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Interview , : Ovaherero: Deutsche Milliarden sind keine Reparationszahlungen

Nandiuasora Mazeingo über die deutsche Verantwortung für den namibischen Völkermord und den Kampf um die Rückgabe geraubter Kulturgüter

Wichtige Fakten

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Rasmus Platz,

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Demonstrierende fordern bei einer Kundgebung in Berlin im Jahr 2018, dass Deutschland seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Namibia und Tansania anerkennt. IMAGO / IPON

Von Mitte Juni bis Anfang Juli 2026 besuchte Nandiuasora Mazeingo, der Vorsitzende der Ovaherero Genocide Foundation (OGF), Deutschland, um die seit langem bestehenden Forderungen nach Gerechtigkeit für den an den Ovaherero begangenen Völkermord erneut zu bekräftigen. Zwischen 1904 und 1908 führten deutsche Kolonialtruppen in dem von ihnen so bezeichneten Deutsch-Südwestafrika im heutigen Namibia einen Vernichtungskrieg gegen die Völker der Ovaherero und Nama und töteten Zehntausende durch Massaker und Zwangsvertreibung in die Wüste.

Im Jahr 2021 gaben die Regierungen von Deutschland und Namibia eine Gemeinsame Erklärung zu diesen geschichtlichen Ereignissen ab, in der die Bundesrepublik sich bereit erklärte, der namibischen Regierung als Geste der Versöhnung einen Pauschalbetrag von 1,1 Milliarden Euro zu zahlen. Vertreter der betroffenen Gemeinschaften sowie Nichtregierungsorganisationen lehnen das Abkommen jedoch entschieden ab. 

Zu den deutschen Kolonialverbrechen gehörte auch der Raub kulturell bedeutender Gegenstände. Während seines Aufenthalts begutachtete Mazeingo Teile der umfangreichen Sammlungen geplünderter Ovaherero-Gegenstände, die in Deutschland aufbewahrt werden. Außerdem hat er kürzlich einen historischen Überblick über den Kampf der Ovaherero nach dem Völkermord veröffentlicht, der weitere Hintergründe zu vielen der in diesem Interview angesprochenen Themen liefert.

Welche Rolle spielen Sie bei der OGF und wie ist die Stiftung in die Ovaherero Traditional Authority (OTA) eingebunden?

Die Ovaherero Genocide Foundation ist Teil der mehr als 160 Jahre alten Verwaltungsstruktur der Ovaherero. Sie wurde 1863 eingeführt und existiert somit schon länger als der moderne Staat Namibia.

Die Genocide Foundation ist die Plattform für die Interessensvertretung des Volkes der Ovaherero. Der Völkermord, den die Deutschen vor 120 Jahren an unserer Gemeinschaft, an unserer Nation begangen haben, ist das prägendste Merkmal des heutigen Lebens der Ovaherero. Heute sind wir aufgrund dieses Völkermords eine marginale Minderheit im Land unserer Vorfahren.

Und gerade wegen dieses Völkermords sind wir ein transnationales Volk. Ein Volk, das man nicht nur an einem Ort findet, sondern auch in Botswana, Südafrika, Angola und Simbabwe. Wir sind wirklich überall verstreut, haben aber größtenteils keine eigenständige Stimme, weil wir die Minderheit darstellen.

Deshalb hielten wir die Schaffung einer Plattform für angebracht und richtig, damit die Gesellschaft von diesen an uns begangenen Verbrechen erfährt, und auch davon, dass wir das Recht haben, zu fordern, dass dieses Unrecht wiedergutgemacht wird. Wir nutzen die Plattform, um uns für Gerechtigkeit einzusetzen und Netzwerke und Bündnisse aufzubauen.

Deutschland und Namibia haben auf Regierungsebene bilateral über Wiedergutmachungen verhandelt und sich 2021 auf eine Gemeinsame Erklärung (GE) geeinigt. Sie lehnen die GE ab. Was ist Ihr Hauptkritikpunkt?

Wir lehnen die Gemeinsame Erklärung aus vielen Gründen ab, sowohl was den Prozess als auch den Inhalt betrifft. 

Im Jahr 2006 wandten wir uns an unser Parlament. Wir brachten einen Antrag ein, der drei Punkte forderte: Erstens muss Deutschland die Schuld am Verbrechen des Völkermords eingestehen. Zweitens muss Deutschland Reparationen zahlen, da das die festgelegte Strafe für das Verbrechen des Völkermords ist. Und drittens muss es eine Entschuldigung geben. Was den Prozess betrifft, so müssen wir als die betroffene Bevölkerung in diesen einbezogen werden, wobei unsere Regierung unsere Beteiligung ermöglichen muss.

Deutschland muss die Schuld am Völkermord eingestehen, Deutschland muss Reparationen zahlen, und es muss eine Entschuldigung erfolgen.

Außerdem haben wir weitere Klagen eingereicht. Es ist all die schrittweise und beharrliche Arbeit, die wir über die Jahre geleistet haben, die Deutschland tatsächlich an den Verhandlungstisch gebracht hat. Und die ganze Zeit über sagte die namibische Regierung: Nein, das geht uns nichts an. Doch als Deutschland an den Verhandlungstisch kam, beschloss die namibische Regierung – meiner Meinung nach aus opportunistischen Gründen –, dass sie sich einbringen wolle, weil sie das Potenzial sah, dass Geld in die Staatskasse fließen könnte. Und so hat sie unseren Kampf in letzter Minute vereinnahmt.

So wurden wir aber auch aus unserem eigenen Kampf ausgeschlossen. Ein Kampf, den wir die ganze Zeit über ganz allein geführt haben. In letzter Minute wurde uns mitgeteilt, dass nur Namibia das Wort ergreifen dürfe. Das haben wir aus vielen Gründen abgelehnt. Einer dieser Gründe ist, dass wir ein transnationales Volk sind und nicht zu einem einzigen Land gehören. Es gibt Mitglieder, die genauso Teil dieser Gemeinschaft, aber überhaupt keine Namibier sind. Sie sind Bürger Botswanas oder Südafrikas. Sie wurden dort aufgrund des Völkermords geboren.

Die Ovaherero begannen 2023 gegen die namibische Regierung zu klagen, mit der Begründung, dass die Einbeziehung der Nachfahrengemeinschaften in die Verhandlungen mit Deutschland unzureichend sei. Glauben Sie, dass es einen Prozess mit der namibischen Regierung gibt, die ja auch die Ovaherero und Nama vertritt, der Ihren Bedürfnissen und Forderungen gerecht wird?

Gibt es dafür ein Modell? Ja, das gibt es, und Deutschland ist Meister darin, weil es dieses Modell erfunden hat. Als Deutschland sich mit den Nazi-Verbrechen an den Juden, der Shoa, auseinandersetzen wollte, verfolgte es einen zweigleisigen Ansatz. Es bezog den Staat Israel mit ein, um für jene Juden zu sprechen, die dem Staat Israel angehörten. Die Juden außerhalb Israels organisierten sich selbst, und später entstand daraus die Jewish Claims Conference. So konnten sie für sich selbst sprechen. Es gibt ein Modell dafür, wie sowohl staatliche als auch nichtstaatliche Akteure einbezogen werden können. Aber ein Prozess, der ohne uns weiterläuft, ist fehlerhaft, und das Ergebnis dieses Prozesses wird fehlerhaft sein.

Was den Inhalt der Gemeinsamen Erklärung betrifft: Wie bewerten Sie das Eingeständnis des Völkermords in der Gemeinsamen Erklärung?

Der Inhalt ist ein Witz.

Uns wurde gesagt, es handele sich nur aus heutiger Sicht um einen Völkermord. Das ist Leugnung, getarnt als diplomatische Sprache. Aber es ist auch rassistisch, denn damit wird gesagt: Zu der Zeit, als ihr mein Volk ermordet habt, gab es kein Gesetz und keinen Grundsatz, der Deutschland daran gehindert hätte, denn wir, die Betroffenen, waren nicht zivilisiert. Wir konnten nach den Gesetzen zivilisierter Nationen keine Anspruchsteller sein. Wir waren Wilde. Es ist ebenfalls rassistisch zu sagen, man könne keine Bestrafung auf der Grundlage der Völkermordkonvention von 1948 fordern, da das Verbrechen begangen wurde, bevor die Konvention in Kraft trat. Doch auch die Verbrechen der Nazis wurden vor Inkrafttreten dieser Konvention begangen. Es läuft darauf hinaus, dass man sagt: Wir sind Schwarzafrikaner, also muss man mit uns über einen Mittelsmann sprechen. Und man muss uns sagen, dass wir keine Anspruchsteller sein können bzw. nicht unter die Rahmenbedingungen fallen, unter denen anderen Gehör geschenkt wird.

Es ist rassistisch zu behaupten, man könne keine Bestrafung auf der Grundlage der Völkermordkonvention von 1948 fordern, da das Verbrechen begangen wurde, bevor die Konvention in Kraft trat. Doch auch die Verbrechen der Nazis wurden vor Inkrafttreten dieser Konvention begangen.

Und dann sprechen wir über eine Zahlung von 1,1 Milliarden Euro durch die deutsche Regierung, verteilt über 30 Jahre, für die Zerstörung zweier Länder – denn wir waren zwei souveräne Staaten, die sich selbst regierten. 80 % unserer Bevölkerung wurden ausgelöscht. Von dem Land,  das uns weggenommen wurde, befinden sich bis heute 70 Prozent im Besitz Weißer. Das Vieh, das gesamte Vieh, ist verschwunden. Hinzu kommen das generationenübergreifende Trauma, die Vertreibung von Menschen, die heute staatenlos sind und im Schatten anderer Gemeinschaften leben, und vieles mehr. Aber anscheinend lässt sich all das für nur 1,1 Milliarden Euro abtun.

Wie beurteilen Sie die Tatsache, dass die Gemeinsame Erklärung weder eine offizielle Anerkennung des Völkermords noch formelle Wiedergutmachungsmaßnahmen enthält und dass die 1,1 Milliarden Euro lediglich als Zuschuss bezeichnet werden? 

Der Zuschuss ist Entwicklungshilfe und hat nichts mit uns zu tun. Das Land weiß, dass es sich um Entwicklungshilfe handelt – es ist Geld, das die namibische Regierung keineswegs an die Ovaherero, die Nama, die Damara und andere Betroffene weitergeben wird. Bei diesen 1,1 Milliarden geht es nicht um unseren Kampf. Wir sollten das nicht mit unseren Forderungen verwechseln, denn unsere Forderungen stehen für sich allein und werden so lange bestehen bleiben, bis sie erfüllt sind.

Welche Schritte müssen unternommen werden, um die Ovaherero und die Nama wieder an den Verhandlungstisch mit der namibischen und der deutschen Regierung zu bringen?

Jetzt sind sie am Zug. Unsere oberste Aufgabe als Nachkommen der Ovaherero ist es, dafür zu sorgen, dass wir weiterhin den Kampf unserer Eltern fortführen – verbunden mit der feierlichen Verantwortung, ihn solange zu führen, bis wir zu einem erfolgreichen Abschluss kommen. Und sollten wir dies in unserem Leben nicht erreichen können, wird die Verantwortung auf unsere Kinder übergehen, damit der Kampf weitergeführt werden kann. Wir kämpfen seit 120 Jahren und sind auf einen langen Weg vorbereitet.

Was den zeitlichen Ablauf betrifft: Wir haben vor Gericht Klage gegen die namibische Regierung eingereicht. Wir werden weiterhin nach Wegen suchen, wie wir auch in Namibia eine Klage gegen Deutschland anstrengen können. Wir waren in den Vereinigten Staaten von Amerika, um Ansprüche gegen deutsche Unternehmen geltend zu machen, die vom Völkermord profitiert hatten. Wir wollen die Kirche in die Diskussion einbeziehen. Missionare spielten bei den Raubzügen und der Plünderung unserer Gesellschaft eine wesentliche Rolle. Wir wollen, dass auch die Siedlergemeinschaft in Namibia, die auf unserem Land sitzt, in die Diskussion einbezogen wird. 

Wir wollen eine uneingeschränkte Entschuldigung, ohne Einschränkungen des Völkermords aus heutiger Sicht und all diesen Unsinn.

Aber wir werden auch weiterhin die deutsche Gesellschaft mobilisieren und arbeiten deshalb eng mit der deutschen sozialistischen Partei Die Linke zusammen. Wir wollen vor den Deutschen Bundestag treten und fordern über Die Linke drei Dinge. Erstens die uneingeschränkte Anerkennung des Völkermords. Zweitens wollen wir eine uneingeschränkte Entschuldigung, ohne Einschränkungen des Völkermords aus heutiger Sicht und all diesen Unsinn. Schließlich fordern wir in einem umfassenden Rahmen Wiedergutmachung und Gerechtigkeit sowie Garantien zur Verhinderung einer Wiederholung des Geschehenen, wie sie in der UN-Konvention festgelegt sind.

Vom 7. Juni 2026 bis zum 30. April 2027 ist in Berlin eine Ausstellung von „Forensic Architecture“ zu sehen, die weitere Einblicke in die Völkermorde an den Ovaherero und den Nama gewährt. Glauben Sie, dass die deutsche Gesellschaft in dieser Frage stärker aufgeklärt werden und sich deutlicher zu Wort melden muss?

Auf jeden Fall. Zunächst einmal muss die deutsche Regierung ehrlich sein und aufhören, sich hinter der Regierung Namibias und dem Bilateralismus zu verstecken. Sie weiß um ihre Verbrechen, sie muss die Wahrheit sagen. Ich weiß, dass diese Geschichte hier in den Schulen kaum unterrichtet wird. Auch in Namibia wird sie nicht gelehrt. Aber auf den Schultern der Deutschen lastet eine große Verantwortung. Wir erkennen an und würdigen, dass sich die deutsche Gesellschaft weiterentwickelt hat. Heute ist dieses Thema bekannter als noch vor einigen Jahren. Aber als Gesellschaft müsst ihr noch mehr tun und dafür sorgen, dass ihr – während ihr euch weiterentwickelt, während ihr euch allmählich dem Kern der Sache nähert – eure Regierung mitzieht und sicherstellt, dass die Politiker, die ihr wählt, um für euch zu arbeiten, auch wirklich für euch arbeiten, denn letztendlich handeln sie in eurem Namen. Wenn sie sich weiterhin unehrenhaft verhalten, wie sie es im Rahmen der Gemeinsamen Erklärung getan haben, dann geschieht das in eurem Namen. Jeder muss sich bemühen, mehr zu tun, denn es war nicht nur die Regierung allein, die uns ausgeplündert, kolonialisiert und bestohlen hat, sondern die gesamte deutsche Gesellschaft – Einzelpersonen, Unternehmen, Kirchen –, jeder hat an dieser Plünderung teilgenommen, daher ist die Schuld eine gemeinsame Schuld.

Ein weiterer Teil der kolonialen Vergangenheit Deutschlands ist der Raub von Kulturgütern. Während Ihrer aktuellen Reise nach Deutschland haben Sie das Weltkulturen Museum in Frankfurt am Main und das Ethnologische Museum in Berlin besucht. Was war der Zweck Ihrer Besuche dort?

Es gibt einfach so viel, was unseren Gemeinschaften weggenommen wurde. Vor einigen Jahren ging es in der Diskussion um unsere Vorfahren, die enthauptet wurden und deren sterbliche Überreste nach Deutschland geschickt wurden. Deutsche Soldaten zwangen unsere Vorfahren, die Haut mit Glasscherben von den Köpfen der Toten abzukratzen, damit deren Schädel nach Deutschland geschickt werden konnten. 

Wir wussten nicht, dass unseren Gemeinschaften neben den sterblichen Überresten unserer Vorfahren auch sehr viele andere Dinge geraubt wurden. Wir wussten nicht, dass, während die deutschen Truppen unser Volk von den Schlachtfeldern des Waterbergs über die Sandfelder der Kalahari jagten, Wellen von Plünderern alles mitnahmen, was unser Volk auf seinem Rückzug zurückgelassen hat. Im Weltkulturen Museum in Frankfurt interessierte mich besonders die Ovaherero-Sammlung. Zunächst prüfte ich, ob es sich wirklich um unsere Gegenstände handelte, denn oft stammen diese Klassifizierungen oder Beschreibungen von denen, die sie gestohlen haben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Artefakte falsch gekennzeichnet wurden, da möglicherweise ungenaue Informationen vorlagen.

Ich wünsche mir , dass es nicht  nur als unsere Aufgabe, als Aufgabe der Opfer, angesehen wird, Antworten auf ihre Fragen zu finden,  wondern dass die Deutschen das weiterhin auch als ihre Verantwortung sehen.

Meine Absicht war es, die Richtigkeit dieser Herkunft zu bestätigen. Denn letztendlich müssen diese Gegenstände zurückgegeben werden. Rückgabe bedeutet nicht, Gegenstände von hier zu nehmen und sie einfach in die Hände einer Regierung zu geben, die vor 100 Jahren noch gar nicht existierte. Das war bisher die traurige Abkürzung, die die deutschen Behörden eingeschlagen haben. Es herrscht offenbar die Vorstellung, dass es nun eine nationale Regierung gibt, die alles entgegennehmen kann, was den Menschen oder Gemeinschaften unter ihrer Hoheitsgewalt gehört. Meine Aufgabe ist es, festzustellen: Was von uns befindet sich hier? Wie ist es hierhergekommen? Wer hat es hierhergebracht? Und wer in meiner Gemeinschaft wäre eigentlich der rechtmäßige Eigentümer dieser Gegenstände? Deshalb habe ich das Museum der Weltkulturen besucht, wo ich etwa einen Tag verbracht habe, und anschließend war ich etwa zwei Wochen in Berlin in den Depots des Ethnologischen Museums in Dahlem.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse meines Aufenthalts ist, dass es in den Beständen der Museen bestimmte Gruppen von Gegenständen gibt wie zum Beispiel Küchenutensilien, Kosmetika, Kleidung, einige Messer und Bögen. Doch bei den damaligen Geschehnissen war ein Teil der Zerstörung auch auf den Raub spiritueller und religiöser Gegenstände gerichtet. Ich war schockiert, dass ich nichts davon gesehen habe. Das wirft die Frage auf, ob das, was wir hier sehen, das vollständige Bild dessen ist, was geraubt wurde, oder ob weitere Nachforschungen notwendig sind. Ich neige dazu, Letzteres anzunehmen. 

Aber auch die Deutschen müssten selbst nachforschen.

Absolut. Ich wünsche mir, dass es nicht nur als unsere Aufgabe, als die Aufgabe der Opfer,  angesehen wird, Antworten auf ihre Fragen zu finden, sondern dass die Deutschen dasweiterhin auch als ihre Verantwortung sehen. 

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