Publikation Arbeit / Gewerkschaften - Wirtschafts- / Sozialpolitik - Gesellschaftstheorie Wirtschaftsdemokratie neu denken

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Alex Demirović,

Erschienen

Dezember 2018

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Die Forderung nach Wirtschaftsdemokratie war eine Initiative der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung in den 1920er Jahren. In der Bundesrepublik wurde dieser Impuls vor allem in die unterschiedlichen Formen der Mitbestimmung in der verarbeitenden Industrie umgesetzt. Daneben gibt es die Praktiken der Genossenschaften, der Kooperativen und der Selbstverwaltung. Die Veränderungen der Unternehmen, die veränderten Bedingungen der Lohnarbeit, die Autonomiewünsche und Subjektivierungsformen der Lohnabhängigen, die ökologischen Zerstörungen ebenso wie die Aushöhlung der Demokratie drängen zu einer demokratischen Gestaltung wirtschaftlicher Entscheidungsprozesse. Die Beiträge resümieren Erfahrungen und bemühen sich darum, Wirtschaftsdemokratie in einem anspruchsvollen Sinn zu aktualisieren. Es schreiben Roland Atzmüller, Martin Beckmann, Richard Detje, Andreas Fisahn, Gisela Notz, Frank Nullmeier, Bernd Riexinger, Harald Wolf u.a.

Der Band „Wirtschaftsdemokratie neu denken“ geht auf eine gleichnamige Tagung zurück, die von der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Februar 2017 veranstaltet wurde.

Das Buch ist im Verlag Westfälisches Dampfboot erschienen und dort bestellbar.

Inhalt:

  • Alex Demirović:
    Einleitung
  • Heinz Bierbaum: 
    Wirtschaftsdemokratie – von der Mitbestimmung zur sozialistischen Transformation
  • Richard Detje / Dieter Sauer:
    Wirtschaftsdemokratische Transformation. Der Einstieg „von unten“
  • Andreas Fisahn:
    Wirtschaftsdemokratie – verfassungsrechtliche Schranken und Möglichkeiten
  • Frank Nullmeier:
    Die Möglichkeit einer radikalen Wirtschaftsdemokratie. Oder: Die Grenzen der Demokratisierbarkeit der Ökonomie
  • Helmut Martens:
    Neue Arbeit – Neue Wirtschaftsdemokratie. Gegen die „marktkonforme Demokratie“ für eine Demokratisierung von Arbeit und Wirtschaft
  • Alexandra Scheele:
    „Digital First – Gleichstellung Second?“ Zur Vernachlässigung von Geschlechterdemokratie in der Debatte um die Zukunft der Arbeit
  • Bernd Riexinger / Lia Becker:
    For the many, not the few. Neue Initiative für sozial-ökologische Wirtschaftsdemokratie
  • Martin Beckmann:
    Mitbestimmung und Wirtschaftsdemokratie im Dienstleistungssektor
  • Felix Ahls / Nadja Rakowitz / Bernhard Winter:
    Das demokratische Potenzial des Gesundheitssystems in Deutschland
  • Roland Atzmüller:
    Überlegungen zu einer Demokratisierung der (Aus-)Bildung und Qualifizierung des Arbeitsvermögens
  • Harald Wolf:
    Autonomie der Arbeit und Wirtschaftsdemokratie – zwischen Revolution und Vereinnahmung
  • Gisela Notz:
    Anders arbeiten – anders leben. Selbstverwaltete Betriebe als alternative Wirtschaftsmodelle gestern und heute
  • Wolfgang G. Weber / Christine Unterrainer:
    Die Praxis der Demokratie in demokratisch verfassten Unternehmen – eine Perspektive der Wirtschaftsdemokratie?
  • Domagoj Mihaljević:
    „Lebwohl, Avantgarde“. Auf den Ruinen der sozialistischen Modernisierung Jugoslawiens
  • Dario Azzellini:
    Wir können auch anders – Räte, Arbeiterkontrolle und Selbstverwaltung am Arbeitsplatz
  • Michelle Williams:
    Die Praxis des demokratischen Kommunismus: die Erfahrung von Kerala