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Mitteilung , : Jörg-Huffschmid-Preis 2026

Ausschreibung für herausragende Arbeiten auf dem Feld der Politischen Ökonomie

Details

Bild von Jörg Huffschmid
Jörg Huffschmid

Der Jörg-Huffschmid-Preis wurde zum Gedenken an einen Ökonomen geschaffen, dessen Wissen und gesellschaftliches Engagement in der gegenwärtigen Weltlage besonders schmerzlich vermisst wird. Im Jahr 2026 wird der Preis, der für herausragende Arbeiten auf dem Feld der Politischen Ökonomie ausgeschrieben ist, bereits zum achten Mal verliehen. Er soll insbesondere junge Wissenschaftler*innen ermutigen, kritische Forschung im Sinne des Wirkens dieses richtungsweisenden Wirtschaftswissenschaftlers zu betreiben.

Jörg Huffschmid, der im Dezember 2009 im Alter von 69 Jahren gestorben ist, verband in seinen Arbeiten scharfsinnige Analysen mit Kapitalismuskritik und politischer Vernunft. Als einer der Gründer der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik und der EuroMemo Gruppe sowie in seinem Wirken im Wissenschaftlichen Beirat von Attac und der Rosa-Luxemburg-Stiftung war sein persönliches, politisches und wissenschaftliches Ziel eine sozial gerechte Gesellschaft – gegen die vermeintliche Alternativlosigkeit des wirtschaftswissenschaftlichen Mainstreams. Diese vier Organisationen schreiben daher den Preis seit 2011 alle zwei Jahre gemeinsam aus.

Eingereicht werden können neben Dissertationen auch Magister-, Master-, Diplom- und Staatsexamensarbeiten in der Kategorie Abschlussarbeiten. Für Dissertationen ist eine Auszeichnung über 1.500 Euro und für Studienabschlussarbeiten ein Preisgeld über 500 Euro vorgesehen. Die Arbeiten sollten sich mit Themen aus dem weiten Feld der Politischen Ökonomie befassen, darunter insbesondere:

  • Politische Ökonomie eines grünen Sozialismus/sozial-ökologischer Transformation
  • Krise des deutschen Exportmodells und neuer „Rüstungskeynesianismus“
  • Politische Ökonomie der Vergesellschaftung und neue Planungsdebatte
  • Konzepte eines feministischen Infrastruktursozialismus und einer Care Economy
  • Politische Ökonomie der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz (KI)
  • Globalisierung oder Deglobalisierung?
  • Finanzialisierung und die Regulierung der Finanzmärkte 

Dabei ermutigen wir ausdrücklich zur Einreichung disziplinübergreifender Arbeiten, die ökonomische mit sozial-, politik- oder kulturwissenschaftlichen Ansätzen kombinieren.

Berücksichtigung finden Arbeiten, die seit dem Mai 2025 an einer europäischen Hochschule in deutscher oder englischer Sprache eingereicht und bewertet wurden. Arbeiten von Beschäftigten der an der Preisverleihung beteiligten Organisationen und Mitgliedern ihrer Beiräte können nicht berücksichtigt werden.

Hinweis: Aufgrund der zweijährigen Unterbrechung der Ausschreibung verlängert sich für den Jörg-Huffschmid-Preis 2026 der Einreichungszeitraum. Bewerben können sich daher auch Arbeiten, die bereits seit Mai 2024 eingereicht wurden.

Die Bewerbung

Ihre Bewerbung richten Sie bitte vollständig und ausschließlich in elektronischer Form bis zum 1. April 2026 an Dr. Mario Candeias, mario.candeias@rosalux.org.

Ihrer Arbeit fügen Sie bitte bei:

  • Anschreiben
  • Zusammenfassung im Umfang von 800 Wörtern
  • Komplette Arbeit
  • Lebenslauf
  • Hochschulische Gutachten zur Arbeit

Die Preisverleihung soll am 21. November 2026 in Berlin stattfinden, im Rahmen der Konferenz „Grüner Sozialismus. Zur politischen Ökonomie eines sozial-ökologischen Systemwechsels“, am 21. und 22.11.2026, in den Räumen der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Die Jury

  • Justus Henze, Communia e.V., Hamburg-Berlin
  • Prof. Laura Horn, Rosklide University, ehemals EuroMemo
  • Noah Liebert, Netzwerk Plurale Ökonomik, Hamburg (Koordination)
  • Prof. Daniel Mertens, Wissenschaftlicher Beirat von Attac, Uni Osnabrück
  • PD Dr. Silke Ötsch, SOFI Göttingen
  • Dr. Thomas Sablowski, Wissenschaftlicher Beirat von Attac und Redaktion LuXemburg, Frankfurt/M
  • Christoph Trautvetter, Netzwerk Steuergerechtigkeit, Berlin
  • Dr. Christa Wichterich, Wissenschaftlicher Beirat von Attac und Wissenschaftlicher Beirat der Rosa-Luxemburg-Stiftung
  • Pernille Zimmermann, Netzwerk Plurale Ökonomik, Uni Hamburg (Koordination)
  • Dr. Anne Huffschmid, FU Berlin 

Kontakt

Rolle Persondetails
Referent für sozialistische Transformationsforschung, linke Strategien und ParteienDr. Mario Candeias
E-Mail: mario.candeias@rosalux.org
Telefon: +49 30 44310179

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