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Mitteilung , : Kaffee statt Koks

Rundreise zu Solidarischer Wirtschaft für Frieden und gegen Drogenhandel in Kolumbien

Details

Demonstration der indigenen Bewegung des Cauca in Kolumbien
Demonstration der indigenen Bewegung des Cauca  Foto: Ani Diesselmann

Die indigenen Gemeinden im Südwesten Kolumbiens – organisiert im Indigenen Regionalrat des Cauca (CRIC) – kämpfen seit Jahrzehnten gemeinsam für ihr Land, ihre Selbstbestimmung und ihre kollektiven Rechte. Sie sind zu einer zentralen Stimme für den Frieden geworden. Gleichzeitig sind die Bewohner*innen vieler Gemeinden von eskalierender Gewalt, bewaffneten Gruppen und der Drogenwirtschaft bedroht. Immer mehr Kleinbäuer*innen setzen auf zivilen Widerstand und begegnen der Gewalt mit genossenschaftlichen Bündnissen und Initiativen, die das Gemeinwesen stärken.

Wie ist das Leben im Cauca mit dem internationalen Drogenhandel und der deutschen Drogenpolitik verknüpft? Wie hängt unser Kaffeekonsum mit der Produktion von Kokain in Kolumbien zusammen? Was sind solidarische und transnationale Antworten auf illegale Ökonomien und ihre Gewalt?

Nini Daza, Oberste Rätin des CRIC, und Manuel Bustos von der indigenen Kaffeekooperative CENCOIC sprechen über ihre politisch-aktivistische und genossenschaftliche Arbeit im Cauca. Vertreterinnen aus dem Andenbüro in Quito der Rosa Luxemburg Stiftung und des Kaffeekollektivs Aroma Zapatista, das den Kaffee der CENCOIC in Deutschland vertreibt, geben Einblicke in die Rolle Deutschlands und den Welthandel.

Alle Termine der Reise:

An allen Veranstaltungsorten findet eine Simultanverdolmetschung (Spanisch - Deutsch) statt.

Podiumsteilnehmer*innen:

  • Nini Jhoanna Daza ist in der Amtsperiode 2025-27 Mitglied der neunköpfigen Consejería Mayor des Indigenen Regionalrats des Cauca (CRIC). Als einzige Frau in diesem obersten Gremium des CRIC ist sie zuständig für die Themen Frauen- und Jugendorganisierung, den Selbstschutzprozess Guardia Indígena, die eigene Rechtsprechung sowie die „Pläne des Lebens“, die gemeinsam erarbeiteten Zukunftspläne der Gemeinden. Sie kommt aus dem indigenen Selbstverwaltungsgebiet La Concepción, in dem sie sechs Jahre lang als Gouverneurin und Rätin tätig war. Ihre Familie baut Kaffee an.
  • Manuel Bustos ist Agraringenieur und Koordinator der Abteilung Eigene Wirtschaft in der Indigene Zentralkooperative des Cauca (CENCOIC). Darüber hinaus ist er Mitarbeiter von Ermes Pete, indigener Parlamentsabgeordneter und Teil der Koalition „Pacto Historico“ des aktuellen Präsidenten Gustavo Petro.
  • Belén Cevallos kommt aus Ecuador und arbeitet im Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Quito. Sie hat Kommunikations- und Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Gender studiert.
  • Martin Mäusezahl arbeitet im Kaffeekollektiv „Aroma Zapatista“, das solidarischen Kaffeehandel mit der zapatistischen Bewegung aus Mexiko und der indigenen Bewegung des Cauca/Kolumbien betreibt.

Weitere Informationen zur indigenen Bewegung des Cauca: www.cauca-indigena.de

Die Rundreise wird organisiert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dem Kaffeekollektiv Aroma Zapatista und lokalen Bündnispartner*innen.

Empfehlungen zum Weiterlesen

Kaffee oder Koka? - Selbstbestimmtes Wirtschaften als Alternative zur Drogen- und Gewaltökonomie (www.graswurzel.net)

Mit den Strategien des Lebens gegen den Plan des Todes - Die Situation und die Kämpfe der indigenen Gemeinden im Cauca (www.cauca-indigena.de)

Wir sind Träumer*innen - Der Aufbau einer selbstbestimmten, gemeindebasierten Wirtschaft (www.cauca-indigena.de)

Kolumbiens Kindersoldaten (www.ardmediathek.de)

Die Spur des Kokains - In Ecuador eskaliert der Krieg gegen die Drogenmafia (www.rosalux.de)

„Das nennt man Kakerlakeneffekt“ - Forscher über Drogenhandel in Ecuador (taz.de)

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