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Analyse , : Russlands Gesellschaft im Kriegsmodus

Wie der Krieg gegen die Ukraine die Militarisierung der russischen Gesellschaft beschleunigt hat

Wichtige Fakten

Autor*in
Vavara Sorokina,

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9. Mai 2025, Moskau: Russische Kadettinnen marschieren während der jährlichen Militärparade zum Tag des Sieges am 9. Mai 2025 über den Roten Platz.
In der Junarmija, einer 2016 gegründeten Organisation für Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren, lernen Jungen und Mädchen, wie man zum Appell antritt, strammsteht, mit verbundenen Augen Maschinengewehre auseinandernimmt und wieder zusammensetzt. 
  9. Mai 2025, Moskau: Russische Kadettinnen marschieren während der jährlichen Militärparade zum Tag des Sieges am 9. Mai 2025 über den Roten Platz., Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Gavriil Grigorov/Kremlin Pool

Am 24. Februar geht der Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, bereits in sein fünftes Jahr. Damit dauert er bereits länger als die sowjetische Teilnahme am Zweiten Weltkrieg.

Trotz vollmundiger Ankündigungen ist es russischen Seite bislang nicht gelungen, ihre Kriegsziele zu erreichen. Dennoch gibt sich die russische Delegation bei den laufenden Gesprächen mit ukrainischen Vertreter*innen unter Vermittlung der USA weiterhin unnachgiebig. Aber selbst wenn die Gespräche über eine Beendigung des bewaffneten Konflikts Ergebnisse bringen sollten, stellt sich die Frage, welche Auswirkungen das auf den innenpolitischen Kurs des Kremls hätte. Denn der seit Jahren andauernde Kriegszustand hat die russische Gesellschaft fest im Griff und diktiert seine Spielregeln – ob in der Wirtschaft, im Bildungsbereich oder im Vorgehen der Sicherheitsorgane.

Kriegswirtschaft verschärft soziale Ungleichheit

Seit Beginn der russischen Vollinvasion der Ukraine im Februar 2022 stiegen die Ausgaben für die Rüstung und zum Unterhalt der Streitkräfte in astronomische Höhen. Mittlerweile fließen rund 40 Prozent des Staatshaushalts ins Militär. 

In den ersten beiden Kriegsjahren sorgte die massive Ankurbelung der Rüstungsproduktion für eine steigende Nachfrage nach qualifizierten Facharbeitskräften und für erhebliche Lohnsteigerungen bei besonders gefragten Berufsgruppen. Russlands Wirtschaft verzeichnete – nach einem Einbruch 2022 – ein Wachstum von rund vier Prozent, das im vergangenen Jahr allerdings wieder deutlich zurückging. 

Dem zwischenzeitlich starken Anstieg lag jedoch eine Reihe weiterer Aspekte zugrunde, wie die positive Exportbilanz beim Ölgeschäft, eine Lockerung der Regeln im Finanzsektor und bei Insolvenzen, die Umgehung von Importsanktionen oder Steuererleichterungen. Der Staat heizte den militärindustriellen Komplex an und ließ die Privatwirtschaft weitgehend gewähren. Positive Auswirkungen auf die Kaufkraft zeigten sich, besonders in einkommensschwachen Regionen, durch den Rücklauf der vergleichsweise hohen Soldzahlungen von an der Front eingesetzten Soldaten. 

Inzwischen ist die russische Wirtschaft an ihr Limit gelangt und der relative Aufschwung der ersten Kriegsjahre vorbei. Selbst bei der Herstellung von Rüstungsgütern lassen sich seit Herbst 2025 Einbrüche verzeichnen, weil Aufträge aus der Staatskasse bezahlt werden müssen, dort jedoch die Mittel knapp werden. Präsident Wladimir Putin will die Rüstungsindustrie in den kommenden drei Jahren durch eine signifikante Steigerung von Waffenexporten ins Ausland, insbesondere in afrikanische Länder, stützen. 

Russlands Haushalt weist in der Planung ein Defizit von mindestens einem Prozent des Bruttoinlandsprodukt aus. Das ist kein kritischer Wert, doch um die Kassen zu füllen, entschied sich die Regierung zu teils drastischen Maßnahmen, deren Auswirkungen die Bevölkerung unmittelbar zu spüren bekommt. Vorbei ist die Schonfrist für kleinere und mittlere Unternehmen, die sich mit der Abschaffung diverser steuerlicher Entlastungen abfinden müssen. Bereits 2025 erhöhte der Staat die Gewinnsteuer, seit dem 1. Januar gilt zudem eine von 20 auf 22 Prozent angehobene Mehrwertsteuer, die Menschen mit geringem Einkommen besonders hart trifft. 

Hinzu kommt das Problem wachsender Lohnschulden, weil (insbesondere staatliche) Arbeitgeber sich nicht in der Lage sehen, ihre Beschäftigten pünktlich auszuzahlen. Die staatliche Statistikbehörde Rosstat verzeichnete allein für 2025 einen 2,3-fachen Anstieg und beziffert die Summe aktueller Lohnrückstände auf rund 22 Millionen Euro. Kurz: Russlands Krieg gegen die Ukraine kommt nicht nur den Staat teuer zu stehen – die ökonomische Last sollen auch noch jene tragen, die zu keiner Zeit von der Förderung der Kriegswirtschaft profitierten. 

Die Rekrutierungsmaschine

Räumlich betrachtet mögen – mit Ausnahme grenznaher Regionen wie Belgorod, für die Luftalarm und Drohneneinschläge längst zum Alltag gehören – die Kampfhandlungen weit entfernt von der russischen Bevölkerung stattfinden, doch visuell ist das Frontgeschehen allgegenwärtig. Selbst wer sich dem propagandistischen Nachrichtenfluss des Staatsfernsehens entzieht, kommt etwa in St. Petersburg oder auch in Moskau tagtäglich an schwer zu übersehenden Plakaten auf Werbetafeln oder an Bushaltestellen vorbei, die Russlands Frontkämpfer als Helden feiern – ergänzt durch Aufrufe, sich freiwillig zur Armee zu melden. Neuerdings setzten die Streitkräfte dabei einen Akzent auf die Anwerbung künftiger Drohnenpiloten.

Im laufenden Jahr sollen 261.000 männliche Wehrpflichtige im Alter zwischen 18 und 30 Jahren eingezogen werden. Wo bislang nur im Frühjahr und Herbst Vorladungen zur Musterung erfolgten, können die Wehrämter seit dem 1. Januar 2026 ganzjährig mustern. Zwar dürfen Wehrpflichtige offiziell nicht an Fronteinsätzen teilnehmen, in der Praxis gibt es allerdings Dutzende belegte Todesfälle Wehrpflichtiger in Kampfgebieten. Immer wieder dringen zudem Berichte junger Männer oder ihrer Angehörigen an die Öffentlichkeit, aus denen hervorgeht, dass Armeevorgesetzte unter Druck oder Vortäuschung falscher Tatsachen ihre Unterschrift unter einen Vertrag als Zeitsoldat erschlichen. Das Gesetz sieht vor, dass Volljährige in diesem Fall selbst ohne militärische Grundausbildung kämpfen dürfen. 

Sich diesem Druck zu widersetzen, erfordert die Kenntnis der eigenen Rechte und den Mut, diese einzufordern. Nach wie vor gibt es in Russland legale Rechtsberatungen für Männer, die den Kriegsdienst verweigern wollen; auch ein Zivildienst ist grundsätzlich möglich, wenngleich die Hürden dafür hoch und die Erfolgsaussichten ungewiss sind.

Während des Studiums sind Wehrpflichtige von der Musterung ausgenommen. An vielen Universitäten kann alternativ zum Wehrdienst ein Offiziersrang erworben werden, was in Kriegszeiten jedoch das Risiko birgt, als Reservist zwangsverpflichtet zu werden. Auch für Studierende an Moskauer Hochschulen, die wegen schlechter Leistungen Gefahr laufen, exmatrikuliert zu werden, rückt der Krieg immer näher. Seit Jahresbeginn erhalten sie Schreiben mit dem Hinweis, dass sie eine Exmatrikulation vermeiden können, indem sie einen Jahresvertrag mit dem Verteidigungsministerium abschließen. Ihnen wird in Aussicht gestellt, als Drohnenpiloten ausgebildet und eingesetzt zu werden. Nach Ablauf der Vertragsfrist sei garantiert, dass sie ihr Studium wieder aufnehmen könnten, insofern sie selbst keine Vertragsverlängerung als Zeitsoldat anstrebten. Diese Klausel ist ein Novum. Mit der Materie vertraute Jurist*innen, die das Oppositionsmedium Verstka anführt, bezweifeln allerdings, dass solche Versprechen umgesetzt werden, widersprechen sie doch ausdrücklich den geltenden Vorgaben zur Teilmobilmachung.

Gefahr für Deserteure

Am 21. September 2022 unterzeichnete Putin einen Ukas zur Teilmobilmachung. In den fünf Wochen bis zum 28. Oktober wurden über 300.000 Personen eingezogen, da sich die Kampflinie in den Monaten zuvor so stark ausgeweitet hatte, dass sie mit den bislang verfügbaren Einheiten nicht zu halten war. In vielen Regionen griffen die Rekrutierungsämter zu harschen Mitteln, um die vorgegebenen Quoten zu erfüllen. Manche Betroffene wurden zu Hause abgeholt, auf der Straße aufgegriffen oder mit der List angelockt, es gehe lediglich um eine Aktualisierung der im Wehrregister erfassten Personendaten. 

Zu Letzteren zählt der Moskauer Georgi Awaliani. Gegen seinen Willen wurde er eingezogen und an die Front verfrachtet, doch ihm gelang die Flucht bis nach Deutschland. Dort erteilten die Behörden dem Asylantrag des Deserteurs eine Ablehnung mit der Begründung, dass ihn bei einer Rückkehr lediglich eine Geldbuße erwarte. Die Mobilmachung sei schließlich ausgesetzt, wie der damalige russische Verteidigungsminister, Sergej Schoigu, Ende 2022 dargelegt habe. 

Doch Georgi Awaliani gilt als fahnenflüchtig. Darauf stehen fünfzehn Jahre Gefängnis. Oder, schlimmer noch: Er könnte in ein Strafbataillon an die Front versetzt werden, was mit großer Wahrscheinlichkeit mit dem Tod enden würde. Der Argumentation des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) liegt also ein fataler Irrtum zugrunde. Denn die Teilmobilmachung ist zwar seit Ende Oktober 2022 ausgesetzt, aber bis heute nicht gänzlich aufgehoben. Bis zur Beendigung der sogenannten militärischen Spezialoperation gelten für damals eingezogene Soldaten die gleichen Regeln wie für jene, die sich gegen einen verhältnismäßig hohen Sold und Prämienzahlungen freiwillig den Streitkräften angeschlossen haben. Sie verfügen nur über drei legale Optionen, den Dienst zu quittieren: beim Erreichen des für einen Einsatz zulässigen Höchstalters, aus gesundheitlichen Gründen oder bei Verhängung eines Strafurteils mit Freiheitsentzug. Selbst für faktisch Untaugliche findet sich an der Front Verwendung, insbesondere für Kamikaze-Einsätze, bei denen hohe Personalverluste einkalkuliert sind. Gemeint sind damit als „Fleischsturm“ bezeichnete Vorstöße der Infanterie, die – ohne oder mit nur geringer Unterstützung aus der Luft oder durch Artillerie – zur lebenden Zielscheibe der ukrainischen Armee werden. Meist handelt es sich dabei um ehemalige Strafgefangene oder Soldaten, denen ein Vergehen gegen die Truppendisziplin vorgeworfen wird. Ihre Überlebenschancen sind extrem gering. 

Mitte Februar äußerte das US-amerikanische Institute for the Study of War die Vermutung, dass rückläufige Zahlen bei der Rekrutierung zu einer neuen Welle der Teilmobilmachung führen könnten. 2022 hatten deshalb Hunderttausende Russland verlassen, doch auch bei den Verbliebenen war der Unmut groß. Russlands Machtapparat beschwichtigt und wird die Risiken abwägen müssen, die aufgrund der zunehmenden Kriegsmüdigkeit und der angespannten Haushaltslage selbst bei kremlloyalen Bürger*innen Zweifel an einer Fortführung des Krieges um jeden Preis säen.

Die Macht des Sicherheitsapparats

Der russische Sicherheitsapparat ist jedoch überaus mächtig. Schon vor dem Krieg war er zum zentralen Baustein des Machtgefüges aufgestiegen; der andauernde Krieg führt nun zu seiner weiteren Stärkung. Der Inlandsgeheimdienst FSB übertrifft hinsichtlich seiner Kompetenzen inzwischen selbst seinen sowjetischen Vorgänger, den KGB, wobei die Behörde einzig und allein der Kontrolle des Präsidenten untersteht. In der Praxis geht dies auch mit einer wachsenden Anzahl an Strafverfahren wegen Terrorismus und Landesverrat einher, nicht selten werden solche Delikte mit der Höchststrafe geahndet. Allein in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 verhängten russische Gerichte hundert Urteile über lebenslange Freiheitsstrafen – ein Rekordniveau. 

Bedenkt man darüber hinaus, in welchem ausufernden Ausmaß die russischen Behörden mittlerweile digitale Kontrollmöglichkeiten anwenden, wird deutlich, dass offener Widerstand gegen das militaristische Gesellschaftsmodell des Kremls inzwischen kaum mehr möglich ist.

Junarmija – Die „junge Armee“

Es geht aber nicht nur um die Verhinderung von Widerstand, sondern auch um die aktive Bejahung der Kremllinie. Deshalb wird viel dafür getan, die jüngere Generation darauf vorzubereiten, dem Staat und seinen Interessen zu dienen – auch mit der Waffe. In der Junarmija, einer 2016 gegründeten Organisation für Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren, vermitteln bereits die sandfarbenen Uniformen und roten Barett-Mützen der Mitglieder ein militärisches Erscheinungsbild. Jungen und Mädchen lernen dort, wie man zum Appell antritt, strammsteht, mit verbundenen Augen Maschinengewehre auseinandernimmt und wieder zusammensetzt. Sie werden von offiziellen Stellen eingeladen und als künftige Elite hofiert, die die nationale Sicherheit garantieren soll. Nach eigenen Angaben durchliefen innerhalb der vergangenen zehn Jahre über 1,7 Millionen Minderjährige das von militärischem Geist durchdrungene Erziehungsprogramm. 

Noch mehr Breitenwirkung als die Junarmija erzielt die erst 2022 gegründete „Bewegung der Ersten“, die eine Beteiligung schon ab der ersten Schulklasse ermöglicht. Eine entsprechende Gesetzesinitiative wurde in der Duma symbolträchtig am Tag des hundertjährigen Jubiläums der Gründung der einstigen kommunistischen Pionierorganisation „Wladimir Iljitsch Lenin“ eingereicht. Binnen weniger Jahre stieg die Mitgliederzahl der „Bewegung der Ersten“ auf inzwischen annähernd 14 Millionen (wobei hier eigentlich von Teilnehmer*innen gesprochen werden muss, da es keine reguläre Mitgliedschaft gibt). Formell müssen die Eltern vor dem 14. Lebensjahr ihrer Kinder eine Einwilligung erteilen, doch das scheint im Schulalltag oftmals unterzugehen. Die Tochter einer Gesprächspartnerin etwa fand sich irgendwann nur deshalb ungefragt in den Reihen der „Ersten“ wieder, weil sie an mehreren Schulolympiaden teilgenommen hatte.

Gelockt werden Kinder und Teenager mit Freizeitangeboten: mit sportlichen Aktivitäten, Gedenkveranstaltungen zur Bewahrung der Erinnerung an glorreiche historische Ereignisse, der Herausgabe eigener Zeitungen oder Zeitschriften. Spielerisch sollen die Grundlagen einer militärpatriotischen Gesinnung erlernt werden; theoretische Heranführung und praktische Übungen ergänzen sich dabei. Es herrscht kein formaler Teilnahmezwang, doch wie obiges Beispiel zeigt, sind die Übergänge fließend. 

Der oscarnominierte britische Dokumentarfilm Mr Nobody against Putin führt anschaulich vor, wie militärpatriotische Erziehung nach 2022 Eingang in den Schulalltag fand. Zum Appell antreten, mit der russischen Flagge marschieren oder erfahrene Frontkämpfer bewundern, die potenziellen Soldat*innen das Geschäft mit dem Tod schmackhaft machen sollen – solche Lektionen finden sich massenweise. 

Was die Kinder und Teenager davon mitnehmen, steht auf einem anderen Blatt. Eine Gesprächspartnerin berichtet, dass ihre Tochter beim Thema Großer Vaterländischer Krieg mittlerweile schlicht abschalte. Lehrkräfte sind nicht unbedingt Überzeugungstäter, sie setzten Vorgaben ihrer Vorgesetzten unterschiedlich um, vieles wird einfach abgehakt. Doch weil, wie ein Lehrer berichtet, die Beteiligung an staatlich gewollten Aktivitäten Bonuspunkte bringt, unterstützen viele Eltern die Teilnahme ihrer Kinder.

Dabei macht der Militarismus selbst vor Kindern im Vorschulalter nicht Halt. Im Vorfeld des 23. Februar, dem „Tag des Verteidigers des Vaterlands“, traten Kriegsteilnehmer vor ihnen auf. Anfang Februar verwies eine Reihe von Kindergärten in den sozialen Medien stolz darauf, Puppentheateraufführungen organisiert zu haben, wie jene vom Hasen, der sich freiwillig zur Armee meldet. Dabei tragen die im Mittelpunkt stehenden Figuren die Erkenntnis davon, dass die Truppe sie zusammengeschweißt habe. 

Schulen führen zweifellos einen wichtigen Bildungs- und Erziehungsauftrag aus, aber sie bilden nur einen Teil der Realität ab. Oft packen die Angebote der „Ersten“ ihre Zielgruppen nicht emotional, propagandistische Filme, die nicht auf Wissensvermittlung ausgerichtet sind, hingegen schon. Sie tasten ab, wie sich die emotionale Anbindung der jüngeren Generation an ein heldenhaftes Kriegsnarrativ umsetzen lässt. Der von Studierenden und Dozent*innen der Moskauer Filmhochschule entwickelte Zeichentrickfilm „Der kleine T-34“, der den Werdegang eines Babypanzers nachverfolgt, bietet hierfür eines von zahlreichen Beispielen. 

In sozialen Netzwerken finden sich jedenfalls haufenweise Szenen, die demonstrieren, wie sehr ein Teil der jungen Generation mittlerweile den allgegenwärtigen militärischen Grundton verinnerlicht hat. Das geht so weit, dass kürzlich uniformierte Teenager in einer unweit von Moskau gelegenen Kirche mit Schusswaffe vor dem Altar aufmarschierten. Auch dies illustriert, wie tief die Militarisierung sich inzwischen in die russische Gesellschaft eingegraben hat.

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