Weltsozialforen 2006

Das Weltsozialforum findet in diesem Jahr “polyzentrisch” an drei verschiedenen Orten statt: Vom 19. bis 23. Januar in Bamako (Mali), in der Folgewoche in Caracas in Venezuela und Ende März im pakistanischen Karachi. Es wird, wie auf den fünf vergangenen Weltsozialforen, ein Kontrapunkt zum Weltwirtschaftsforum in Davos geschaffen, wo sich die ökonomischen Eliten treffen und über die Gestaltung der Welt in ihrem Sinne zu beraten.

Sozialforum in Bamako:

Alternativen zum Neoliberalismus sind nicht nur möglich – sie sind bereits im Entstehen. Es ist jedoch fraglich, ob das Weltsozialforum in seiner gegenwärtigen Gestalt den adäquaten Raum für die Entwicklung und Verbreitung praktischer Alternativstrategien zu neoliberalen Wirtschaftkonzepten und imperialer Globalisierung bietet. Das Teil-Weltsozialform 2006 in Bamako hat derartige Zweifel eher bestärkt. Von Arndt Hopfmann. mehr

Sozialforum in Caracas:

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung war, wie schon bei vorangegangenen Treffen, sehr aktiv an der Durchführung der politischen Aktivitäten beteiligt und organisierte und realisierte im Zusammenspiel mit ihren lateinamerikanischen und europäischen PartnerInnen über 20 Forumsveranstaltungen. Außerdem leistete die RLS  wieder tatkräftige internationale Hilfe und Solidarität, indem sie auch PartnerInnen und Organisationen aus Indien, Südafrika, Russland und dem Nahen Osten sowie AktivistInnen aus indigenen und sozialen Basisbewegungen aus fast allen Ländern Lateinamerikas die aktive Teilnahme und Mitwirkung am Sozialforum in Caracas ermöglichte und sie in ihre Veranstaltungsaktivitäten im Vorfeld sowie auf dem Forum selbst einbezog. Wohin steuert das Weltsozialforum? Gert Peuckert, Direktor des Regionalbüros der RLS für den Südkegel Lateinamerikas in São Paulo mehr Venezuela und das Forum. Cornelia Hildebrandt über Themen, Orte und Akteure des Vi. Sozialforums in Caracas. mehr

Ideenschmiede für eine andere Welt. Ulrich Brand über das VI. Weltsozialforum in Caracas und die Konsequenzen für die Sozialforen-Strategie. mehr

„Sozialismus des 21. Jahrhunderts“. Die RLS auf dem VI. Sozialforum in Caracas. Text der Woche 04/2006 von Lutz Brangsch mehr Zum Beispiel: Stoppt die Terminator-Technologie! Eindrücke von einem Strategietreffen auf dem Weltsozialforum in Caracas. Von Ulrich Brand. mehr


Fotogalerie


Menschen strömen aus der Metrostation Ciudad Universitaria zur Eröffnungsdemonstration des Sozialforums Teilnehmer der rls-Delegation mit Christiane Schulte (rls Berlin), Ana Garcia (rls Sao Paulo) Erhard Crome (rls Berlin), Kemal Chenoy (Indien) u.a. zum Beginn der Eröffnungsdemonstration
Zum Beginn der Eröffnungsdemonstration, in der Mitte Kemal Chenoy (Indien) Eröffnungsdemonstration - bevor sich der Marsch in Bewegung setzte
Caps mit den Farben der Fahne Venezuelas und überall auf dem Forum T-Shirts, Mützen, Abzeichen, Fotos mit dem Abbild von Hugo Chavez
eine der wenigen Organisationen venezolanischer Landbauern auf der Demonstration
letzte Vorbereitungen, bevor sich der Zug in Bewegung setzt natürlich fehlen auch nicht die marxistisch-leninistischen Organisationen - wie sie auf jedem Forum dabei sind
Nationale Vereinigung der alternativen und freien lokalen Gemeinschaftsmedien - Coordinadora Campesina Ezequiel Zamora (Landbewegung Ezequiel Zamora) Seid fundamental gegen Fundamentalismus - so der Spruch auf den Fahnen
Das Logo des WSF für Caracas katholische Nonne spricht als Teilnehmerin über das WSF
Indigene protestieren für den Erhalt ihrer politischen, sozialen und territorialen Lebensräume esoterische Organisationen fordern die Freiheit des Geistes
VertreterInnen des internationalen Vorbereitungskomitees der Weltsozialforen, darunter die Mütter der Plaza de Mayo rls - Delegation in Ermangelung von Fahnenstangen: der Regenschirm-Fahnenträger Amiai Yehuda, Israel
rls - Delegation: Regenschirm-Fahnenträger Amiai Yehuda, Israel neben Kemal Chenoy, Indien rls: unsere wichtigsten Frauen der Büros für Lateinamerika: Christiane, Ana und Ferena
rls-Delegation: Claudia Korol, Aktivistin für popular education aus Argentinien Soziale und politische Rechte von Frauen und Kindern weltweit!
1. WSF-Tag, 1. Seminar, außer dem Zelt ist nichts da - abwarten - das ändert sich noch, denken Ana Esther Cecena (Mexiko), Manuel Guerrero (Chile), Uli Brand (Deutschland) fast eine Stunde später …
rls-Seminar: zu Alternativen zum Neoliberalismus - Auswertung des Seminars mit Oskar Olivera (Bolivien), Manuel Guerrero (Chile), Uli Brand (Deutschland) Moderation: Christiane Schulte Oskar Olivera in Bolivien, jener, der maßgeblich den Kampf um Wasser organisierte, ein Mann der mitreißen kann und dennoch bescheiden bleibt
Dolmetscher - die Akustik schlecht, die Sprache oft wahnsinnig schnell und manchmal nicht verständlich - aber da ist der Wunsch und Ehrgeiz, die Arbeit gut zu machen - nach dieser Übersetzung öffnete er seine Augen und strahlte uns an Atilo Boron (Clacso, Mexiko) und Leo Panitch (Kanada) - zwei große Intellektuelle linker Bewegungen
Caracas - die Stadt
Seminar unseres Projektpartners IBASE zu Alternativen zum Neoliberalismus Seminar Teil I
Caracas - die Stadt Spruch Simon Bolivars - siehe Text von Conny Hildebrandt
Caracas - die Stadt der Schuhputzer Puppen aus Pappkarton - zum Geburtstag bekommen diese die Kinder, gefüllt mit Süßigkeiten
Caracas - Landebahn und Stadt - wenn Hubschrauber oder Kleinflugzeuge starteten oder landeten mussten die Seminare unterbrochen werden - der Fluglärm war einfach nicht zu toppen

Seminar mit ICAL, unserem chilenischen Projektpartner zu Fragen der Militarisierung Lateinamerikas - kann man Militär demokratisieren? Sichten aus Paraguay, Chile, Bolivien, Kolumbien

Caracas, die Stadt. Viel Beton, dazwischen das satte Grün der nun zweijährigen Regenzeit Blick auf die Barrios, die selbst noch sozial völlig unterschiedliche Sozialstrukturen haben - einige sind Vorzeigeprojekte für Touristen