Nachricht | K.H. Roth u.a.: Reemtsma auf der Krim, Hamburg 2011

"eine bemerkenswerte dichte Geschichte der deutschen Besatzungsherrschaft auf der Krim, die überzeugend für eine Weitung des Zwangsarbeiterbegriffs zu einem "Universum unfreier Arbeit" argumentiert"

Kim Christian Priemel, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Humboldt-Universität Berlin, rezensiert für H-Soz-u-Kult
 
Roth, Karl Heinz; Abraham, Jan Peter: Reemtsma auf der Krim. Tabakproduktion und Zwangsarbeit unter der deutschen Besatzungsherrschaft 1941-1944. Hamburg: Edition Nautilus / Verlag Lutz Schulenburg 2011. ISBN 978-3-89401-745-3; 569 S.; 39,30 EUR.

Priemel sieht in der Studie einige Mängel, meint aber abschließend: "Vor allem aber liegt der große Wert der Studie in der dichten Beschreibung der systemüberschreitend harten Lebens- und Arbeitsbedingungen "im Tabak" und unter deutschem Zwang, wie sie der dritte Hauptteil in der Auswertung zahlreicher lebensgeschichtlicher Interviews schildert. Das Ausmaß, in dem die Zeitgenossen und vor allem die Opfer hier zu Wort kommen, ist gar nicht genug zu würdigen und stellt die eigentliche Leistung der Autoren dar"