Pressemeldung | Europa / EU - International / Transnational - Europa »Mitten in Europa«

Beim Partnertreffen in Warschau stellte die RLS ihre Arbeit vor.

Am Sonnabend, den 14. Oktober 2006, führte das Warschauer Regionalbüro der Rosa Luxemburg Stiftung in der polnischen Hauptstadt ein Partnertreffen „Mitten in Europa“ durch. Daran nahmen Partnerorganisationen aus Polen, Tschechien und Estland sowie führende Vertreter der deutschen Stiftung teil.

Die Berliner Gäste stellten Grundzüge der Tätigkeit der RLS vor. Evelin Wittich, die Geschäftsführerin der Stiftung, stellte die Hauptpunkte der weiteren Arbeit der Stiftung sowie die Perspektiven ihrer Entwicklung vor. Florian Weis beschäftigte sich mit dem Parteibildungsprozess und mit der Entwicklung der Linkspartei. Er zeichnete den Beginn des Parteibildungsprozesses, die innere Situation und Möglichkeiten der weiteren Entwicklung nach. Christiane Schulte, Leiterin des Bereichs Ausland, konzentrierte sich auf die Tätigkeit der Stiftung in Lateinamerika, wo die RLS in Saõ Paulo ein Regionalbüro unterhält. Sie stellte die Zusammenarbeit der Stiftung mit neuen sozialen Bewegungen auf dem südamerikanischen Kontinent dar und versuchte, eine Vision der politischen Perspektiven dieser Weltregion zu zeichnen. Zum Schluss führte Marlies Linke eine ähnliche Analyse für das östliche Mitteleuropa durch. Sie berichtete auch über die Tätigkeit der Stiftung in China und Vietnam. Holger Politt, Leiter des Warschauer Regionalbüros, fasste die Ergebnisse des Treffens zusammen.

Am Vortag des Treffens fand in den Warschauer Büroräumen der Stiftung eine Begegnung mit Fotografien von Krzysztof Kurłowicz aus dem Zyklus „Leipzig 1996 – Łódź 2006“ statt.

aus: www.lewica.pl (14. Oktober 2006)

Die Presse zu dieser Veranstaltung:

Maria Szyszkowska: Evolutionstheorie und Demokratie („Trybuna“, 21./22. Oktober 2006)

[…] Einen Luftzug weltanschaulicher und politischer Freiheit führte eine Veranstaltung mit sich, die letzten Sonnabend durch die Rosa Luxemburg Stiftung in Warschau durchgeführt wurde. Eingeladen wurden Organisationen und Einzelpersönlichkeiten, die mit der Stiftung zusammenarbeiten, folglich linke Werte schätzen. Die Aktivitäten der Stiftung fördern die Verbesserung der deutsch-polnischen Beziehungen und stärken die Demokratie. Die mit staatlichen Geldern arbeitende deutsche Organisation ist weltweit aktiv und unterstützt jene Kräfte, die sich der neoliberalen Globalisierung der Welt entgegensetzen. Die Wirkungsformen der Organisation sind unterschiedlich, ausgerichtet auf drängende Probleme der bedrängten Bevölkerung einzelner Staaten. Das Stiftungsprogramm könnte man auch als das Engagement für eine nachhaltige Entwicklung bezeichnen, als eine Anregung für die Aktivitäten von Einzelnen und gesellschaftlichen Gruppen, um auf allen Kontinenten zivilgesellschaftliche Strukturen zu stärken. Wie nicht nur in einem Fall zu beobachten ist, verlieren linke Parteien nach Regierungsantritt häufig die versprochenen Ziele aus den Augen, weshalb die Tätigkeit der Stiftung zusätzliche Bedeutung besitzt.