Onken/Kulick in »Zeitschrift für Parlamentsfragen«

Kulick, Manuela und Holger Onken: Die Wähler der Linkspartei in ihren Hochburgen: Eine empirische Analyse zur niedersächsischen Landtagswahl 2008 in Oldenburg, Delmenhorst und Wilhelmshaven. Im Januar 2008 schnitt die Linkspartei, die erst 2007 aus der Fusion von PDS und WASG hervorgegangen war, bei der niedersächsischen Landtagswahl mit 7,1 Prozent der Wählerstimmen unerwartet gut ab. Die Frage, ob sich eine neue Partei langfristig im Parteiensystem etablieren kann, hängt maßgeblich davon ab, ob sie über eine dauerhaft mobilisierbare und ausreichend große Wählerbasis verfügt. Anhand einer Nachwahlbefragung (2241 Befragte) in drei Hochburgen der Linkspartei wurden die Motive ihrer Wähler im Hinblick auf diese Frage untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein Wählersegment, das sich selbst überwiegend den unteren gesellschaftlichen Schichten zuordnet und das auf Grundlage vieler soziologischer Kriterien diesen Schichten auch zugeordnet werden kann, die Partei deutlich überproportional unterstützt. Dies spricht für eine dauerhaft mobilisierbare Wählerbasis der Linkspartei. Für diese spielt soziale Gerechtigkeit eine zentrale Rolle. Die Linkspartei wird von vielen Wählern – zumindest in zahlreichen Städten der westlichen Bundesländer – anscheinend dauerhaft als wählbare Alternative wahrgenommen. [ZParl, 39. Jg., H. 2, S. 299 ff.] externer Link in neuem Fenster folgthttp://www.zparl.de/