
Die Klimakrise gefährdet die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen – vor allem von Menschen im Globalen Süden, obwohl diese am wenigsten zur globalen Erwärmung beigetragen haben. Um die Klima- und Nahrungsmittelkrise zu überwinden braucht es einen radikalen gesellschaftlichen Umbau. Doch wie kann man ein System überwinden, das so tief in unser Leben eingeschrieben ist? Es prägt die Art, wie wir denken, es steckt in unserem Essen, in den Straßen, auf denen wie gehen, aber auch in den vermeintlichen Antworten auf die Krise. Denn wenn es um Klimaschutz und Nahrungsmittelsicherheit geht, werden zu oft Scheinlösungen vorgeschlagen, die mehr den Unternehmen und Ländern des Globalen Nordens dienen, als wirklich zur Lösung der Krisen beizutragen. Das kapitalistische Machtgefälle wird fortgeschrieben, Ressourcen und Menschen werden weiter ausgebeutet.
Was läuft falsch? Und wie geht es anders?
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat, in Zusammenarbeit mit ihren Büros weltweit, eine Karte erstellt, die zeigt, wie falsche Lösungsansätze die Klima- und Nahrungsmittelkrise auf der ganzen Welt verschärfen. 12 Beispiele und kurzen Erläuterungen zu wichtigen Begriffen veranschaulichen, wer von den Maßnahmen zur vermeintlichen Eindämmung der Krisen profitiert und wer die Kosten trägt. Sie zeigt: Grüner Kapitalismus ist keine Lösung – sondern Teil des Problems.
Doch die Faltkarte hat noch eine andere Seite. Sie steht für eine sozial und ökologisch gerechte Zukunft: Her mit dem Guten Leben! Beispiele und ergänzende Erklärungen zeigen, wie viele Projekte es weltweit bereits gibt, die zu mehr Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit beitragen. Die vorgestellten Projekte umfassen lokale Initiativen, aber auch nationale, regionale oder globale Programme und Ansätze für Klimagerechtigkeit und Ernährungssouveränität. Einige der Projekte haben eine lange Geschichte, andere sind spontan aus einer Notsituation heraus entstanden. Die ausgewählten Beispiele sind nur eine kleine Auswahl. Eine Vielzahl von Initiativen weltweit zeigt, dass ein anderer Umgang mit den gegenwärtigen Krisen möglich ist und bessere Lösungen als die derzeit vorgeschlagenen existieren. Lösungen, die nicht auf Profit ausgerichtet sind und nicht auf Kosten von anderen umgesetzt werden.
Es ist an der Zeit, die verschiedenen Kämpfe und Lösungsansätze zusammenzubringen und in einem größeren Maßstab umzusetzen. Wir haben nur diesen einen Planeten!
Too often, we see the mistakes of the past repeated: A rush for resources that exploits communities, tramples on rights, and damages the environment.
António Guterres, UN-Generalsekretär auf dem COP29 High-Level Meeting
Hier findet ihr mehr Informationen zu den einzelnen Beispielen.
Die Karte ist derzeit auf Englisch und Deutsch verfügbar, sie kann kostenlos bestellt werden. Demnächst wird es sie auch auf Spanisch, Portugiesisch und Französisch geben.


