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Nachricht , : Ausstellung "Schicksal Treuhand - Treuhand-Schicksale"

2. Februar bis 24. April in der VHS Frankfurt (Oder)

Details

Die Treuhandpolitik brach 1990 wie ein Schicksalsschlag über die Ostdeutschen herein. Waren sie im Herbst 1989 selbstbewusst für Freiheit und Demokratie auf die Straßen gegangen, nahm ihr Leben nun eine ungewollte Wendung. 9.000 volkseigene Betriebe mit insgesamt 4,1 Millionen Arbeitsplätzen sollte die Treuhandanstalt innerhalb kürzester Zeit «markttauglich» machen. Die Betriebe wurden privatisiert oder liquidiert, Millionen Menschen wurden arbeitslos. Wie erging es den Menschen dabei? Wie gingen sie mit dieser «Schocktherapie» um? Wie verarbeiteten sie die biografischen Brüche? Davon erzählt die Ausstellung «Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale» der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Sie gibt einen Einblick in die Vielzahl der Lebenswege. Die 13 ausgewählten Branchen und Betriebe stehen exemplarisch für die ostdeutsche Wirtschaft.

Die meisten ostdeutschen Familien waren vom Wirken der Treuhandpolitik betroffen, ihr ausgeliefert. Sie erlebten die Treuhandanstalt als Schicksalsmacht. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lässt in der von Rohnstock-Biografien kuratierten Ausstellung Zeitzeug*innen zu Wort kommen, deren Lebensgeschichte durch das Agieren der Treuhandanstalt unmittelbar beeinflusst wurde.

Die Ausstellung ist bis zum 24. April 2026 im 1. Obergeschoss in der VHS Frankfurt (Oder), Gartenstraße 1 zu sehen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Öffnungszeiten: montags bis donnerstags: 10.00 bis 20.00 Uhr, freitags: 10.00 bis 17.00 Uhr