Publikation International / Transnational - Globalisierung - Afrika - Südliches Afrika - Westafrika - Ostafrika - Sozialökologischer Umbau Im Widerspruch vereint

Die «Africa Mining Vision» und die deutsche Rohstoffpolitik

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Reihe

Artikel

Autor/innen

Andreas Bohne, Michael Reckordt,

Erschienen

Dezember 2017

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Rohstoffpolitik ist in den letzten Jahrzehnten zu einem zentralen Politikfeld geworden. Dabei treten in politischen Rahmenprogrammen wie der «Africa Mining Vision» (AMV) und der «Rohstoffstrategie der Bundesrepublik» die sozialen und ökologischen Folgen gegenüber ökonomischen Interessen deutlich in den Hintergrund. Die zugrunde liegende kapitalistische Verwertungslogik schließt jedoch Interessenkonflikte und Widersprüche ein: So sind die deutsche und die europäische Rohstoffpolitik überwiegend an der Versorgungssicherheit der heimischen Wirtschaft und damit an der eigenen Wettbewerbsfähigkeit ausgerichtet. Die EU-Mitgliedsländer versuchen mithilfe ihrer Wirtschafts-, Außen- und Entwicklungspolitik, den Status quo zu sichern und für günstige und stabile Importmöglichkeiten zu sorgen. Dabei nutzen sie Freihandelsabkommen, um etwa Exportzölle und Exportmengenbeschränkungen zu umgehen, zunehmend aber auch, um Investitionen in Infrastrukturprojekte den Weg zu ebnen oder Beratungsstrukturen vor Ort zu etablieren.
 

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Andreas Bohne
arbeitet als Projektmanager Ostafrika bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Michael Reckordt arbeitet bei PowerShift als Koordinator des bundesweiten Netzwerks AK Rohstoffe, einem Zusammenschluss aus Entwicklungs-, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen, der die deutsche und europäische Rohstoffpolitik kritisch begleitet.