Publikation Paul Samuelson rüttelt an einem Dogma – Die Relevanz für eine alternative Ökonomie

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Autorin

Christa Luft,

Erschienen

März 2005

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In der Bundesrepublik Deutschland gilt der Export als Wachstumsmotor. Damit er diese Rolle weiterhin und noch stärker spielen kann, fordern die Chefs der Wirtschaftsverbände, Vertreter der neoliberalen Ökonomenzunft und die schwarz-gelbe Opposition Lohnkostensenkung, Arbeitszeitverlängerung und Reduzierung von Sozialstandards. So soll unter Globalisierungsbedingungen der Wirtschaftsstandort Deutschland attraktiver werden. Dass auf diese Weise die stagnierende Binnennachfrage nicht in Gang kommt, Beschäftigung sogar ab-statt aufgebaut wird, ist vor allem den DAX-Unternehmen gleichgültig. Sie erzielen ihre Gewinne im Ausland und dort investieren sie auch. Unternehmen fragen nicht, ob boomende Gewinne aus dem internationalen Austausch sich auch sozial und ökologisch wohlstandssteigernd für die Gesellschaft als Ganzes auswirken. Auch der statistisch ausgewiesene „Aussenbeitrag“ zum BIP-Zuwachs ist dafür kein brauchbarer Indikator. Ein Nachdenken über Alternativen zur herrschenden neoliberalen Wirtschaftspolitik muss daher die Prüfung einschliessen, inwieweit die vornehmlich an einzelwirtschaftlichen Exportinteressen der Global player ausgerichteten staatlichen Rahmenbedingungen zu gemeinwohlorientierten Effekten führen oder aber mit ihnen in Konflikt geraten. Nicht alles, was aus Unternehmenssicht an Aussenhandelsgeschäften rationell ist, ist das auch aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive. ...

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