Publikation International / Transnational - Afrika Südafrika 2009 – zwei Monate vor den Wahlen

Südafrika wählt am 22. April 2009. »standpunkte international« 7-09, eine politische Einschätzung der Situation von Gerd-Rüdiger Stephan, Leiter des RLS-Regionalbüros in Johannesburg.

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Reihe

Standpunkte international

Autor

Gerd-Rüdiger Stephan,

Erschienen

März 2009

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Nach langem Hin und Her steht nun seit einigen Tagen der Termin für die anstehenden Parlamentswahlen in der Republik Südafrika fest. Übergangspräsident Motlanthe teilte der Öffentlichkeit den 22. April 2009 mit. Dieser Mittwoch wird nun zum arbeitsfreien Feiertag.

Vorausgegangen war eine wochenlange Geheimniskrämerei, die offenbar taktischen Überlegungen innerhalb der Führung des regierenden African National Congress (ANC) geschuldet war, welches Datum wohl die besten Erfolgsaussichten eröffnen würde. Zunächst war erwartet worden, dass Motlanthe anlässlich der traditionellen jährlichen Eröffnung der parlamentarischen Sitzungsperiode in der ersten Februarwoche sich festlegt. Dann verging aber eine weitere Woche, bevor klar wurde, wann die über 30 Millionen potentiellen Wähler landesweit an die Urnen treten sollen.

Der Wahlkampf hatte schon zuvor begonnen. Bereits Mitte Dezember 2008 war er inoffiziell eröffnet worden. Zu diesem Zeitpunkt traten der ANC und seine Absplitterung, der Congress of the People (COPE), zu Parteikongressen, nahezu zeitlich in Bloemfontein zusammen. Dabei handelte es sich bei COPE um den eigentlichen Parteigründungskongress, der den ehemaligen Verteidigungsminister Lekota zum Vorsitzenden kürte und programmatische Leitlinien verabschiedete. Der ANC wollte jedoch den traditionsreichen Boden Bloemfonteins keinesfalls seiner Abspaltung allein überlassen und veranstaltete deshalb den regulären jährlichen Parteitag am selben Ort.

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