Publikation Ungleichheit / Soziale Kämpfe - Gesellschaftstheorie - Deutsche / Europäische Geschichte `Hassgruppen` in der deutschen Gesellschaft - Negativ wahrgenommene Personen im Bild der öffentlichen Meinung

Erste Ergebnisse einer empirischen Studie des FOKUS-Institutes Halle (Erhebungszeitraum: 07. bis 19.Oktober 2002, Stichprobe n = 1.846)

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Januar 2003

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In Krisenzeiten hört die Freundschaft auf - Stammtisch erobert Wahlvolk

Erste Ergebnisse einer empirischen Studie des FOKUS-Institutes Halle (Erhebungszeitraum: 07. bis 19.Oktober 2002, Stichprobe n = 1.846)

Menschen mit anderem Aussehen, anderer Herkunft und anderer sozialer Stellung werden von einem Großteil der Wahlberechtigten in Deutschland abgelehnt. Der normale deutsche Wähler stigmatisiert rechtsradikale Gruppen genauso wie Gruppen mit anderen kulturellen und nationalen Herkünften. Deutliche antijüdische Vorurteile sind in eine solche Denkweise eingeschlossen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des FOKUS-Institutes aus Halle. Danach bilden negative Wahrnehmungen von Gruppen verschiedener Kontexte einen wesentlichen Baustein für das alltägliche Denken.

Zentrale Begriffe für die Wahrnehmung sind Leitkultur, Anpassungswille und Sicherheit. Im Osten wird Anpassung gefordert, im Westen befürchtet man die Ausbreitung fremder Kulturen. Dabei geben nur rund 30 Prozent der Befragten an, mit den wahrgenommenen Gruppen tatsächlich persönliche Erfahrungen zu teilen.

Vor dem Hintergrund zahlreicher Sozialkonflikte entwickelt sich so ein bedrohliches Denkpotenzial, das den Boden für Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit bildet.

zum Studientext:`Hassgruppen` in der deutschen Gesellschaft - Negativ wahrgenommene Personen im Bild der öffentlichen Meinung [pdf, 122Kb]