Nachricht | Deutsche / Europäische Geschichte - GK Geschichte Der Mythos von der postindustriellen Welt. Wirtschaftlicher Strukturwandel in Deutschland 1960 bis 1990, Göttingen 2016

"...überraschend spannend zu lesende(r) Sammelband...."

Andrea Gabler rezensisiert

Werner Plumpe, André Steiner (Hg.), Der Mythos von der postindustriellen Welt. Wirtschaftlicher Strukturwandel in Deutschland 1960 bis 1990, Wallstein Verlag: Göttingen 2016. 277 Seiten, € 29,90

Sie schreibt: "Die gegenwartsnahe Zeitgeschichte rückt immer näher an das Hier und Jetzt heran. Auch die Wirtschaftsgeschichte bildet dabei keine Ausnahme, wenn sie sich, wie in dem hier zu besprechenden Sammelband, bis in die 1990er Jahre vorwagt. Dass sich die Nationalökonomien seit den 1960er Jahren grundlegend verändert haben, steht außer Frage. Ob dieser Wandel allerdings mit dem gängigen Modell einer einfachen Bedeutungsverschiebung vom (niedergehenden) industriellen Sektor zum nur schwer exakt abzugrenzenden Dienstleistungssektor abgebildet werden kann, an deren Ende die ‚Dienstleistungsgesellschaft‘ steht, ist strittig. Die Autoren des Bandes, sämtlich Wirtschaftshistoriker, raten unter Hinweis auf die zeitgebundene Konstruktion dieses Erklärungsmodells und ihre eigenen Branchenanalysen zu differenzierteren Betrachtungsweisen.

André Steiner skizziert zunächst in groben Zügen den wirtschaftlichen Strukturwandel in West- und Ostdeutschland seit den 1960er Jahren und diskutiert Erklärungsansätze der Geschichtswissenschaft."

Weiter im PDF. Gablers Rezension ist zuerst in Sozial.Geschichte Online Ausgabe 19 erschienen. Wir danken ihr und der Redaktion herzlich für die Erlaubnis zur Publikation.