Zum Hauptinhalt springen

Hintergrund , : Über Jedwabne

Ein Buch des Historikers Jan Tomasz Gross fordert seit 25 Jahren die polnische Geschichtspolitik heraus. Von Holger Politt

Wichtige Fakten

Autor
Holger Politt,

Details

Oberer Teil einer Betonstele, auf der eine große Zahl Kieselsteine liegen; vor heiter bis wolkigem Himmel..
Die Steine auf dem Mahnmal in Jedwabne erinnern an die jüdischen Opfer des Pogroms, das hier am 10. Juli 1941 stattfand. Foto: IMAGO / NurPhoto

Meinungen sind für den Riesenapparat des gesellschaftlichen Lebens, was Öl für Maschinen; man stellt sich nicht vor eine Turbine und übergießt sie mit Maschinenöl. Man spritzt ein wenig davon in verborgene Nieten und Fugen, die man kennen muss. 

Walter Benjamin, Einbahnstraße

Ein Buch macht den Ort weltberühmt

Jedwabne, ein verschlafen wirkendes Landstädtchen mit nicht einmal 2.000 Einwohnern, liegt knapp 15 Kilometer entfernt von der Kreisstadt Łomża im östlichen Polen. Der für die Gegend typisch weitläufige Marktplatz mit seinen zweistöckigen Häuserzeilen wird dominiert von der hoch in den Himmel ragenden katholischen Kirche, einem Bauwerk aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Wollte jemand einen Ort suchen, an dem Fuchs und Hase sich gute Nacht wünschten, er wäre hier nicht falsch. Und doch: Suchte wer einen Ort, dessen Name überall in Polen geläufig ist, auch der wäre hier an der richtigen Stelle. Allerdings beginnt die Geschichte dieser außergewöhnlichen Bekanntheit eines ziemlich kleinen Ortes erst im Jahre 2000, denn zuvor war Jedwabne mit seiner tragischen Geschichte im Zweiten Weltkrieg für den allergrößten Teil der polnischen Öffentlichkeit nichts von besonderem Interesse. Mit dem zu Zeiten der Volksrepublik Polen errichteten Gedenkstein wurde der 1.600 Juden des Städtchens gedacht, die von Hand der Nazi-Besatzer am 10. Juli 1941 in einer brennenden Scheune umgebracht worden seien. 

Im Frühjahr 2000 erschien in Polen das Buch „Nachbarn. Der Mord an den Juden von Jedwabne“ des polnisch-amerikanischen Historikers Jan Tomasz Gross (deutsche Ausgabe 2001). Kein anderes Buch hat Polens Öffentlichkeit nach den politischen Umbrüchen 1989/90 so aufgewühlt wie dieses. Dass ein regelrechter Schock durch Polens Gesellschaft ging, kann gut nachempfunden werden. Der erschütternde Sinn des Buches lag in dem Nachweis, dass die Juden in Jedwabne am 10. Juli 1941 in besagter Scheune nicht von den deutschen Besatzern, sondern von den polnischen Nachbarn ermordet worden waren. So oder so – das Buch brachte einen Stein ins Rollen, der viel Festgefügtes in der Erinnerung und Wahrnehmung der deutschen Okkupation Polens im Zweiten Weltkrieg aus den Angeln hob. In einem weit verbreiteten Verständnis hieß es ungefähr so: Die Okkupation Polens hatte die gesamte polnische Bevölkerung betroffen, darunter auch die 3,5-Millionen-starke jüdische Minderheit, die etwa zehn Prozent der Gesamtbevölkerung Polens ausgemacht hatte und die nun von deutscher Seite verfolgt und vernichtet wurde. Die polnische Mehrheitsbevölkerung, ebenso Opfer des mörderischen Unterdrückungssystems der deutschen Okkupanten wie die Minderheit der Juden, hat den Juden geholfen und den verfolgten Menschen unter Gefahr für das eigene Leben beigestanden, wann immer es möglich gewesen war. Waren Polen doch in dem einen oder anderen Fall beteiligt am Verbrechen gegen die jüdischen Nachbarn, waren es Ausnahmen, gehörten die Täter dem Rand der Gesellschaft an; ohnehin hatte die polnische Gesellschaft nur begrenzte Möglichkeiten, eine moralisch-rechtliche Kontrolle über ihre Ganzheit aufrechtzuerhalten, von ihren Rändern ganz zu schweigen. Das Buch über den Judenmord in Jedwabne erzählt es nun anders: Die Täter kamen aus der bäuerlich geprägten Kleinstadtgesellschaft, sie wurden in ihrem antisemitischen Wahn zu Helfershelfern der deutschen Besatzer, die zu ihrer schrecklichen Tat nicht einmal gezwungen werden mussten, die es – zwar unter den Bedingungen deutscher Besatzung – aus freien Stücken taten.  

Jedwabne hatte bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kaum 3.000 Einwohner, etwa 40 Prozent zählten wohl zur jüdischen Minderheit. Zunächst besetzten die schnell vorrückenden Deutschen den Ort, räumten ihn wieder entsprechend der im Zusatzprotokoll des Stalin-Hitler-Pakts vom August 1939 festgelegten Demarkationslinie zwischen Wehrmacht und Roter Armee. Jedwabne – nur wenige Kilometer von dieser Trennungslinie zwischen den beiden Besatzern entfernt – gehörte ab 28. September 1939 zum sowjetischen Gebiet: ein manipuliertes Referendum, die schnelle administrative Eingliederung der annektierten polnischen Gebiete in die benachbarten Sowjetrepubliken. Jedwabne gehörte nun zur Belorussischen Sozialistischen Sowjetrepublik. Der Hauptschlag der sowjetischen Besatzer richtete sich auch in Jedwabne gegen die Vertreter der früheren polnischen Verwaltung, es kam zu willkürlichen Verhaftungen, in brutaler Weise wurde nach Sibirien und Kasachstan deportiert. Etwa 550 Menschen aus Jedwabne und umliegender Gegend sollen zwischen Oktober 1939 und Juni 1941 nach Osten transportiert worden sein, weil sie als Vertreter der besiegten feindlichen Staatsmacht oder als Widerständler ausgemacht waren. Deportiert wurden ganze Familien. 

Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion 

Am 22. Juni 1941 überfiel die Wehrmacht die Sowjetunion, d. h. für Polen, dass die das Land zerschneidende Demarkationslinie vom September 1939 von den deutschen Truppen überschritten und auf zwischenzeitliches sowjetisches Besatzungsgebiet vorgerückt wurde. Der Vormarsch kam rasch voran, Jedwabne lag nun in dem von den Deutschen am 17. Juli 1941 ins Leben gerufenen Bezirk Bialystok, der nicht dem Generalgouvernement angegliedert wurde. Wie entschieden und brutal die deutsche Okkupationsmaschinerie gegen die jüdische Minderheit vorging, mögen diese Zahlen illustrieren: In Białystok wurden Ende Juni und Anfang Juli 1941 ungefähr 5.000 Menschen von deutschen Einsatzgruppen und Polizeikräften umgebracht, weil sie Juden waren, die Große Synagoge wurde am 27. Juni angezündet und zerstört, in ihrem Inneren verbrannten mehr als 800 Menschen. Anfang August 1941 wurden etwa 45.000 Menschen in das Ghetto eingepfercht, im Februar 1943 und August 1943 erfolgten die Deportationen ins Vernichtungslager Treblinka. Der bewaffnete Widerstand gegen die Deportation im August 1943 wurde brutal niedergeschlagen, die deutschen Besatzer nutzten die Erfahrungen aus der Niederschlagung des Aufstands im Warschauer Ghetto im Frühjahr 1943. 

Jan Tomasz Gross beschreibt in seinem Buch die Abläufe in Jedwabne am 10. Juli 1941. Die Front ist bereits weit nach Osten vorgerückt, die kleine Stadt unterliegt der deutschen Besatzung. An diesem Tag lassen die nicht sehr zahlreichen Besatzer im Ort dem unglaublichen Geschehen freien Lauf, greifen nicht oder kaum ein. Mit Knüppeln und Peitschen ausgerüstete Männer aus Jedwabne und Nachbarorten treiben und prügeln die jüdischen Bewohner zum Marktplatz, von dort geht es zum Jüdischen Friedhof – das Ziel ist die Ermordung der jüdischen Nachbarn. Erst geht man einzeln vor, greift zu Feldsteinen, die Menschen werden auf dem Jüdischen Friedhof erschlagen. Später werden die Juden in eine gleich gegenüberstehende Scheune getrieben und bei lebendigem Leibe verbrannt. 

In seinem Buch ging der Historiker noch von der bislang offiziell vertretenen Zahl von 1.600 Menschen aus, die in der Scheune verbrannt seien. Inzwischen wurde die Zahl präzisiert, das staatliche Institut zur Nationalen Erinnerung (IPN) geht von mindestens 40 Tätern und mindestens 300 Menschen beiderlei Geschlechts und aller Altersgruppen aus, die in der Scheune bei lebendigem Leibe verbrannten. Andere seriöse Schätzungen sprechen von mehr als 500, auch 800 Menschen, die an diesem Tag bestialisch umgebracht worden seien, weil sie Juden waren. In der Folge des Gross-Buches wurde am 10. Juli 2001 in Jedwabne ein neuer Gedenkstein eingeweiht, auf dem in Polnisch und Hebräisch zu lesen steht: „Dem Andenken an die hier ermordeten, bei lebendigem Leibe verbrannten Juden aus Jedwabne und Umgebung, den Männern, Frauen und Kindern, den Mitbürgern, die hier zu Hause waren. Jedwabne, 10. Juli 2001“. Anwesend zur Einweihung waren u. a. Polens Staatspräsident Aleksander Kwaśniewski, Israels Botschafter Shewah Weiss, der Warschauer Rabbiner Michael Schudrich und Jedwabnes Bürgermeister. Kwaśniewski sagte: „Das war ein Schreckenstag. Ein Tag voller Hass und Brutalität. Wir wissen eine Menge über dieses Verbrechen, doch noch immer nicht alles. Vielleicht werden wir niemals die ganze Wahrheit erfahren. […] Wir wissen mit Bestimmtheit, dass unter den Verfolgern und Tätern Polen waren. Kein Zweifel daran – hier in Jedwabne sind Bürger der Republik Polen durch die Hand anderer Bürger der Republik Polen ums Leben gebracht worden. Menschen haben Menschen, die Nachbarn den Nachbarn dieses Schicksal bereitet. […] In Jedwabne gab es keine polnischen Behörden. Der polnische Staat war nicht in der Lage, seine Bürger zu schützen vor dem Mord, der im Hitlerischen Einverständnis und mit Hitlerischer Anstiftung verübt wurde.“

Gross hat in seinem Buch den tragenden Kontext der deutschen Besatzungspolitik so beschrieben: „Klar ist aber auch, dass die Juden von Jedwabne nicht von ihren Nachbarn ermordet worden wären, wenn Jedwabne nicht von den Deutschen besetzt worden wäre. Dies ist keine überflüssige Bemerkung, denn die Tragödie der Jedwabner Judenheit ist nur eine Episode in dem mörderischen Krieg, den Hitler gegen alle Juden führte. Was jedoch die direkte Beteiligung der Deutschen an der massenhaften Ermordung der Juden in Jedwabne am 10. Juli [1941] betrifft, so muss man feststellen, dass sie sich, soweit es die vorhandenen Quellen belegen, praktisch darauf beschränkte, dass sie Bilder machten.“ 

Zum langen Streit um das Buch

Dem erstmals 2001 dem deutschen Leser vorgestellte Buch ist ein glänzendes Vorwort von Adam Michnik vorangestellt. Er verweist eingangs auf Reinhard Heydrichs Anweisung an die Höheren SS- und Polizeiführer vom 2. Juli 1941: „Den Selbstreinigungsbestrebungen antikommunistischer oder antijüdischer Kreise in den neu zu besetzenden Gebieten sind keine Hindernisse zu bereiten.“ Diesen Faden nimmt Michnik am Ende des Textes wieder auf: „Der deutsche Leser darf nicht eine Sekunde lang vergessen, dass das Verbrechen von Jedwabne, für das sich heute die edelsten Polen an die Brust schlagen, dennoch seinen verborgenen Regisseur hatte – den deutschen Nazismus.“ Doch der besondere Wert des Jedwabne-Buches von Gross wird unmissverständlich so herausgestellt: „Gross hat den Mechanismus durchschaut, der dafür verantwortlich ist, dass das kollektive Gedächtnis der Polen dazu neigt, alle auf polnischem Boden begangenen Verbrechen den deutschen Besatzern anzulasten. Er tritt diesem Mechanismus in seinem Buch mit bewundernswerter Entschlossenheit entgegen. […] Mit seinem Buch schreibt Gross sich in eine lange, von Mickiewicz und Słowacki bis zu Gombrowicz und Miłosz reichende Reihe glänzender polnischer Intellektueller ein, die den Mut hatten, die in weiten Teilen der polnischen Nationalkultur herrschende Verlogenheit und Oberflächlichkeit aufzudecken.“ 

Die nun über 25 Jahre dauernde Auseinandersetzung mit dem Buch von Gross und die Rezeption desselben sind in Polen zu einem untrennbaren Bestandteil des Gedenkens an das Pogrom von Jedwabne geworden. Wer über den 10. Juli 1941 spricht, denkt an das Buch, wer den Namen des Autors wo und wie auch immer erwähnt, denkt unweigerlich an den 10. Juli 1941 in Jedwabne. Der Bogen spannt sich weit, so breit, wie das politische und öffentliche Leben Polens nun einmal gefächert ist. Die Aufregung der ersten Wochen, Monate und auch Jahre nach der Veröffentlichung des Buches hat sich zwar gelegt und vieles an der Debatte ist nun vor allem sachlicher Natur, aber zu spüren ist, wie offen die Wunde Jedwabne ist, wie offen die Wunde Jedwabne bleiben wird. Deshalb sollen an dieser Stelle zwei Aspekte herausgegriffen werden, um wenigstens im Ansatz Konturen aufscheinen zu lassen. Michniks Position ist klar, er hat nichts von seinen Worten zurückgenommen.

Geschichts- und Erinnerungspolitik sind in dem von Jarosław Kaczyński geführten nationalkonservativen Lager, das nach wie vor den Präsidenten stellt, von eminenter Bedeutung, die Auseinandersetzungen um das Jedwabne-Buch haben der patriotischen Ausrichtung zusätzlichen Antrieb gegeben. Kaczyński spricht gerne davon, dass die „Pädagogik der Schande“ aus Sicht polnischer Interessen entschieden abgelehnt und zurückgewiesen werden müsse. Unter „Pädagogik der Schande“ wird im Grunde das verstanden, was Michnik – wie oben zitiert - im Zusammenhang mit dem Gross-Buch ausgedrückt hatte. Abgelehnt wird also, wenn der Schwerpunkt bei der Betrachtung einzelner Momente im Massenmord an den polnischen Juden von den deutschen Besatzern abgerückt und auf die polnische Seite geschoben wird. Und doch trifft Kaczyński in seiner geschichtspolitischen Schlacht wunde Punkte, so wie in diesem Beispiel: Wer aufmerksam durch Warschaus Innenstadt geht, trifft schnell an vielen Ecken und Straßenzügen auf Erinnerungstafeln, die an erschossene polnische Bürger erinnern. Als Täter werden sogenannte Hitleristen (poln. hitlerowscy) genannt. Vor einiger Zeit regte Kaczyński eine Aktion an, um aus den Hitleristen endlich – weil jeder es in Polen sowieso sofort so liest und versteht – Deutsche zu machen. Die Aktion scheiterte daran, dass diese Erinnerungstafeln aus der Zeit der VR Polen unter Denkmalsschutz stehen.[1]

Grzegorz Braun, seines Zeichens fraktionsloser und rechtsstehender EU-Abgeordneter, ist ein entschiedener Gegner von Buch und Autor. Bei den jüngsten Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 2025 trat er an, erzielte in der ersten Wahlrunde durchaus einen Achtungserfolg mit 6,3 Prozent der abgegebenen Stimmen; ganz ohne Resonanz ist also nicht, was an politischen Ansichten er ziemlich verstiegen vertritt. Am 10. Juli 2025 provozierte er in Jedwabne 

mit der Einweihung eines illegal errichteten „Denkmals für die Wahrheit über das Verbrechen von Jedwabne“, was für einiges Aufsehen in Polen und weltweit gesorgt hatte. Braun versteht seine Aktion als einen Beitrag, um mit Wort und Tat Polens guten Ruf und Namen zu verteidigen. Auf einem unbebauten Privatgrundstück, nur wenige Meter vom 2001 eingeweihten Denkmal entfernt, stehen nun plötzlich acht Findlinge, an denen größere Informationstafeln in polnischer und englischer Sprache angebracht sind. Hier ist die Rede u. a. davon, dass die Deutschen die Tat vom 10. Juli 1941 verübt hätten, dass die Lüge von den Polen als Täter mit dem Gross-Buch weltweit verbreitet worden sei, dass die Juden sich bewusst der polnischen Sprache verweigert hätten, 1939 vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs hätten 80 Prozent der Juden in Polen kein Polnisch sprechen können, dass die Juden in der Zeit der deutschen Okkupation bis zum Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 weitgehend unbehelligt und in Symbiose mit den Deutschen gelebt und sich ihrer von den Deutschen zugesicherten Autonomie und Selbstverwaltung in den Ghettos erfreut hätten. 

Verstört wie betroffen bleibt der Betrachter stehen, mit einer solchen Ballung und Zurschaustellung des recht einfach gestrickten Musters von Judenhass hatte er nicht gerechnet. Nachdenklich schweift der Blick hinüber zum Jüdischen Friedhof und zum Gedenkstein von 2001. Den Gedanken zieht es zu dem so wichtigen und schmerzhaften Buch von Jan Tomasz Gross, zu den bitteren Zeilen Adam Michniks. Der Schmerz um Polens Juden, um das Schicksal Polens im Zweiten Weltkrieg erfüllt den Betrachter. Plötzlich schaut er hoch auf Polens stolzes Fahnentuch, das über den geschichtspolitisch zugerichteten Findlingen im Herbstwind flattert. Nein, die missbrauchten Steine sind kein guter Ort für Polen. 

 
 

Jan Tomasz Gross: Nachbarn. Der Mord an den Juden von Jedwabne. Mit einem Vorwort von Adam Michnik. Aus dem Englischen von Friedrich Griese, Verlag C. H. Beck, München 2001, 200 Seiten. 

Zum Weiterlesen empfohlen: 

Anna Bikont: Wir aus Jedwabne. Polen und Juden während der Shoah. Aus dem Polnischen von Sven Sellmer, Suhrkamp Verlag/Jüdischer Verlag, Berlin 2020, 698 Seiten. 


[1] In der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem sind Polinnen und Polen die größte Gruppe unter den „Gerechten unter den Völkern“. Siehe:   https://www.yadvashem.org/de/righteous/statistics.html.  Auch die von der RLS geförderte und vielfach in Polen und Deutschland gezeigte Ausstellung „Unsere jüdischen Eltern, unsere polnischen Eltern“ zeigt solche lebensrettende Unterstützung. Siehe:    https://moirodzice.org.pl/de_projekt.php#partnerzy und https://brandenburg.rosalux.de/themen-reihen-projekte/ausstellung-meine-juedischen-eltern-meine-polnischen-eltern

Weitere Inhalte zum Thema

Wie überleben?

: Hintergrund 29.06.2026

Polnisch-jüdische Flüchtlinge in der Sowjetunion über Holocaust, Kommunismus und Antisemitismus…

Auschwitz – Erkundungen und Annäherungen, 02 August 2026 - 08 August 2026

: Bildungsreise ausgebucht

OŚWIĘCIM

Gedenkstättenfahrt nach Kraków und Oświęcim

Kleine Geschichte des Front populaire

: Hintergrund 22.05.2026

Die Lehren aus der französischen Linksregierung 1936/37. Von Bernard Schmid