Nachricht | Gesellschaftliche Alternativen - Sozialökologischer Umbau - Gesellschaftstheorie - Commons / Soziale Infrastruktur LuXemburg 2/2013: «Es reicht»

Über Umverteilung, Transformation und Mobilisierung.

Mit Erscheinen des neuen Heftes ist auch die neue Websiteder «LuXemburg»online. Die Zeitschrift wurde außerdem gestalterisch und konzeptionell weiterentwickelt.

Neue Website

Die Webseite hat jetzt ein ansprechenderes Layout. Sie ist übersichtlicher und bequemer zu nutzen: Die Suchfunktion ist verbessert, Texte werden auch nach Rubriken (bspw. Re:Organisieren) sortiert, aktuelle Schwerpunkte sind auf einen Blick sichtbar. Wirklich neu ist, dass ab jetzt jeweils das letzte Heft mit Erscheinen des Neuen komplett online gestellt wird. Außerdem wird ein breiteres, aktuelleres Angebot an Online-Texten und Dossiers präsentiert.

Veränderte Gestaltung

Im Heft wurde vor allem der Einstieg verändert. Das Thema ist auf einen Blick umrissen und das Inhaltsverzeichnis übersichtlicher und informativer. Auch die Texte der Online-Ausgabe sind hier aufgeführt. In der Rubrik «Rosa-LuX Kompakt» weisen wir ab jetzt auf besondere Highlights aus der Arbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftunghin. Die neuen Autorenkästen sind nicht nur ein gestalterisches Moment. Wir wollen damit unsere AutorInnen als politische Akteure einer internationalen Mosaiklinken vorstellen und ihre jeweiligen Eingriffe so verstehen.

Last not least haben wir einige Formate gestalterisch und inhaltlich entwickelt. Vor allem «Kontrovers» ist in dieser Form neu – hier sollen in Zukunft strategische Fragen linker Politik kontrovers diskutiert werden, um Positionen zu schärfen und gemeinsame Linien zu entwickeln.

Über ein Feedback freuen wir uns entweder auf Facebook oder per mail: luxemburg@rosalux.de

Zum Inhalt

Der gesellschaftliche Reichtum ist größer denn je – man könnte meinen: Es reicht – wäre er nicht so ungleich verteilt. Dabei geht es längst nicht nur um Geld – das aus den südlichen Krisenländern in den reichen Norden fließt, und aus den öffentlichen Haushalten in private Hände. Auch politische Souveränität, demokratische Kontrolle und Macht werden innerhalb der EU und in den Mitgliedsländern umverteilt. Mit der Austrocknung des Öffentlichen verschiebt sich außerdem der Zugang zu den Grundlagen eines guten Lebens: Gesundheit, Bildung, Wohnen – und die Verteilung von Arbeit und Zeit, auch zwischen den Geschlechtern. Umverteilung findet nicht nur von unten nach oben statt, sondern auch innerhalb einer Klasse: Gender-Pay-Gap und Elterngeld – aber auch von kleinem zu großem Kapital.

Umverteilung ist wesentliche Voraussetzung eines linken Projekts. Und doch verfangen Umverteilungskampagnen kaum. Liegt es an der Oben-Unten-Logik, dass so wenige mitmachen? Ist es die passivierende Ansprache, die mit der Forderung von oben nach unten umzuverteilen verbunden ist? Und wie könnten Bündnisse aussehen, die diese Logik überwinden, die Umverteilungsfragen mit Transformationsfragen verschränken?

LuXemburg 2/2013 fragt nach Kräfteverhältnissen und Konstellationen, die Einstiege in einen solchen Umbau öffnen können: Wie kann der vermeintliche Gegensatz zwischen ökologischem Wandel und sozialer Frage überwunden werden? Wie die Spaltung zwischen gewerkschaftlichen Forderungen nach höheren Löhnen und einer Kritik am herrschenden Wachstumsmodell?

Inhaltsverzeichnis

Umverteilen?

  • Horst Kahrs Umverteilen und neu verteilen
  • Interview mit VertreterInnen von ver.di, medico international, der LINKEN, attac, der Interventionistischen Linken und Alex Demirović Kampagne UmFAIRteilen – eine Bilanz
  • Joseph E. Stiglitz Ungleichheit erstickt Erholung

Umverteilt

  • Sabine Reiner Rückverteilen!
  • Ute Scheub und Yvonne Kuschel Beschissatlas
  • Ueli Mäder Almosen, nein danke!

Umfairteilen

  • Thomas Gebauer Gesundheit für alle
  • Thomas Gehrig Soziale Infrastruktur statt Grundeinkommen?
  • Ulrich Schachtschneider und Mario Candeias  KONTROVERS: Ökologisches Grundeinkommen
  • Matthias W. Birkwald Meine Oma hat nen Minijob bei Aldi
  • Axel Troost, Christoph Sauer und Phillip Hersel Mit Steuern umsteuern
  • Antje Schrupp vs. Katrin Mohr KONTROVERS: Ehegattensplitting 2.0
  • Thomas Böhm Der Druck muss raus
  • Christa Wichterich Den Wachstumsimperativ unterbrechen
  • Katja Kipping Ökonomie der Zeit

Euro-Exit?

  • Michael Brie Die Macht der Schwachen
  • Frederic Heine und Thomas Sablowski Der deutsche Machtblock in der europäischen Krise

Sozialismus & Feminismus

Re:Organisieren

LuXemburg-Online

#occupygezi


Juli 2013, 160 Seiten, 10 Euro

Leseprobe als pdf

Bestellungen sind hier möglich.

Zeitschrift LuXemburg
Barbara Fried, Leitende Redakteurin
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