf die aktuelle Situation im Irak zu beschreiben.

Arbeiter*innen und Arbeitslose in Irak während der Covid-19-Pandemie

Interview mit Nadia Mahmoud aktiv bei der Aman Women Organization und der Workers Communist Party of Iraq

Die Revolution kommt zurück – Versprochen!

Interview mit Sami Adnan aktiv bei Workers Against Sectarianism, Iraq

Konzept: Mohamad Blakah/Miriam Younes
Interviews & Produktion: Mohamad Blakah

Untertitelung: Gegensatz Translation Collective