Nachricht | Neubau - Rosa-Luxemburg-Stiftung Bundesweiter Tag der Architektur

RLS lädt zur Besichtigung ihres Gebäudes ein

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Nachdem das neue Büro- und Veranstaltungsgebäude der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Oktober 2020 eingeweiht und in Betrieb genommen werden konnte, besteht ein ungebrochen großes Interesse an der Architektur jenes Hauses, das inmitten der Investorenbauten gegenüber dem Ostbahnhof einen ganz besonderen Charme versprüht. Fotos des Stiftungsdomizils bereichern nicht nur die Ausstellung «Bauen für Menschen» in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Jüngst lud auch der alljährlich bundesweit stattfindende Tag der Architektur zu einer Besichtigung ein.

Für den 26. Juni 2021 konnten sich Interessierte auf der Website der Berliner Architektenkammer für eine Führung durch den Stiftungsneubau anmelden. Durch die Architek*innenbüros und die Nutzer*innen sollten persönliche Einblicke in die aktuelle Baukultur und individuelle Architekturerfahrungen ermöglicht werden. Versprochen wurde den Gästen, hinter die «Kulissen» der Arbeit der planenden Architektengemeinschaft KIM NALLEWEG & Trujillo sowie natürlich der Rosa-Luxemburg-Stiftung schauen zu können. Insgesamt beteiligten sich 69 Büros und Projekte am Tag der Architektur in Berlin.

Pandemiebedingt verzichteten Stiftung und Architekt*innen auf groß angelegte Werbung. Ursprünglich waren zwei Führungen durch das Gebäude mit insgesamt ca. 25 Gästen geplant. Das Interesse am Klinkerbau mit den markanten X-Stützen war jedoch weitaus größer als gedacht. Kurzfristig meldeten sich 80 Interessierte zu den Führungen an. Jeweils zwei Gruppen wurden schließlich in drei Durchgängen mit den Hintergründen der Planung, den Ideen der Architekt*innen und den Wünschen der Nutzerin vertraut gemacht. Die Gäste wurden in die industrielle Geschichte des Viertels rund um den heutigen Ostbahnhof mit seiner Backsteinarchitektur entführt und lernten das Büro- und Veranstaltungsgebäude der Rosa-Luxemburg-Stiftung als einziges nicht kommerziell genutztes auf dem Areal des früheren Postbahnhofs kennen.

Dass architektonischer Anspruch und der Wunsch nach Funktionalität mitunter ein interessantes Spannungsfeld ergeben können, versuchten für das Generalplanerteam Kyung-Ae Kim und Sofia Ceylan sowie Max Julius Nalleweg und César Trujillo Moya näher zu bringen. Für die Stiftung erläuterte der Baustabsleiter Axel Krumrey Zusammenhänge und Motivation für das Bauvorhaben. Insbesondere die technischen Lösungen der Betonkernaktivierung und der Kastenfenster stießen auf großes Interesse. Die eine oder andere Anekdote aus dem Baugeschehen trug zu einer lockeren Atmosphäre unter den Besucher*innen bei.

Insgesamt zeigte sich das Publikum recht beeindruckt vom ersten großen Bauprojekt der Arbeitsgemeinschaft KIM NALLEWEG & Trujillo Architekten. Die Stiftung wird ihre Tore künftig regelmäßig öffnen und auch außerhalb derart offizieller Anlässe zu Gebäudeführungen einladen.